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    Willkommen bei Kaktus
    Thursday, 17. August 2017 @ 11:40

    Baubeginn „K1“ erneut aufgeschoben–„Herr Bezirksvorsteher, bringen Sie endlich Licht ins Dunkel!“

    Nahversorgung statt ShoppingwahnDie KPÖ fordert eine BürgerInnenversammlung und stellt den Bau eines Sozialzentrums und die Einrichtung eines Wochenmarktes zur Diskussion

    Endlich ist es soweit! So dachten viele Kagranerinnen und Kagraner, als sie in der Donaustädter Bezirkszeitung (DBZ) lasen, dass mit dem Bau des 2008 präsentierten Einkaufszentrums „K1“ nun endlich begonnen werde.

    Um es vorweg zu nehmen: Der„für den Sommer, spätestens ab August“ angekündigte Baubeginn (siehe Kaktusbericht vom 07.07.200) wurde erneut auf unbestimmte Zeit verschoben.

    Bei den Bewohnerinnen und Bewohnern des Kagraner Platzes und ihres unmittelbaren Umfelds löst diese Nachricht Unmut, Enttäuschung und viele offene Fragen aus! Schließlich hat man ihnen neue Geschäfte zur Nahversorgung im Erdgeschoss eines solchen neuen Einkaufszentrums versprochen.

    Von politischer Seite aus„Licht ins Dunkel“ über die Ursachen und Hintergründe der bereits mehrmaligen Verschiebung zu bringen, wäre nach Ansicht der KPÖ-Donaustadt dringlich erforderlich. Sie ruft daher in einem Brief an den Bezirksvorsteher ihre Forderung nach Durchführung einer BürgerInnenversammlung, die noch vor den Wahlen stattfinden sollte, in Erinnerung.

    Unerträgliche Nahversorgungssituation bleibt weiter ungelöst!

    Zugegeben, zum Konzept eines „Multifunktionalen Zentrums“ wie es der Bezirksvorsteher 2008 noch knapp vor den Nationalratswahlen präsentierte (Kaktusbericht vom 18.09.2008), hat es in der Bezirksöffentlichkeit immer geteilte Meinungen gegeben. Ein neuerlicher „Shoppingtempel“ nach dem Muster des Donauzentrums, das mit seiner dazu geplanten Tiefgarage auch zu mehr motorisiertem Individualverkehr im Grätzel beitragen würde, so lauten dazu nicht unberechtigte Stimmen aus den Reihen der Kritiker des Projekts, die wir nicht vom Tisch wischen wollen und auch inhaltlich für nicht unberechtigt halten.

    Demgegenüber aber erhofften sich viele AnrainerInnen mit dem neuen Einkaufszentrum endlich eine Verbesserung in der Nahversorgung. Schließlich wurde ja versprochen, dass sie mit diesem Einkaufszentrum „K1“ endlich auch den dringend benötigten Supermarkt und andere der Nahversorgung dienende Geschäfte bekommen werden.

    Derzeit müssen sie um ihren Tageseinkauf erledigen zu können, entweder lange Fußmärsche in Kauf nehmen oder öffentliche Verkehrsmittel bzw. ein Auto benützen. Vor allem für ältere und kranke MitbewohnerInnen unseres Bezirkes ein unerträglicher Zustand, der es ihnen erschwert, ihren Alltag selbst und ohne fremde Hilfe bewältigen zu können.

    Wie bereits ausgeführt: Das für den Kagraner Platz versprochene Nahversorgungszentrum lässt weiter auf sich warten. Die Geduld der BewohnerInnen des Kagraner Platzes und seiner unmittelbaren Umgebung wird auf eine harte Probe gestellt.

    „K1“ bereits zum zweiten Mal gescheitert?

    Die Verwirklichung des von der Bezirksvorstehung im Jahr 2008 präsentierten Projekts des Multifunktionalen Zentrums „K1“ scheint bereits zum zweiten Mal gescheitert zu sein. Die Bezirksvorstehung sollte sich verpflichtet sehen, rasch und ohne Rücksichtnahme Licht ins Dunkel darüber zu bringen, worin die Gründe für den neuerlichen Abbruch der Bauarbeiten liegen und ob das geplante Projekt in absehbarer Zeit überhaupt Chancen auf Verwirklichung hat, meint in diesem Zusammenhang Johann Höllisch, Bezirkssprecher der KPÖ-Donaustadt, die sich auf Grund der aktuellen Situation neuerlich an den Bezirksvorsteher wendet.

    Eine andere Nutzung des fast zwei Jahren brach liegenden Grundstücks überlegen!

    Zu überdenken gilt es nach unserer Auffassung, ob an dem Projekt eines „Mulifunktionalen Zentrums“ noch immer festgehalten werden soll. Dies vor allem, weil mit dem Bau eines neuen Objekts, welches an der anderen Seite der U1 Station Kagraner Platz liegt, längst begonnen worden ist und dort unseren Informationen zufolge ebenfalls Geschäftslokale errichtet werden und mit ziemlicher Sicherheit ein Supermarkt dabei sein wird, der weit früher eröffnet werden wird, als beim „K1“ der Rohbau steht.

    Platz für einen Sozialmarkt!

    Die KPÖ führt in ihrem Schreiben an den Herrn Bezirksvorsteher daher auch aus, daß es auch ernsthaft zu überlegen sei, „ob das frei gebliebene Grundstück statt für einen großes Einkaufszentrum nicht besser als Ort für einen künftiges soziales Zentrum genützt werden sollte. Eine solche Einrichtung sollte auch einen Sozialmarkt nach dem Vorbild von Kapfenberg beinhalten. Das wäre eine Einkaufseinrichtung, in der Menschen mit normalen Einkommen zu üblichen Preisen und Menschen mit einem Einkommen unter der Armutsgrenze gleichzeitig zu verbilligten Preisen einkaufen können.“

    Ein Wochenmarkt käme auch allen gelegen, die am Kagraner Platz umsteigen!

    Außerdem würden wir es auch begrüßen, auf dem von einer solchen Einrichtung nicht genützten und übrig bleibenden Teil des Grundstückes einen Wochenmarkt einzurichten, auf dem landwirtschaftliche Betriebe aus unserem Bezirk, Floridsdorf, anderen Nachbarbezirken und aus dem angrenzenden Niederösterreich ihre Produkte direkt zum Verkauf anbieten können. Wäre die etablierte Politik schon im Jahr 2008 den seitens der KPÖ mit AnrainerInnen erarbeiteten Vorschlägen gefolgt, hätte eine solche Einrichtung (damals als Übergangslösung vorgeschlagen) schon mehr als ein Jahr erprobt werden können. „Ein solcher, am Freitag Nachmittag und Samstag Vormittag geöffneter, temporärer Markt würde das durch die Handelsketten oft einseitig dominierte Angebot an Lebensmitteln nachhaltig und mit frischen und gesunden Produkten aus der Region erweitern und käme nicht nur den BewohnerInnen rund um den Kagraner Platz, sondern auch vielen, die täglich von der U1 auf andere Linien des öffentlichen Verkehrs umsteigen, gelegen“ stellt die KPÖ-Donaustadt in ihrem Schreiben an den Bezirksvorsteher zur Diskussion.

    „Bleibt zu hoffen, dass die etablierte Politik noch vor den Wahlen Zeit findet, über unsere Vorschläge zu diskutieren und dazu Stellung zu nehmen,“ meint Johann Höllisch abschließend.

    Die voraussichtlich letzte Bezirksvertretungssitzung findet am Donnerstag, den 16.September statt. Über Ergebnisse, falls der Kagraner Platz dort Thema sein sollte, und auch über andere Reaktionen dazu werden wir die BesucherInnen unserer Website selbstverständlich auf dem Laufenden halten.

    Übrigens, was ist Ihre Meinung zu unseren Vorschlägen?

    Über zustimmende als auch kritische Stellungnahmen würden wir uns freuen!

    E-Mail: donaustaedter@kpoe.at
    oder unsere Postanschrift: KPÖ22 und ihr Kaktusteam, 1220 Wien, Wurmbrandgasse 17, Schreiben Sie uns!