Willkommen bei KAKTUS - Online / KPÖ-Donaustadt Dienstag, 21. September 2021 @ 19:36

Vom Transport von Badehosen, dem Bewegen von Autos und der Stadtstraße

  • Samstag, 18. September 2021 @ 09:09
Bezirksvertretung Der Bezirksvorsteher versteckt sich hinter dem Entscheid einer Magistratsdienststelle und drückt sich vor einer Bürger*innenversammlung zur umstrittenen Stadtstraße.

Die Bezirksvertretungssitzung am 15.9.2021 war von einer Diskussion über den Bau der Stadtstraße geprägt. Zunächst sorgte für Aufregung, dass die von 12 Bezirksrät*innen (Grüne, NEOS, BIER und Abgeordnete Heimel) per Unterschrift geforderte Einberufung einer Bürger*innenversammlung (siehe Kaktusbeitrag vom 17.08.2021) nicht genehmigt worden war. Begründung: Die Magistratsdienststelle „Recht“ hätte entschieden, dass „Flächenwidmungs- und Bebauungspläne Angelegenheit der Gemeinde" seien, die für die Stadtstraße auch schon das Budget freigegeben hat, und „kein zwingendes Interesse des Bezirks“ vorläge. Der Entscheid der Magistratsdienststelle „Recht“ sei für den Bezirksvorsteher bindend. Außerdem biete er alle zwei Wochen eine Live-Online-Fragestunde an, in der ihm Bürger*innen ihre Meinung mitteilen könnten.
So weit so schlecht.

Alle Wege führen nach Hirschstetten

  • Montag, 13. September 2021 @ 07:47
Keine neuen Autobahnen! Die Donaustadt ist gerade dabei, zum politischen Hotspot des Landes zu werden.

Die jungen Aktivist*innen von Fridays for Future, System Change Not Climate Change, Extinction Rebellion und Jugendrat sind in den Bezirk gekommen, um zu bleiben. Dabei haben sie sich mit den BürgerInitiativen vor Ort, Hirschstetten retten und Rettet die Lobau, zusammengetan, um die geplanten Verkehrshöllen im Bezirk zu verhindern und die Lobau als Nationalpark und Naherholungsgebiet zu erhalten. Denn um nichts weniger geht es bei den Protesten.

Seit nunmehr zwei Wochen sind sie hier, zunächst nur im Basis-Camp im Hirschstettner Schlosspark zwischen Anfanggasse/Spargelfeldstraße. Inzwischen haben sie ihren Aktionsradius auch auf den Bereich der Kreuzung Hirschstettnerstraße 44/Südosttangente (Baustelle 1: Octopussys Garten) und das Feld vor der U2-Station Hausfeldstraße (Baustelle 2: Wüste) ausgeweitet.

Solidaritätsbesuch der KPÖ im Protestcamp in Hirschstetten


Bezirkssprecher Bernhard Gaishofer, Hilde Grammel und Hanni Wagner aus der KPÖ-Donaustadt, begleitet von KPÖ-Landessprecher und Bezirksrat Didi Zach aus Rudolfsheim- Fünfhaus, Bezirksrat Wolf Goetz Jurjans aus Margareten und Bezirksrat Fritz Fink aus Ottakring besuchten das Camp.

Schon wieder interessante Neuigkeiten aus der Donaustadt, dem Stiefkind der "Klimamusterstadt"

  • Dienstag, 7. September 2021 @ 13:12
von Margarete Lazar

Die Biogärtnerei Ganger, die auch jeden zweiten Samstag einen gut besuchten Bauernmarkt abhält, ist in Gefahr.

Die Stadt Wien hat zwei Pachtflächen, die seit über 100 Jahren von der Familie Ganger bewirtschaftet werden, dem "hauseigenen Fonds für Wohnbau und Stadterneuerung" übertragen und das kann bei der jetzigen Stadtregierung nichts Gutes heißen, auch wenn die zwei Stadträtinnen Sima und Gaal "die Aufregung nicht verstehen, denn es handle sich lediglich um ein langfristiges Projekt in der Zukunft".

Volksstimmefest 2021

  • Dienstag, 7. September 2021 @ 13:00
Das Kaktusbeisl präsentierte sich in einem neuen „Outfit“

Nachdem im Vorjahr das Volksstimmefest pandemiebedingt abgesagt werden musste, war „Wiens schönstes Fest" heuer, mit knapp 30 000 Besucher*innen, ein voller Erfolg.

Die KPÖ-Donaustadt und der KAKTUS waren, wie die Feste zuvor, wieder dabei. Ihr Kaktusbeisl präsentierte sich heuer in neuem Outfit.

Wien ist anders– die Donaustadt und die Politiker auch

  • Dienstag, 31. August 2021 @ 05:17
Ausnahmen bestätigen die Regel, machen aber (leider) das Kraut nicht fett.

Unser Wien ist angeblich so ziemlich die lebenswerteste Stadt der Welt. So besagten es zumindest seit einigen Jahren durchgeführte Studien. Mag man auch über die Objektivität derselben zweifeln, so soll nicht bestritten werden, dass wir in einer lebens- und liebenswerten Stadt leben und schwerlich woanders hin zu tauschen brauchen.

Doch bekanntlich ist nicht alles Gold, was glänzt, und in vieler Hinsicht braucht Wien nicht stolz darauf zu sein, dass es „anders“ ist. Was immer auch mit diesem Slogan gemeint sein mag, der die Autofahrer an der Stadtgrenze begrüßt hat.

In Bezug auf den Individualverkehr ist Wien im Vergleich zu vielen Großstädten nicht anders: Alles ist auf das Auto ausgerichtet, diesem ist alles andere untergeordnet. Mancherorts hat man allerdings längst umgedacht und ist anders; und zwar ganz anders. Aber dazu später.

Demonstration gegen die "Stadtstraße" und Klimacamp in Hirschstetten

  • Sonntag, 29. August 2021 @ 11:49
Ein Bericht von Margarete Lazar*)

Wir sind den jungen Leuten aus Wien im allgemeinen und aus der Donaustadt im besonderen sehr, sehr dankbar, dass sie nicht locker lassen, was den Bau der Stadtstraße und des Lobautunnels betrifft und vor allem den vorzeitigen Baubeginn.

Am 27. 8. 2021 war es also wieder so weit. Ca. 500 unermüdliche KlimaaktivistInnen trafen sich bei der Station U2 Hausfeldstraße. und gingen dann durch die Quadenstraße zum neu errichteten Klimacamp in der Anfangstraße Hirschstetten.

Klatschen statt Geld?

  • Donnerstag, 26. August 2021 @ 05:08
Georg Högelsberger
Linker Diskurs zur rechten Zeit

Symbolische Handlungen sind toll – vor allem, wenn sie billig sind!
Wir erinnern uns noch alle an das „Beklatschen“ der systemrelevanten ArbeiterInnen im Gesundheits- und Pflegebereich im letzten Jahr. Jeweils um 18 Uhr haben einige Menschen in ganz Österreich jenen Personen die Ehre erwiesen, ohne die eine Bewältigung der Pandemiesituation nicht möglich wäre. Nun erfolgt auch ein finanzielles Dankeschön seitens der Bundesregierung – läppische 500 Euro! Und das – wie seit dem 3. Juli bekannt ist –nicht einmal für jeden!

Ausgerechnet zwei Berufsgruppen, die nicht nur essentiell bei der Bekämpfung des Coronavirus sind, werden von diesem Bonus ausgeschlossen: das Reinigungspersonal, welches nicht fix an seinem Standort angemeldet ist (also Leiharbeiter*innen), und Rettungssanitäter*innen, die den Transport von COVID-Patient*innen im Schutzanzug durchführen.

Schließung der Bücherei in Aspern

  • Montag, 23. August 2021 @ 15:49
Ein Beitrag von Bernhard Gaishofer, Bezirkssprecher KPÖ-Donaustadt

Eine Ankündigung mit Folgen

Die angekündigte Schließung von zwei Donaustädter Büchereistandorten im Frühjahr führte zu massivem Widerstand lokaler Initiativen und wurde nun auch in der Bezirksvertretung rege diskutiert.

Worum geht es? Im heurigen Frühjahr wurde bekannt, dass die Zweigstellen der Büchereien Wien in Aspern und Stadlau schließen werden und die Bestände dieser Standorte ab kommendem Herbst in eine neue Zweigstelle in die Seestadt übersiedelt werden sollen. Damit werden nicht nur zwei traditionellen Bezirksteilen – welche ja laut Aussagen der etablierten Parteien unbedingt erhalten bleiben sollen – Orte der kulturellen Nahversorgung und der Begegnung genommen.

Die Schließung der Zweigstelle in Aspern bietet auch noch eine zusätzliche böse Überraschung. Denn mit der Schließung der Bücherei soll auch das Gebäude, welches auch einen Kindergarten und einen großen Veranstaltungssaal enthält und bis dato im Besitz der Gemeinde war, an private Investoren verkauft werden.

Im Osten nichts Neues?

  • Freitag, 20. August 2021 @ 04:38
Beim Blick auf unsere Kaktusausgabe 3 /2019 beschleicht einen das Gefühl, dass sich vordergründig nichts verändert – Baustellen und Kräne soweit das Auge reicht, G´schichterl, dass dies alles notwendig für unsere „Enkerl“ sei, dubiose Flächenwidmungen und nicht zu vergessen der „Zankapfel“ Stadtstraße. Die Stadtregierung Rot-Grün hielt sich damals vornehm zurück – nach dem Motto Augen zu und durch.

Und plötzlich gerät diese unheilvolle Gemengelage ins Rutschen.

SPÖ-Wien verteuert Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung um 5,2 Prozent

  • Mittwoch, 18. August 2021 @ 17:52
Über den Tellerrand k(b)licken Es ist quasi fix.

Mit 1. Jänner 2022 werden wichtige Basis-Leistungen der Daseinsvorsorge in Wien bedeutend teurer - sofern sich nicht noch Widerstand formiert.

Die Begründung der SPÖ ist, so wie jedes Mal, haarsträubend: "aufgrund der Inflation und des existierenden Valorisierungsgesetzes muss es eine Erhöhung" geben und zudem würden die Mehreinnahmen ja "in die Modernisierung und Erhöhung der Servicequalität der Wiener Daseinsvorsorge investiert". Zudem, so die Beteuerungen der SPÖ, bleiben damit "Gebühren nachvollziehbar und kalkulierbar", ja private Haushalte werden "durch diese regelmäßigen Anpassungen vor möglicherweise massiven Belastungen in unregelmäßigen Abständen geschützt".

Sie haben Hainburg nicht gebaut – sie werden auch den Tunnel nicht bauen!

  • Dienstag, 17. August 2021 @ 08:11
Eine Antwort an jene, die sich vor einer Bürger:innenversammlung drücken wollen!

Ein Bericht von Judith Wieser, die an dieser Kundgebung teilgenommen hat.

Auf Biegen und Brechen sollen Lobautunnel und „Wohnzimmer-Autobahn“-Hirschstetten durchgesetzt werden – ohne Bürgerbeteiligung. Ein Antrag der Donaustädter Grünen in der Bezirksvertretung, eine Bürger:innenversammlung dazu abzuhalten, wurde von der SPÖ, mit Unterstützung von FPÖ und ÖVP, abgelehnt. (Siehe KAKTUS-Beitrag vom 10.08.2021!)

Am 16.08. wurde der Bezirksvorstehung eine überparteiliche Unterschriftenliste, gezeichnet von 12 Berzirksrät:innen der Grünen, Neos, Bierpartei und einer unabhängigen BRin) mit Unterstützung durch Anrainer:innen und mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen, überreicht (Ernst Nevrivy war leider nicht anwesend). Das Ziel: Die Bürger:innenversammlung mit der Geschäftsordnung des Bezirksparlaments zu erzwingen. Mit anderen Worten: Eine demokratische Vorgehensweise einzuforden.

Sorgen um die Alte Donau!

  • Freitag, 13. August 2021 @ 08:28
Gastbeitrag der „Bürgerinitiative ehemalige AGM Gründe – Alte Donau“

Seit dem Verkauf der ehemaligen AGM Gründe im Bereich Industriestraße / Lange Allee in Wien Donaustadt von REWE an den Wohnbauerrichter BUWOG GROUP schrillen bei den Bewohnern der Kleingarten- und Gartensiedlungen entlang der Unteren Alten Donau die Alarmglocken.

Die Tatsache, dass an der Oberen Alten Donau mehrstöckige Wohnbauten immer näher an die Alte Donau heranrücken, lässt befürchten, dass die BUWOG wohl nicht die Errichtung von Einfamilienhäusern plant. Tatsache ist, dass an der Unteren Alten Donau zwischen Industriestraße und Alte Donau fast ausschließlich Widmungen für Kleingärten und Gärten mit Bauklasse I bestehen.

Damit das auch künftig so ist und das heutige Erholungsgebiet auch ein solches bleibt, wurde der Verein „Bürgerinitiative ehemalige AGM Gründe – Alte Donau“ ins Leben gerufen. Dahinter verbirgt sich eine Bürgerinitiative, welche von besorgten Anrainern und Vertretern angrenzender Kleingarten- und Siedlungsvereinen initiiert wurde. Der Verein strebt die Förderung eines gesunden und nachhaltigen Lebensraumes im 22. Wiener Gemeindebezirk an, insbesondere im Bereich der Unteren Alten Donau, somit die Wahrung der gemeinsamen Interessen der Erholungssuchenden und der Bewohner.

Die Demokratie und wir

  • Dienstag, 10. August 2021 @ 04:30
Bezirksvertretung Eindrücke von der Bezirksvertretungssitzung - und wie es nach der Ablehnung einer beantragten Bürger*innenversammlung zur Stadtstraße weitergeht

Die Sitzung der Bezirksvertretung Donaustadt vom 9. Juni 2021 war in mehrerlei Hinsicht eine Premiere:
Erstmals konnten interessierte Bürger*innen das Geschehen vor Ort via Livestream mitverfolgen (das Video ist aber nicht nachträglich abrufbar). Da aber vieles im Vorfeld in den Kommissionen und Ausschüssen entschieden wird und die Anträge, über die abgestimmt wird, den Zuseher*innen meist nicht bekannt sind, fehlt noch einiges, um die angestrebte Transparenz zu erreichen. Erst wenn das Protokoll auf www.wien.gv.at veröffentlicht wird, können die von den Fraktionen eingebrachten Anträge eingesehen werden. Einzig die Grünen dokumentieren alle ihre Anträge auf ihrer Homepage.

Genochplatz - Vom Markt über einen Bauzaun bis zur Anlagewohnung

  • Freitag, 30. Juli 2021 @ 12:31
Ein Kommentar von Bernhard Gaishofer, Bezirkssprecher der KPÖ-Donaustadt

Dass sich die Zeiten und die Stadt Wien unaufhörlich verändern, ist mehr als offensichtlich. Besonders deutlich kann man diese Veränderungen am Stadtbild ablesen und ein nahezu perfektes Beispiel, dass die aktuelle Entwicklung im 22. Bezirk in eine falsche Richtung geht, ist der Genochplatz in Stadlau.

Ein Fleischhauer, ein Fischgeschäft und diverse (feste) Standln mit den unterschiedlichsten Dingen – so habe ich den Markt am Genochplatz noch in Erinnerung als ich dort als Kind in den 90ern spazieren ging. Freilich hatte er schon damals seine Hochzeit als quirliger Markt überschritten, nichtsdestoweniger war er, gerade in Verbindung mit der Stadlauer Straße, in welcher zu jener Zeit auch noch weit mehr Geschäfte waren als heute, ein lebendiger Teil des Bezirks. Mit der Erbauung/Vergrößerung von unterschiedlichsten „Shopping Centern“ und dem fehlenden Willen, der etablierten Politik lokale Nahversorgung zu unterstützen, wurde er jedoch immer kleiner bis schließlich 2010 die letzten Stände abgerissen wurden.

„Sandige Leiten Rote Saat“

  • Dienstag, 27. Juli 2021 @ 07:33
Lesung von Rudi Burda in der Wurmbrandgasse

Trotz sommerlicher Temperaturen fanden viele Interessierte den Weg in den Garten der Wurmbrandgasse, wo Rudi Burda am 23. Juli aus seinem Buch „Sandige Leiten Rote Saat“ las.

Organisiert wurde die Veranstaltung von dem überparteilichen Verein „Kunst in der Wurmbrandgasse“ und der linken Bezirkszeitung KAKTUS. Hierbei wurde in den einleitenden Worten auch darauf verwiesen, wie wichtig – gerade hinsichtlich Antifaschismus und aktivem Erinnern- eine Verbindung von Kultur und politischem Anspruch ist.

Livestyle & Events: Opus Dei & D-City

  • Donnerstag, 1. April 2021 @ 08:14
Donaucity Die „Donaucity“ soll in den nächsten Jahren als „D-CITY“ zu einem trendigen und urbanen Wiener Stadtteil werden.

Die S+B Gruppe startet zusammen mit den Partnerunternehmen SORAVIA, STRABAG Real Estate, COMMERZ REAL, HausInvest, GREYSTAR, Stadt Wien und Deka Immobilien, zum Endspurt auf der Donauplatte. Auf allen Ebenen rotieren Kräne und Bagger auf Hochtouren. Türme wachsen aus windigen Tiefen in schwindlige Höhen und verheißen kapitalstarken Anlegern satte Gewinne. Geräuschvoll fahren auch weiter südlich, Richtung Donau, schwere Geräte auf.

Über die einstige „Weltausstellung-Diagonale“ – von Hans Hollein und Coop Himmelb(l)au für die Expo 95 konzipiert – geht’s fließend zu „DC Waterline“ weiter. Zahlreiche Kulturprojekte tauchten hier schon im Laufe der Jahrzehnte auf – und gingen in den Untiefen der Stadtplanung unter. (Guggenheim Museum, Akademie der bildenden Künste, Angewandte, Sea-Life-Center, Mumok, Musikhalle, Weltmuseum und das "Haus der Kulturen“ mitgestaltet vom US-amerikanischen Theaterregisseur Peter Sellars.) Erst die Streichung des Wörtchens „universitär“ aus der Sonderwidmung brachte vor zwei Jahren eine elegante Lösung des „Kultur-Problems“ – mit einer Umwidmung zum Kindergarten. Somit konnten „STRABAG Real Estate und die S+B Gruppe“, vereint als “DC Waterline", unbehindert loslegen.

Eine neue Zweigstelle der Büchereien Wien – und viele Fragen

  • Sonntag, 21. März 2021 @ 19:30
Ein Kommentar von Bernhard Gaishofer, Bezirkssprecher der KPÖ-Donaustadt

In der Seestadt Aspern entsteht gerade ein neuer Standort der Büchereien Wien. Im Gegenzug sollen dafür zwei altgediente Bücherei Zweigstellen im Bezirk schließen, was (nicht nur) bei Anrainer*innen einige Fragen und Befürchtungen hervorruft. Noch im Herbst dieses Jahres sollen die Bauarbeiten am neuen Büchereien – Standort, welcher sich am Bildungscampus der Seestadt Aspern befinden wird, fertiggestellt werden.

Laut den Informationen der Gemeinde Wien soll er „alle Stückeln spielen“: Neben einer barrierefreien Fläche von rund 550 m², fünf Öffnungstagen, 22000 Bücher bzw. Zeitschriften und anderen Medien wie DVDs, Spielen, usw. soll er auch einen Café Bereich und die Möglichkeit für Veranstaltungen beinhalten.

Wird das alles wie geplant umgesetzt, kann man durchaus erfreut sein. Immerhin ist es höchste Zeit, dass die Donaustadt, als großer und vor allem schnell wachsender Flächenbezirk, endlich ein modernes und großes Büchereizentrum erhält. Ohne an dem geplanten Projekt jedoch direkt etwas aussetzen zu wollen, wirft der Bau dieser neuen Bücherei gleichzeitig einige kritische Fragen auf.

Sonderbriefmarke zur Erinnerung an Margarete Schütte-Lihotzky

  • Sonntag, 14. Februar 2021 @ 21:44
Seit diesem Jahr gibt es von der österreichischen Post eine neue Sonderbriefmarke zu Margarete Schütte-Lihotzky. Grund genug sich noch einmal genauer mit dem Leben dieser beeindruckenden österreichischen Kommunistin und Architektin auseinanderzusetzten!

Schütte-Lihotzky wurde am 23. Jänner 1897 geboren und studierte in den 1910er Jahren Architektur an der Kunstgewerbeschule, der heutigen Universität für angewandte Kunst. Nach dem Studium kam sie mit der Siedlerbewegung in Kontakt, wo sie unter anderem Alfred Loos kennenlernte. In diesem Zusammenhang wurde sie auch mit den prekären Lebensverhältnissen (insbesondere der Wohnsituation) breiter Teile der Bevölkerung konfrontiert. Die Frage wie mit Hilfe von Architektur, neuen Techniken und einer fortschrittlichen Politik die Wohn- und Lebensverhältnisse der Menschen verbessert werden können, wurde dann auch zu einer ihrer Lebensaufgaben.

Keine große Zukunft für das Öffi-System in der Donaustadt?

  • Mittwoch, 13. Januar 2021 @ 22:39
Ein Kommentar von Bernhard Gaishofer (KPÖ Donaustadt) zu einem Irrtum der Wiener Linien bzgl. der geschlossenen S80 Stationen Lobau und Hausfelstraße

Anfang des Jahres war die Freude bei zahlreichen Donaustädter*innen und lokalen Initiativen groß als die Wiener Linien unter dem Motto „Blick in die Zukunft“ einen neuen Netzplan für die U-Bahn veröffentlichten. Zu sehen waren darauf nämlich auch die Schnellbahnlinien und hierbei war interessant, dass bei der Linie S80 die 2014 geschlossene Station Lobau und die 2018 geschlossene Station Hausfeldstraße verzeichnet war.

Initiativen wie „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“ oder die „Bürgerinitiative S80 Lobau“, welche sich jahrelang für die Wiedereröffnung der Stationen stark gemacht hatten, ebenso wie zahlreiche Bürger*innen dachten, dass die vielen Argumente bei der ÖBB endlich Früchte getragen haben und es zu einer lokalen Neubelebung der Strecke kommt.

Die Freude währte jedoch nur kurz, denn bald stellte sich heraus, dass die Wiener Linien irrtümlich eine veraltete Karte für ihre Grafik genutzt hatten, es sich bei der Veröffentlichung um ein Versehen handle und man natürlich „keine Gerüchte in die Welt“ setzten wollte. Auch Seitens der ÖBB wird laut Bezirkszeitung eine Wiedereröffnung der Stationen dezidiert ausgeschlossen.

Hierbei stellt sich mir jedoch die Frage: Warum eigentlich?

BGE als Licht am Ende des Tunnels?

  • Mittwoch, 18. November 2020 @ 10:45

Ein Gastbeitrag von Wolfgang Sigut

Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) erfährt durch Covid19 eine Aufmerksamkeit, die inzwischen breiteste Bevölkerungsschichten erreicht. Die Lockdowns bewirken, dass die soziale Marktwirtschaft und ihre Sicherungssysteme überfordert werden und zu nackter Existenzangst vieler Menschen führen. Staatliche Unterstützung, koste es was es wolle, als Alimentierungsmaßnahme, das hört sich gut an, ist aber unzureichend. Und wer und wie wird für entstehende Defizite dann geradestehen?

Krisen wie die Finanzkrise 2008 und nun die Pandemie bringen der Idee des BGE immer mehr Befürworter. Inzwischen liebäugeln sogar Vertreter der Gewerkschaft, wie der Betriebsratsobmann [Kronenzeitung 11.10.2020] des MAN-Werkes in Steyr, der auf die Frage „Sind Sie für ein bedingungsloses Grundeinkommen?“ antwortete: „Ja. Weil es sonst immer mehr Menschen geben wird, die unter der Brücke schlafen und denen, die ein Einkommen haben, eins über die Rübe hauen. Soziale Unruhen, das ist eine große Gefahr.”

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