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    Willkommen bei Kaktus
    Sunday, 28. May 2017 @ 20:26

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    Also doch: Computer aufzeichnen und ausschneiden!

    Brief eines Lehrers
    von Karl Gugler (im Bild rechts, kandidiert zur NR-Wahl auf der Regionalliste der KPÖ für die Donaustadt und Floridsdorf an zweiter Stelle)

    Was ich im letzten Kaktus schon vorhergesehen habe, ist auch prompt eingetreten. Die vier Computersäle sind an der AHS Theodor Kramer Str. tatsächlich errichtet worden. Von passendem Mobiliar und erforderlichen PCs fand sich aber - sieben Tage vor Schulbeginn - keine Spur.

    Jener Kollege, dem wir die Netzwerkadministration übertragen haben, hat durch seine fast ständige Anwesenheit während der Ferien und seine Hartnäckigkeit - er stammt aus der Steiermark und ist demnach ausreichend zäh - durchgesetzt, dass sogar ein Serverraum baulich eingerichtet wurde. Dass er auch die erforderliche Hardware bekommen werde, dass er darum trickreich verhandelt habe, sagt er. Er glaubt daran, weil er - wie so viele Lehrer/innen - den Schüler/innen Qualität bieten will. Und er schleppt jetzt schon Kiste für Kiste in den Keller und seine zwei Söhne helfen dabei mit, gratis versteht sich.

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    Nein, Frau (Stadtschulrats-) Präsidentin, so nicht, bitte!

    Brief eines Lehrers - von Karl Gugler, AHS Theodor Kramerstraße

    Ich war wohl etwas zu euphorisch, Frau Präsidentin, als ich Ihnen in meinem letzten "Brief eines Lehrers" meinen Dank ausgesprochen habe. Ich nehme ihn vollinhaltlich zurück! Ich stimme Ihnen immer noch zu, wenn Sie die Neue Wiener Mittelschule realisieren und die Zahl der verfügbaren (AHS-)Schulplätze für Donaustädter Kinder innerhalb des Wohnbezirkes erhöhen wollen. Und wir tun auch etwas dafür! Wir nehmen gerne 60 zusätzliche ErstklasslerInnen auf, obwohl das Produkt aus 2 mal 25 doch eigentlich 50 ist. Das Schulhaus, obwohl für 32 Klassen gebaut, wird die 39 Klassen schon irgendwie verkraften. Na ja, das Haus sicherlich, aber wir, die SchülerInnen und LehrerInnen? Wir werden also die Zahl der ErstklasslerInnen um 40 Prozent erhöhen - und was tun Sie?

    Sie erhöhen nicht unser laufendes Budget, so wie das jedem nichtsahnenden Menschen auf der Straße einleuchten würde, nein, Sie kürzen es! Und gleich um ganze 15 Prozent!

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    Herzlichen Dank, Frau Präsidentin!

    Brief eines Lehrers - von Karl Gugler, AHS Theodor Kramerstraße

    Aufrichtig! Ich habe mich wirklich gefreut über Ihre Entscheidung, dass jede/r Schüler/in der Donaustadt, der/die einen AHS-Platz braucht, den jetzt auch innerhalb des Wohnbezirkes erhalten wird. Diese Kosten werden jetzt nicht mehr gescheut. Vielleicht hat das auch ein bisschen mit dem Wiener Wahltermin in 2 Jahren zu tun. Das aber relativiert das Faktum nicht. Danke!

    Voll werden sie sein - unsere zusätzlichen ersten Klassen in der AHS Theodor Kramer Straße. Übervoll schon wird unser Haus sein. Statt 32 - dem Hauskonzept entsprechenden - Klassen werden jetzt schon 37 geführt; nächstes Schuljahr werden es 39 sein, danach 41! Und NACH den Wahlen?

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    Ansichten eines Schülers zum Thema Gesamtschule

    Georg Sutterlüty, ein ehemaliger Gymnasiallehrer in Wien und Bregenz, derzeit freier Journalist und Historiker, beschrieb die Schule folgendermaßen:

    In der Schule herrscht das Enge, das Kleinkarierte Schule versinnbildlicht für mich daher die ständige Herausforderung der bestmöglichen Organisation des Nichtwollens."

    Ich finde, dass Sutterlüty mit dieser Aussage über die Schule, zumindest in Österreich, die Realität recht gut getroffen hat.

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    Stadtgespräch zum Thema: Gesamtschule

    Der Kaktus schreibt, worüber leider nicht berichtet wurde!

    Kurier und "Wien heute" haben am Dienstag, 27.11.07 zu einem "Stadtgespräch im Wiener Stadtschulrat" geladen. "Gemeinsame Schule der 10 bis 14 jährigen, was spricht dafür, was dagegen?" Ein brandheißes Thema, wovon nicht nur der Streit zwischen ÖVP und SPÖ zeugt.

    Aus unserem Bezirk diskutierte am Podium Direktor Erwin Greiner, Schulleiter der AHS Theodor Kramerstraße.(im Bild rechts) Er steht zu "seinem" Schulversuch, er weiß jedenfalls wovon er spricht. Dabei vermied er es, seine Schule ohne Fehler und Schwächen als schulisches Ideal darzustellen. Nicht nur weil so etwas auch unglaubwürdig wäre, hierzu wäre eine grundlegendere Umgestaltung des Bildungswesens vonnöten.

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    Nachzipf

    Brief eines Lehrers - von Karl Gugler, AHS-Lehrer

    Vielleicht war heuer auch Ihr Kind bei jener Gruppe von Schüler/innen, die es im vorigen Schuljahr nicht mehr geschafft hat, alle Beurteilungen wenigstens auf einen Vierer hinzukriegen.

    Das bedeutete dann im günstigeren Fall:

    Wiederholungsprüfung/en warten im Herbst. Und das vergällt die Sommerferien dann gründlich - wenigstens aber den August.

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    Die Zahl 25 und der Donaustädter AHS-Platzmangel

    Briefe eines Lehrers - von Karl Gugler (AHS-Lehrer)

    Da hat sich doch die SPÖVP-Regierung zu einer Senkung des Limits der Kinderzahl in einer Klasse durchgerungen und keiner sagt dazu, dass durch die Sparpakete der letzten Jahre bei weitem mehr eingespart wurde, als diese "Verbesserung" nun kostet. Zuerst also unter dem Vorwand der Budgetsanierung unnötige Kosten senken, dann ein bisschen dem Unmut, der dabei entstand, nachgeben: so geht kapitalistische Politik auch im Bildungsbereich.

    Dass man den Zugang zu den schönen Jobs mit den höheren Einkommen nur über den langen Bildungsweg (AHS + Hochschule) für seine Kinder erhält, wissen auch die Donaustädter Eltern. Die Nachfrage nach AHS-Plätzen im Bezirk steigt. Allerdings: "Nicht vor 2008", liest man, dass die AHS Contiweg kommen soll - und das heißt: Betriebsaufnahme nicht vor 2010!

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    Betroffenheit

    von Karl Gugler, AHS-Lehrer

    Das Schuljahr schreitet voran, das Semesterende naht und der Elternsprechtag ist lange vorbei. Vielleicht waren auch Sie, geschätzte/r Leser/in, zu einer derartigen Veranstaltung (ein)geladen worden.Sagen wir, Ihr Kind sei gerade 13, 14 oder 15 Jahre alt. Die Zeit davor mit ihm war irgendwie freier von Sorgen. Ihr Knirps brachte brauchbare Noten mit nach Hause und Sie freuten sich mit ihm darüber. Aber jetzt ist plötzlich alles anders.

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    "Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir!"

    von Karl Gugler-AHS-Lehrer

    Da war einmal ein kleiner Bub. Das Dorf, in dem er aufwuchs, lag auf der Kuppe eines Hügels, Die Volksschule, in die er ging, stand auf dem Platz davor, keine 50 Meter neben dem Gotteshaus. Aber so ernst musste man das nicht nehmen.

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    Chancengleichheit

    SchulproblemeKennen Sie den? Es standen einmal ein Esel, eine Biene und ein Schimpanse vor einem großen Baum. Vor ihnen warf sich ein Lehrer mit dem unbeteiligten Gesichtsausdruck eines Schiedsrichters in Position und sagte: "Um der Gerechtigkeit der Auslese willen, ist die Prüfungsaufgabe für euch drei die gleiche! Sie lautet: klettere auf den Baum!"

    Die meisten von Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, werden jetzt vermutlich schmunzeln, zumindest diejenigen, deren Kinder ein positives Jahreszeugnis zustande gebracht haben. Den anderen ist das Lächeln vergangen.