Goethehof - Sichtbares Gedenken und Erinnern wird ermöglicht
- Mittwoch, 27. Mai 2026 @ 11:41
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Vergangene Woche fand im Klimacamp bei der kleinen Stadtfarm ein sogenanntes legislatives Theater zum Thema Hitze in Wien statt. Organisiert wurde dies vom „Theater der Unterdrückten“.
Aber klären wir zu Beginn noch die Frage was ein legislatives Theater überhaupt ist? Dabei handelt es sich um eine, in den 1990ern in Lateinamerika entwickelte Form des Theaters, welche politische Beteiligung und Auseinandersetzung niederschwellig ermöglichen soll. Konkret geht es darum, dass in Form eines Theaterstückes (lokale) Probleme dargestellt werden. Anschließend hat das Publikum die Möglichkeit in die Szenen einzugreifen und dargestellte Verhältnisse so zu verändern, dass aufgezeigt wird wie die Probleme gelöst werden könnten.
Nachdem bereits im Jahr 2021 die Büchereizweigstellen in Stadlau und Aspern geschlossen wurden, folgt demnächst die Schließung der Zweigstelle in der Bernoullistraße . Einen Ersatzstandort wird es so wie es aktuell aussieht nicht geben und auch eine Wiedereröffnung in den kommenden Jahren in einem neuen Gebäudekomplex am Schrödingerplatz ist „aufgrund der aktuellen budgetären Rahmenbedingungen“ unklar, wie es von offizieller Seite heißt. Und das ist eine Formulierung die die Alarmglocken schrillen lassen sollte, da hier im Zuge des Auszugs der Zweigstelle in Kombination mit der aktuellen Sparpolitik ein kultureller Kahlschlag zu befürchten ist!
Bei der Bezirksvertretungssitzung am 18. März 2026 brachte die KPÖ Donaustadt insgesamt acht Anträge bzw. Resolutionen ein, welche wir anbei im Wortlaut veröffentlichen möchten.Resolution - Öffentliche Büchereien in der Donaustadt sichern
Die Donaustädter Bezirksvertretung spricht sich dafür aus, sich für einen adäquaten Ersatzstandort der bisherigen Büchereizweigstelle Bernoullistraße einzusetzen und sich dafür zu engagieren, dass die Donaustädter Bevölkerung einen angemessenen Zugang zu öffentlichen Büchereien hat.
Eindrücke aus der Bezirksvertretung Donaustadt vom 18. März 2026
Da es zu keiner Erhöhung der Bezirksbudgets durch die Gemeinde kam, die allgemeinen Kosten jedoch steigen, kam es auch zu einer indirekten Kürzung der Bezirksmittel. Aufgrund der Tatsache, dass die Donaustadt noch über verhältnismäßig viele Rücklagen verfügt kam es aktuell zu keinen großflächigen Einsparungen auf Bezirksebene, wie dies in einigen anderen Bezirken geschah.
Die KPÖ Donaustadt brachte dennoch bei der letzten Bezirksvertretungssitzung eine Resolution ein in welcher mehr Angaben bzgl. des Bezirksbudgets und (damit verbundene Kürzungen, Einschränkungen,…) für die Donaustädter Bevölkerung gefordert wurde. Diese konkreteren Informationen wurden nun vor kurzem im Zuge der Präsentation des Donaustädter Budgets erläutert.
Die Veranstaltung in diesem Jahr stand unter dem Motto „Wir sind alle Antifaschist*innen“. Startpunkt war diesmal die Donaucitykirche nahe der U1 Station Kaisermühlen, von wo aus es gemeinsam zum Goethehof ging. Nach Redebeiträgen der beteiligten Organisationen und musikalischen Einlagen des Chors „Hor 29 novembar“, ging es zum Abschluss ins „Werkl“ im Goethehof. Dort klang die Kundgebung bei Speis bzw. Trank und dem gemeinsamen Singen von Arbeiter*innenliedern aus.
Beteiligte Organisationen waren unter anderem: Bündnis 12. Februar, Bund Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, Gewerkschaftlicher Linksblock – GLB, die Grünen, die Revolutionäre Kommunistische Partei – RKP, der KZ – Verband und natürlich zahlreiche unabhängige Einzelpersonen. Mit dabei war selbstverständlich auch die KPÖ - Anbei findet sich der Redebeitrag von Bezirksrat Bernhard Gaishofer, welcher als deren Vertreter sprach.
Neben dem massiven Kürzungsbudget der Gemeinde Wien wurden in den vergangenen Wochen ebenso die Budgets der Bezirke diskutiert, so auch in der Donaustadt. Warum von meiner Seite dem Bezirksbudget für die Donaustadt zugestimmt wurde, die allgemeine Einsparungspolitik der Gemeinde Wien aber aufs schärfste zu kritisieren und zu bekämpfen ist, möchte ich kurz darlegen.
Zur Einleitung darf ich meinen Redebeitrag zur Diskussion des Donaustädter Bezirksbudgets wiedergeben:
„Jeder liest es in den Medien, jeder spürt es selber: Wir sind in Wien gerade mit einem Kahlschlag konfrontiert: Auf der einen Seite gibt es massive Kürzungen in allen Bereichen, beispielsweise bei der Mindestsicherung, beim Eltern – Kind Zuschlag, bei Pensionist*innen, bei Förderungen für soziale Institutionen und Förderungen, usw. (diese Liste kann nun beinahe täglich erweitert werden). Auf der anderen Seite werden fast alle Gebühren durchgehend erhöht: Jahrestickt (wo es vor der Wahl seitens der SPÖ noch hieß, der Preis bleibe selbstverständlich gleich), beim Parken, bei Wien Energie, Hundesteuer….
Bericht von der Bezirksvertretungssitzung am 3. Dezember 2025, ergänzend zu unseren Online-Berichten über die KPÖ-Anträge und Anfragen und Kommentare zum Bezirksbudget und zu unserem Antrag nach Benennung eines Gemeindebaus nach der Familie Wundsam.