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Nachtruhe gegen Fluglärm

  • Sonntag, 23. Juni 2024 @ 14:30
Für die SPÖ Wien kein Thema! - Kritik der KPÖ-Donaustadt auch am Donaustädter Bezirksvorsteher

Am 20.6. gab es in der ORF-Sendung „Wien heute“ einen Beitrag zum Thema Nachtfluglärm. (Bis 20.7.2024 auf on.orf.at verfügbar)

Eine Nachtruhe für Flugzeuge von 23:00 bis 6:00 Uhr, welche für Bewohner*innen in Aspern, Eßling und Groß Enzersdorf eine deutliche Entlastung bringen würde, so lautet ein Vorschlag, der sich an einem am Flughafen Zürich erfolgreich praktizierten Modell orientiert.

Die Bürgerinitiative Lärmschutz Großgemeinde Groß-Enzersdorf widerspricht Gemeinderat Erich Valentin (SPÖ), der die Interessen der Stadt im seit 20 Jahre bestehenden Dialogforum Flughafen Wien vertreten sollte, aber im Vorschlag zur Einführung eines „Nachtflugverbotes von 23:00 bis 6:00 Uhr… keine Verbesserung“ für die vom Fluglärm betroffene Bevölkerung erkennen will.

Immerhin würden „mehr als die aktuell 4700 genehmigten Nachtflüge pro Jahr in der Zeit zwischen 23:30 bis 05:30 Uhr wegfallen.“ hält Adi Obrist, Sprecher der Groß-Enzersdorfer Bürgerinitiative sachlich entgegen.

„Für uns unverständlich bleibt ebenso, warum sich unser Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (SPÖ) in dieser Frage nicht auf die Seite seiner, insbesondere bei Südwind vom Fluglärm stark betroffenen Donaustädter Bezirksbevölkerung, stellt“, meinen wir von der KPÖ-Donaustadt.

Der Bezirksvorsteher vertröstet lieber auf den Bau einer 3. Piste am Flughafen Schwechat und eine technische Umsetzung der „Curved Approach“, deren technisch wirksame Umsetzung „sicher noch einige Zeit dauern wird“ und welche erst dann den Anflug des Flughafens über weniger dicht verbautes oder unbebautes Gebiet ermöglichen werde.

Den „Curved Approach“ gibt es in verschiedenen Ausführungen, sowohl für Piste 16 seit mehreren Jahren, (ältere Variante) und eine modernisierte Version für Piste 29, ungefähr seit Jahresanfang.

Und bezüglich der 3. Piste sei fraglich, ob sie, abgesehen von den wirtschaftlichen Aspekten, angesichts der Bemühungen den CO2-Ausstoß zu verringern und beim Bodenverbrauch zu sparen, überhaupt noch spruchreif werden kann," hält die Bürgerinitiative Lärmschutz aus Groß Enzersdorf fest.