Willkommen bei KAKTUS - Online / KPÖ-Donaustadt Dienstag, 21. September 2021 @ 21:06

Wohnen

Im Osten nichts Neues?

  • Freitag, 20. August 2021 @ 04:38
Beim Blick auf unsere Kaktusausgabe 3 /2019 beschleicht einen das Gefühl, dass sich vordergründig nichts verändert – Baustellen und Kräne soweit das Auge reicht, G´schichterl, dass dies alles notwendig für unsere „Enkerl“ sei, dubiose Flächenwidmungen und nicht zu vergessen der „Zankapfel“ Stadtstraße. Die Stadtregierung Rot-Grün hielt sich damals vornehm zurück – nach dem Motto Augen zu und durch.

Und plötzlich gerät diese unheilvolle Gemengelage ins Rutschen.

Soziales Wohnen statt Wohnungsspekulation!

  • Dienstag, 1. September 2020 @ 07:19
Wohnen
Eine Bestandsaufnahme von Bernhard Gaishofer*), Bezirkssprecher der KPÖ-Donaustadt

Wohnen ist ein bewegendes Thema. Spätestens vor Wahlen stellen die etablierten Parteien Verbesserungen der Wohnsituation in Aussicht. Gerade für die Donaustadt ist das eine relevante Frage, denn der 22. gehört zu den Stadtentwicklungsbezirken Wiens.

Es wird so viel wie nie gebaut, gleichzeitig steigen die Wohnkosten jedoch kontinuierlich. Für wen sind also die vielen Neubauten, und wer profitiert von der aktuellen Wohnbaupolitik in Wien?

Erkundigt man sich genauer, stellt sich schnell heraus, dass es sich bei einem großen Teil der Neubau-Projekte um Eigentumswohnungen handelt, welche als „Vorsorge- und Anlagewohnungen“ beworben werden.

*) Bernhard Gaishofer ist Spitzenkandidat für die Donaustädter Bezirksvertretung (Liste LINKS-KPÖ)

Europäische Initiative für mehr leistbares Wohnen

  • Montag, 23. Dezember 2019 @ 17:00
Ein Gastbeitrag von Sabine Karrer, Aktivistin der Europäischen BürgerInneninitiative „Housing for All"

Menschen gegen Profitgier: Fast überall in Europa explodieren die Preise fürs Wohnen. Die europäische Bürgerinitiative „Housing for All“ (Wohnen für alle) fordert von der EU Reformen, etwa beim Beihilferecht, bei der Schuldenbremse und der Zweckentfremdung durch Kurzzeitvermietungen.

Wohnen ist ein Grundbedürfnis und ein Menschenrecht. Damit darf genauso wenig spekuliert werden wie etwa mit Nahrung und Wasser. In der Realität wird mit „Betongold“ jedoch massiv Geld verdient. Während die Einen durch Spekulation immer reicher werden, werden in ganz Europa Menschen aus ihren Wohnungen und Häusern vertrieben, weil sie die ständig steigenden Kosten nicht mehr stemmen können. Tagtäglich finden unzählige Zwangsräumungen statt. Ganze Familien müssen kurzfristig bei Verwandten oder Freunden unterkommen oder landen auf der Straße. Rund 82 Millionen EuropäerInnen sind mittlerweile von den Wohnkosten überbelastet.

„Was werden’s da jetzt wieder für an Bledsinn herbauen?“

  • Samstag, 14. Dezember 2019 @ 16:11
Ein Kaktusbeitrag von KPÖ-Bezirkssprecher Bernhard Gaishofer

„Eine neue Wohnung für dein Enkerl vielleicht!“ So lässt die Gemeinde Wien gerade plakatieren, um auch uns DonaustädterInnen die vielen Baustellen schmackhaft zu machen. Grund genug, sich umzuschauen – immerhin ist gerade der 22. Bezirk der am schnellsten wachsende Teil von Wien und Wohnungen werden ja gebraucht!

Neuer Bildungscampus – Alte Probleme

Beginnen wir mit einer guten Nachricht: Der Bildungscampus Berresgasse wurde im September offiziell eröffnet. Laut Bildungsstadtrat Czernohorszky spielt der Campus „alle Stückln“. Er bietet Platz für rund 1000 Kinder und umfasst einen Kindergarten, eine Ganztagesvolksschule, eine Neue Mittelschule und diverse Freizeiteinrichtungen. Es ist erfreulich, dass endlich auch Geld für eine Bildungseinrichtung, welche in einem starken Wachstumsgebiet liegt, in die Hand genommen wurde. Schließlich sollen in der Berresgasse in den kommenden Jahren etwa 3000 neue Wohnungen entstehen. Auch ein „Gemeindebau Neu“ mit 229 Wohneinheiten ist geplant.

Über steigende Wohnkosten in der Donaustadt berichtet die DBZ

  • Sonntag, 21. April 2019 @ 07:25
Der KAKTUS deckt auch die Ursachen auf!

Die Donaustadt ist bereits der zweitteuerste Bezirk Wiens. Bereits vor einem Jahr im Mai 2018 hatte der KAKTUS (1. Bild) darüber berichtet, jetzt setzt auch „Die unabhängige DBZ-Donaustadt“ in ihrer Ausgabe Nr2/2019 – Seite 9 (2. Bild), nach und beruft sich, so wie wir im Vorjahr auf eine Mietpreis-Analyse der immowelt.at nach der im Jahr 2018 für Wohnungen in unserem Bezirk im Mittel 14,70 Euro /m2 verlangt werden. (Das sind 4% mehr als im Vorjahr). Nur in der Inneren Stadt (1.Bezirk) haben MieterInnen für ihre Wohnungen mit 16,80 Euro (um 8% gestiegen) im Mittel mehr zu bezahlen. Soweit die aufgezählten Fakten – Für KAKTUS-LeserInnen sind sie keine Neuigkeit!

„Das knappe Wohnungsangebot sowie aufwändig sanierte Altbau-Immobilien verteuern die Preise“ ist in der DBZ dazu zu lesen. Warum obwohl der Bauboom in unserem Bezirk weiter anhält, im Widerspruch dazu die Preise trotzdem weiter steigen, lässt der DBZ-Artikel allerdings unbeantwortet.

Neues zum Wohnen

  • Sonntag, 4. November 2018 @ 09:16
Wohnen Was erwartet uns in der Donaustadt und anderswo? - Ein Bericht aus der letzten Kaktuszeitungsausgabe

Der Herbst und das Jahr 2019 sollen einige Änderungen in der Wohnpolitik bringen: In der Donaustadt entsteht der erste Gemeindebau NEU, die Wiener Bauordnung wird novelliert und die schwarz-blaue Regierung erarbeitet gerade eine Mietrechtsnovelle.

Auf dem Weg zu einem „Bobo“-Bezirk?

  • Freitag, 1. Juni 2018 @ 08:34
14,10 Euro/m2 Miete macht die Donaustadt zum zweitteuersten Bezirk

Wie Radio Wien und mehrere Tageszeitungen in der Osterwoche berichteten, sind die Wiener Mieten innerhalb des vorigen Jahres erneut um 6% (!!!) gestiegen. Das geht aus Daten der Immobilienplattform immowelt.at hervor. Hinter dem ersten Bezirk (Innere Stadt) mit einem aktuellen Mietpreis von 15,10 Euro pro m2 (im Median) ist die Donaustadt mit 14,10 Euro pro m2 bereits zum zweitteuersten Bezirk geworden und liegt damit bereits vor Mariahilf und Neubau. Gebetsmühlenartig hatte die SPÖ in den vergangenen Jahren die im Bezirk überdurchschnittliche Bautätigkeit mit dem Argument dringend notwendigen zusätzlichen leistbaren Wohnraums verteidigt. Im Gegensatz dazu liegt der Grund für das hohe Preisniveau in der Donaustadt unter anderem an den zahlreiche Neubau-Wohnungen, die in unserem Bezirk derzeit auf den Markt kommen. Wir haben seit je her hinterfragt, ob der massive „Wohnungsneubau in unserem Bezirk wirklich das Kriterium des sozialen Wohnbaus erfüllt.“

Wohnen wird immer teuer! – Auch in der Donaustadt!

  • Freitag, 6. April 2018 @ 14:50
Unser Bezirk hat die bereits zweitteuersten (!) Mieten Wiens

Darüber berichteten vor Ostern mehrere Tageszeitungen, Radio Wien und zuletzt (in einer kleinen Randnotiz) auch die, sich als parteipolitisch unabhängig bezeichnende bz-Wiener Bezirkszeitung in ihrer Ausgabe für die Donaustadt.

Die KPÖ fühlt sich in ihrer in den letzten Monaten durchgeführten Unterschriftenkampagne „Wohnen darf nicht arm machen“, worüber der Kaktus mehrmals berichtet hat, bestätigt.

In seiner nächsten Zeitungsausgabe (erscheint im Mai) wird der Kaktus dazu mehr „Licht ins Dunkel" der Ursachen und politischen Verantwortung bringen.

Bild: Eine frühere Aktion der KPÖ-Donaustadt gegen den Mietzinswucher. (2008)

KPÖ-Kampagne aktueller denn je!

  • Samstag, 17. Februar 2018 @ 09:38

Ende April 2017 hat die KPÖ eine bundesweite Kampagne unter dem Titel „Wohnen darf nicht arm machen“ gestartet.

Ausgangspunkt war das von Regierungsseite nicht eingehaltene jahrelange Versprechen eines modernen und sozialen Mietrechts. FPÖ-Chef Strache (damals noch in Opposition) hat im Nationalratswahlkampf die hohen Mietpreise in Wien beklagt, die er als Katastrophe bezeichnete. Vor der Wahl forderte er „50m2 Wohnungen um 300 Euro Miete“.

Die FPÖ nimmt ihre Maske ab!

Jetzt nach der Wahl in Regierungsverantwortung hat die FPÖ mit der ÖVP in ihrem türkis-blauen Regierungsprogramm Maßnahmen vereinbart, die das Wohnen insbesondere in Wien wesentlich verteuern werden.

So will die KPÖ das Wohnen leistbar machen

  • Freitag, 6. Oktober 2017 @ 14:58

Flo­ra Pe­trik, Clau­dia Klimt-Weitha­ler und El­ke Kahr prä­sen­tier­ten In­i­tia­ti­ve
für leist­ba­res Woh­nen

Vor dem Sommer startete die KPÖ unter dem Titel „Wohnen darf nicht arm machen“ eine bundesweite Kampagne für leistbares Wohnen. Nun präsentierten die Grazer KPÖ-Stadträtin Elke Kahr, LAbg. Claudia Klimt-Weithaler ( KPÖ Klubobfrau im steirischen Landtag und KPÖ-PLUS Spitzenkandidatin in der Steiermark) und Flora Petrik, (Wiener KPÖ-PLUS Spitzenkandidatin), im Rahmen einer Pressekonferenz in Graz den Zwischenstand der Initiative.

Zwei Drittel der 10.000 Unterschriften wurden bereits gesammelt.

Ihre Unterschrift zählt auch nach der Wahl!

Baulöwen und Immobilienhaie in der Donaustadt unterwegs

  • Donnerstag, 7. September 2017 @ 07:20
von Margarete Lazar – parteiunabhängige Kaktusmitarbeiterin
(Sie kandidiert im Wahlkreis Wien Nord auf Listenplatz 7)

Mantraartig erzählt man uns seit Jahren, dass Wien wächst und wächst und daher immer mehr gebaut werden muss, um diese vielen Menschen unterzubringen. Unsere Donaustadt mit ihren „Freiflächen“, eigentlich lange Zeit landwirtschaftlich genutzt, ist besonders in den Fokus von Bauträgern und Investoren geraten – mit eigenartigen Auswüchsen.

Traditionell gab es in der Donaustadt Reihenhaussiedlungen, Einfamilienhäuser und viele Gemeindebauten. Vor der letzten Gemeinderatswahl wurde von der Stadtregierung die Devise ausgegeben, dass Wien wieder Gemeindebauten – so wie in den glorreichen Zeiten des „Roten Wien“ – bauen würde, um die Wohnungsnot zu mindern und durch eine angemessene Zahl von verfügbaren Wohnungen auch die Mieten wieder in erträgliche Höhen zu drücken.

Wenn man sich jedoch jetzt die Bautätigkeit im Bezirk anschaut, geht es vor allem um frei finanzierte, für den Durchschnittsbürger absolut unerschwingliche „Luxuswohnungen“, die vor allem von bekannten Bauträgern und Investoren – im Volksmund auch und das nicht ohne Grund „Baulöwen und Immobilienhaie“ genannt – „entwickelt“ und verkauft werden.

Thema Wohnen im Mittelpunkt einer Wahlinfoaktion in Kaisermühlen

  • Freitag, 18. August 2017 @ 19:20
Gelungene KPÖ Plus - Infoaktion bei der U1 Kaisermühlen

Auf große Resonanz stieß die am Freitag, 18.August bei der U1 in Kaisermühlen stattgefundene Infoaktion von KPÖ PLUS. Zahlreiche Vorbeikommende nutzten die Gelegenheit die von der KPÖ bundesweit gestartete Unterschriftenaktion an den Nationalrat „Wohnen darf nicht arm machen“ zu unterschreiben.

An noch Unentschlossene wurden Folder über Inhalt und Zweck der Kampagne verteilt. Es gehe darum, dass das unter den Fingernägeln brennende Thema Wohnen nicht nur vor den Wahlen in Sonntagsreden sondern auch im neugewählten Parlament zwingend zur Sprache kommt.

Wohnen darf nicht arm machen!

  • Dienstag, 13. Juni 2017 @ 10:41
KPÖ-Kampagne für leistbares Wohnen

Immer mehr Menschen können sich das Wohnen nicht mehr leisten, ohne eine selbst sehr bescheidene Lebensführung zu gefährden. Die Bundesregierung hat Abhilfe durch ein modernes, soziales Mietrecht versprochen, ist aber untätig geblieben. Deshalb hat die KPÖ Ende April eine bundesweite Kampagne unter dem Titel „Wohnen darf nicht arm machen“ gestartet.

Damit wird ein auch in der Donaustadt aktuelles, in vielen Kaktus-Beiträgen angesprochenes und unter den Fingernägeln brennendes Thema aufgegriffen.

2017 - Deutliche Steigerungen bei Richtwertmieten stehen bevor!

  • Montag, 2. Januar 2017 @ 11:06
Auch Im Jahr 2017 bietet die KPÖ in der Donaustadt kostenlose Erstberatung in Mietrechtsfragen.

Seit vielen Jahren ist der WIEN ANDERS-Bezirksrat Josef Iraschko aus unserem Nachbarbezirk der Leopoldstadt in unserem Bezirk als MieterInnenberater für die KPÖ-Wien tätig. Seit dem Jahr 2012 befindet sich das von ihm geleitete MieterInnen-Selbsthilfezentrum (MSZ), im Goethehof in Kaisermühlen. Dort wird kostenlose Erstberatung und Hilfe zu Wohnungs- und Mietenfragen geboten, die - da das Selbsthilfe-Zentrum mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist - auch Hilfesuchenden außerhalb der Donaustadt zur Verfügung steht.

„Im Jahr 2017 steht eine deutliche Erhöhung bei Richtwertmieten bevor.“ stellt Josef Iraschko fest und führt dies auf einen „SPÖ Sündenfall“ aus dem Jahr 1994 an dem die heutige Donaustädter SPÖ-Vorsitzende, Nationalrätin Ruth Becher, „ als damalige Chefin der SPÖ-Mietervereinigung beteiligt war“, zurück.

Kostenlose MieterInnen-Erstberatung:
Goethehof, Schüttaustr. 1-39, 1220 Wien
Tel.: 01/480 88 33, E-Mail: mieterselbsthilfe.kpoe@sichelschmiede.at

Wegen der Wohnung warats…

  • Dienstag, 8. November 2016 @ 08:46
Vor den letzten Wahlen in Wien wurde viel von einer „großen Wohnbauoffensive“ gesprochen.

Was ist daraus geworden? Es ist keine Neuigkeiten, dass die Forderung nach günstigen Wohnungen immer lauter wird. Bereits im Jahr 2015 wurde in Studien gezeigt, dass die WienerInnen durchschnittlich rund ein Drittel ihres Einkommens für das Wohnen ausgeben müssen (Betriebskosten nicht berücksichtigt!). Die Tageszeitung „Die Presse“ schrieb, dass in Wien die Betriebskosten für Wohnungen mit durchschnittlich 143,5 Euro österreichweit am höchsten sind…

Auf Grund dieser Entwicklung kündigten Bürgermeister Häupl und Wohnbaustadtrat Ludwig im Jahr 2015 an, erstmals seit 2004 wieder „richtige“, d.h. im Eigentum von Wiener Wohnen befindliche und an günstige Mieten gebundene, Gemeindewohnungen zu bauen. Rund 4000 Wohnungen sollen so in den nächsten fünf Jahren entstehen. In Anbetracht des wachsenden Bedarfs ist diese Zahl zwar nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber immerhin. Zusätzlich soll der Bau von „geförderten Wohnungen“ durch soziale Bauträger vorangetrieben werden.

Gemeindebau NEU – auch für Transdanubien?

Wohnraum statt Spekulationstraum

  • Sonntag, 5. Juli 2015 @ 07:56

ORF-Teletextmeldung vom 19.6.2015

Eine Pressekonferenz der SPÖ-Bezirksvorsitzenden – Simon Fischer war dabei

In der Causa (Wurm/Gewog) steht die SPÖ in einem medialen Kreuzfeuer. Das bot für die Nationalrätin Ruth Becher, Wohnungssprecherin und Donaustädter Bezirksvorsitzende, Anlass dafür, gemeinsam mit Nadja Shah, Bundesgeschäftsführerin der Mietervereinigung, und mit Harald Glatz, Konsumentensprecher des Pensionistenverbandes Österreichs, eine Pressekonferenz im Cafe Falk im 22. Bezirk durchzuführen.

Zur Diskussion sollte die „Vorsorge-Spekulationswohnung“ stehen; über die Causa Wurm könnte nur oberflächlich Auskunft gegeben werden, schließlich wüssten die Anwesenden erst „seit Montag“ aus der Zeitung Bescheid und es wäre ohnehin „legal“. WIEN ANDERS entschied spontan, der Pressekonferenz einen Besuch abzustatten. Mit dabei war der Josefstädter Bezirksrat Christoph Ulbrich, der bei den kommenden Wahlen auf dem 4. Listenplatz der Gemeinderatsliste für WIEN ANDERS kandidiert.

Wahlzuckerln reichen uns nicht!

  • Mittwoch, 13. Mai 2015 @ 07:05
Bernhard Gaishofer, KPÖ-Bezirkssprecher, Donaustädter Aktivist von WIEN ANDERS

Ein lächelnder Bürgermeister Häupl, welcher verheißungsvoll einen Wohnungsschlüssel reicht, hinter ihm zahlreiche Baukräne, die in den Himmel ragen. So kündigt die Wiener SPÖ auf Plakaten die Wiederaufnahme des kommunalen Wohnbaus, also den Bau von Gemeindebauten an, da er (unter anderem) ein wirksames Mittel wäre, um leistbare Wohnungen zu gewährleisten.

Eines vorweg: unterstützenswert! Auch wenn in diesem Zusammenhang das Verhalten der SPÖ in den letzten 10 Jahren, in welchen sie sich kategorisch wehrte, Gemeindebauten zu errichten, etwas befremdlich wirkt. So wurde die Forderung der KPÖ, dass die Gemeinde Wien wieder „richtige“ Gemeindebauten errichten soll, bisher wiederholt mit dem Argument abgeschmettert, dass der die Auslagerung des Wohnbaus an „soziale“ Bauträger für die Gemeinde billiger und der soziale Wohnbau trotzdem gewährleistet wäre.

Laut ersten Bekanntgaben sollen in den nächsten fünf Jahren rund 4000 Gemeindewohnungen errichtet werden, was zwar ein Schritt in die richtige Richtung , aber in Anbetracht der aktuellen Wohnungsnot viel zu wenig ist. Interessant zu erfahren wäre in diesem Zusammenhang jedoch, wann und wie viele Gemeindebauten in der Donaustadt errichtet werden. Immerhin ist der 22. einer der am meisten wachsenden Bezirke.

Nachgefragt bei der Grazer Wohnungsstadträtin

  • Mittwoch, 4. März 2015 @ 17:30
Ein Kaktusgespräch mit Elke Kahr

Im Gegensatz zur KPÖ, die auch in Wien die Wiederaufnahme des kommunalen Wohnbaus fordert (siehe dazu auch der Kommentar von Bernhard Gaishofer) beschränkte sich die Gemeinde Wien seit vielen Jahren auf die Vergabe von Fördermittel an gemeinnützige Wohnbauträger. Dieser Weg komme billiger, als selbst Wohnungen zu bauen, meint dazu Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und verteidigt, dass in Wien seit 2004 keine einzige neue Gemeindebauwohnung mehr gebaut wurde, noch vor kurzem. In der Zwischenzeit hat Bürgermeister Häupl im Hinblick au f die kommenden Wahlen versprochen, die Stadt Wien werde wieder selbst Gemeindewohnungen bauen. SPÖ-Wien: 1 Schritt vor, ein 3/4 Schritt zurück

Um zu dieser und anderen Fragen mehr Licht ins Dunkel zu bringen, hatte sich der Kaktus im Jänner an die Grazer KPÖ-Wohnungsstadträtin Elke Kahr gewandt. Sie übt dieses Amt, von ihrem Vorgänger Ernest Kaltenegger übernommen, seit 2005 aus. 2012 hat sie mit ihrem Team bei den letzten Grazer Gemeinderatswahlen einen fulminanten Wahlerfolg mit einem Stimmenanteil von über 20% eingefahren. Sie wurde von den WählerInnen eindrucksvoll bestätigt.

Hier unsere Fragen und ihre Antworten:

Leistbares Wohnen ist ein Grundrecht

  • Donnerstag, 26. Februar 2015 @ 16:28
Ein Kommentar von Bernhard Gaishofer (Bezirkssprecher der KPÖ Donaustadt)

Lang ist es her, seit StadtplanerInnen aus der ganzen Welt auf das „Rote Wien“ blickten, um von dem fortschrittlichen Wohnbauwesen zu lernen. Heute sieht die Sache ganz anderes aus: Das Ende des kommunalen Wohnbaues, Gesetzesänderungen im Mietrecht, massive Steigerung der Betriebskosten und Immobilienspekulation führten dazu, dass die Kosten für das Wohnen explodierten.

Was die SPÖ unter „leistbarem“ Wohnen versteht…

In der Vergangenheit war Wien für die ganze Welt ein Vorbild im Bereich des sozialen Wohnbaus. So gelang es der Gemeinde Wien in der 1. Republik und zu Beginn der 2. Republik, durch massive Eingriffe in den Immobilienmarkt und zahlreiche soziale Maßnahmen, wie beispielsweise für den Wohnbau zweckgebundene Steuern auf Vermögen, tausende günstige Wohnungen zu errichten und somit den Lebensstandard eines großen Teils der Bevölkerung stark zu erhöhen. Dem entgegen steht die aktuelle Situation...

Kritik an „Wiener Wohnen“ aus dem Albert Schultz-Hof

  • Sonntag, 15. Februar 2015 @ 04:09
Wohnen Unzufriedene Mietervertreter wollen sich nicht länger hinhalten und täuschen lassen.

Massive Kritik an dem erst kürzlich im Wiener Gemeinderat beschlossenen neuen Mietermitbestimmungsstatut übt der Mieterbeirat des Albert Schultz-Hofes in der Erzherzog Karl-Straße 65-79 in Neu-Kagran. Der neue Gesetzestext, der die Rechte der in den Gemeindebauten von den MieterInnen und Mietern gewählten Mieterbeiräte regelt, sei trotz massiver Kritik „einfach durchgewunken“ worden. Das neue Statut habe sich „zum Nachteil der Mieter, WESENTLICH - WESENTLICH - WESENTLICH verschlechtert“.

So wurde von MietervertreterInnen aus einem Gemeindebau in Favoriten beklagt, dass mit dem neuen Gesetz Mieterbeiräte künftig „mit zum Teil unerfüllbaren Pflichten belegt und vieler ihrer bisherigen Mitbestimmungsmöglichkeiten entkleidet“ würden.

Wohnungsübergaben im "Boom-Bezirk Donaustadt"

  • Freitag, 16. Januar 2015 @ 18:08
Wohnen Was die etablierte Politik heute für „supergünstige Wohnungen" hält.

Im Dezember nahm der Wiener Wohnbaustadtrat Michael Ludwig gemeinsam mit Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (beide SPÖ) Wohnungsübergaben in der Polgarstraße 30a bzw. 32 vor. Laut einer OTS Presseaussendung vom 10.12.2014 habe es sich bei den Projekten, die aus dem einem Bauträgerwettbewerb „Kostengünstiges Wohnen" hervorgegangen sind, um „besonders kostengünstige Mietwohnungen“ gehandelt,

Eine wohnpolitische Offensive von unten ist dringend notwendig!

  • Samstag, 6. Dezember 2014 @ 07:35
Meint Josef Iraschko vom MieterInnenselbsthilfezentrum der KPÖ-Wien in Kaisermühlen

Wir vom Goethehof in der Schüttaustraße können ein Lied davon singen, wie umfangreiche Sanierungsmaßnahmen die Mieten um mehr als 100% steigen lassen und für viele KleinverdienerInnen unerschwinglich machen. Und das trotz Subvention der Gemeinde in Millionenhöhe. Da nützt auch der Hinweis auf Beihilfen nicht, denn die Verdienstgrenzen sind seit über 30 Jahren nicht angehoben worden, so dass durch die Inflationsentwicklung selbst KleinstverdienerInnen nicht mehr in den Genuss einer Mietzinsbeihilfe kommen.

Wir von der KPÖ fordern daher, dass die Kosten von Sanierungsmaßnahmen nicht weiterhin zu 100% von den MieterInnen getragen werden, sondern zu einem Drittel von den EigentümerInnen, einem Drittel durch Förderung durch die Stadt und nur ein Drittel soll auf die MieterInnen überwälzt werden können. Warum wir MieterInnen 100% der Sanierungskosten tragen müssen, wie es das Mietrechtsgesetz vorschreibt, ist kaum nachvollziehbar, von der Wertsteigerung profitiert in unserem konkreten Fall letztlich nur WIENER WOHNEN.

Der Mietzinswurm geht wieder um!

  • Sonntag, 6. April 2014 @ 06:19
Kein Aprilscherz!

Mit 1. April gibt es saftige Mieterhöhungen für AltbaumieterInnen. Die Kategoriemieten (bei Verträgen vor 1994) steigen um durchschnittlich 5,5%, die Richtwertmieten (bei Verträgen nach 1994) um durchschnittlich 4,6%. Auch die Verwaltungskosten verteuern sich auf Grund der Koppelung an den Kategorie-A-Mietzins um 5,5% für alle Altbauwohnungen (vor 1953 erbaut).

Bild: Eine KPÖ-Aktion für einen Mietzinsstopp im Goethehof im Jahr 2008

Goethe-Hof: Es ist nicht alles Gold, was glänzt

  • Samstag, 21. Dezember 2013 @ 17:09
Wohnen „Wiener Wohnen“ – die Mühlen mahlen gelegentlich langsam (und seltsam)

Er ist einer der schönsten der vielen Gemeindebauten, die das „Rote Wien“ in den Zwanziger- und Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts errichtet hat: Der Goethe-Hof in Kaisermühlen. Und wenn er auch schon in die Jahre gekommen ist und eine umfassende Sanierung in den nächsten Jahren erforderlich werden wird, ist es schön, in dieser weitläufigen Anlage am Kaiserwasser zu wohnen. Doch nicht immer ist die Freude ungetrübt. Eine Mietervertreterin hat sich im August an „Wiener Wohnen“ gewendet und darauf hingewiesen, dass auf einer Stiege auf Fensternischen Tauben nisten und die Stiegenverglasung verschmutzen. Die Hausverwaltung hat angesichts des damit verbundenen sanitären Übelstandes rasch Abhilfe versprochen. Etwa drei Monate später war es dann tatsächlich so weit, ein Taubengitter ist gespannt worden. Anscheinend hat man bei „Wiener Wohnen“ einen etwas weiten Zeitbegriff.

Bienenzuchtverein?

  • Freitag, 13. Dezember 2013 @ 19:00
Wohnen Von Wolfgang Sigut (KPÖ-Sympathisant)

Die Siedlungsunion ist eine millionenschwere Genossenschaft. Wahrlich, bei einer Bilanzsumme von 219 Millionen Euro im Jahre 2012 und einem Überschuss von Euro 507.000, kann nicht von einem Bienenzuchtverein gesprochen werden. Sie ist eine Baugenossenschaft in Wien, die 7.613 Wohneinheiten verwaltet. Viele davon bei uns in der Donaustadt, wie in den Siedlungsunion-Sprengel Freihof, Mein Heim, Plankenäcker, Müllnermais und Lyssenwasser.

Das Wesen einer Genossenschaft ist das Wirtschaften ohne Gewinnstreben. Ihr Ziel ist nicht das Erzielen von Erträgnissen, sondern die Förderung des Wohls ihrer Mitglieder. Dadurch unterscheidet sie sich entscheidend von Kapitalgesellschaften wie AG oder GesmbH. Bei der Siedlungsunion kann man sich jedoch nicht des Eindrucks erwehren, dass anders vorgegangen wird. Die jährliche Erhöhung des Eigenkapitals aus erzieltem Gewinn dient ihr zur Expansion im Wohnbau und das ist durchaus im Interesse der Gemeinde Wien. Die hat sich ja 2004 vom eigenständigen Kommunalwohnbau verabschiedet und vertraut darauf, dass andere bauen.

Grundrecht Wohnen, gewollte Bürde?

  • Freitag, 20. September 2013 @ 10:46
Von Wolfgang Sigut (parteiloser NR- Kandidat der KPÖ) aus der Freihof-Siedlung.

Ganz Wien stöhnt unter immer höher werdenden Wohnkosten, die Stadtregierung überlegt fieberhaft Gegenstrategien. Die gibt es. Wenn gewollt, dann stünden geeignete Instrumentarien zur Verfügung. Wie zur Zeit der 1. Republik, wo ähnliche, aber sicher noch ärgere Zustände herrschten. Während des 1. Weltkrieges war Wien sprunghaft auf 2 Mio. Einwohner angewachsen, 3/4 der Wiener Wohnungen waren überbelegt. Untermieter „Bettgeher“ (Schlafstätten wurden stundenweise analog der Schichten in Fabriken benutzt) waren an der Tagesordnung.

Auch Donaustädter Mietervertreter teilen Kritik an "Wiener Wohnen"

  • Dienstag, 18. Juni 2013 @ 07:11
Wohnen "Fair mieten" - keine Rede von einem anonymen Fragebogen!

Diese Kritik wird auch vom Mieterbeirat des „Albert Schultz-Hofs“ in der Donaustadt geteilt, deren Obmann Wolfgang Ortmayr sich in einer Aussendung darüber darüber freut: „…dass auch andere Mieter und Mieterbeiräte aus Wohnhausanlagen von Wiener Wohnen - die Situation um Wiener Wohnen und die damit verbundene Geldverschwendung erkannt haben“ und auf „…die zahlreichen Medien und Medienvertreter“...welche nebst politischen Fraktionen davon Kenntnis haben“, hofft.

"Wiener Wohnen sollte mehr auf die Kritik der Mieter und der von ihnen gewählten MieterInnenbeiräte hören! Das würde billiger kommen, als teure und umstrittene Umfragen , letzlich von den GemeindemieterInnen selbst bezahlt oder aus Steuer und Gebühreneinnahmen finanziert, in Auftrag zu geben, Und welch ein Zufall wenn solches immer knapp vor Wahlen kommt!", meint dazu Johann Höllisch, Bezirkssprecher der KPÖ-Donaustadt und erinnert auf die im Kaktus in seiner Ausgabe Ende 2012 aufgezeigten Mißstände im Albert Schultz Hof in Neu-Kagran.

Erzherzog-Karl-Straße 65-79: „Optimierung“ – zu wessen Gunsten?

  • Sonntag, 9. Dezember 2012 @ 06:58
Kaktusgespräch mit dem Obmann des Mieterbeirats Wolfgang Ortmayr

Unser Bezirk verfügt nicht über viele Gemeindebauten aus der Zeit des „Roten Wien“, einer davon – die in den Jahren 1928 bis 1930 errichtete Anlage mit rund 200 Wohnungen in der Erzherzog-Karl-Straße bei der Donaustadtstraße – ist in die Jahre gekommen und bedarf dringend einer Instandsetzung. Die Art und Weise wie die Stadt Wien das Problem zu lösen sucht, ist allerdings sehr zu hinterfragen.

Der Kaktus hat sich an Ort und Stelle umgesehen und mit dem Obmann des Mieterbeirates, Herrn Wolfgang Ortmayr, gesprochen.

KPÖ-Ideen für leistbares Wohnen

  • Donnerstag, 6. Dezember 2012 @ 09:38
Weiter im Gespräch bleibt der Vorschlag von Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, eine Mietzinsobergrenze von sieben Euro pro Quadratmeter einzuführen.

Justizministerin Karl lehnt aber eine solche Obergrenze ab.

Und Bundeskanzler Faymann meint nur, er unterstütze den Vorschlag des Wiener Wohnungsstadtrats Ludwig, der "über eine Deckelung von Zuschlägen" reden will. Ludwig fordert, dass "die Zuschläge privater Vermieter maximal 25 % des Richtwertzinses" ausmachen sollen.

Neu vermietete Gemeindewohnungen werden um 10 % teurer

  • Sonntag, 21. Oktober 2012 @ 07:41
Kostenlose Mietrechtsberatung in der Donaustadt - eine Initiative der KPÖ-Wien

Ab sofort werden nun alle neu vermieteten Gemeindewohnungen um rund 10 Prozent teurer.

Rund 12.500 Gemeindewohnungen (die dem Kategoriemietzinssystem unterworfen sind) werden pro Jahr in Wien frei. Damit können pro Jahr zwar 12.500 Gemeindewohnungen neu vergeben werden, doch zugleich kommt bei Neuvermietungen das wesentlich teurere Richtwert-System zur Anwendung.

Kostet z.B. eine Wohnung der Kategorie A nach Kategoriemietzinssystem derzeit € 3,25/qm, so kostet selbige Wohnung, wenn sie nach dem Richtwert-System vergeben werden kann € 5,16/qm. Die vollkommen idente Wohnung ist also um 58,77 % teurer.

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