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    Willkommen bei Kaktus
    Sunday, 30. April 2017 @ 20:42

    Ein Donaustädter Bezirksrat und sein Faible für verbotene rechtsextreme Lieder

    Gemeinsamer Widerstand in Transdanubien NR-Abgeordneter Karl Öllinger zu Gast bei "Transdanubien gegen Schwarz-Blau"

    Nationalratspräsident und Donaustädter FPÖ-Bezirksobmann Martin Graf (siehe dazu auch Kaktusberichte vom 28.10.2008 und 19.11.2008) beschäftigt Mitarbeiter im Parlament, die einschlägige Literatur neonazistischen Inhalts und T-Shirts besitzen dürften, deckte der grüne Nationalratsabgeordnete Öllinger, gestützt auf einen Bericht der Zeitschrift Profil aus dem Februar 2007, auf.

    Es handelt sich um Sebastian Ploner, künftiger IT-Beauftragter Martin Grafs im Parlament und
    um den Donaustädter Bezirksobmann des Rings Freiheitlicher Jugend (RFJ-22) Marcus Vetter
    (das Bild links wurde der Website der RFJ 22 entnommen), der neben seiner künftigen Karriere als Mitarbeiter des Dritten Nationalratspräsidenten, schon seit geraumer Zeit auch ein FPÖ-Mandat in der Donaustädter Bezirksvertretung ausübt und deren Jugend-(!!!) und deren Sozialkommission angehört.

    Karl Öllinger ist am Dienstag, 20.Jänner 2008, ab 19 Uhr, 1220 Wien, Donaufelderstraße 228 bei der überparteilichen Initiative "Transdanubien gegen Schwarz-Blau", einem Zusammenschluss ehemaliger DonnerstagsdemonstrantInnen aus der Donaustadt und Floridsdorf zu Gast und wird nähere Auskünfte über sein Wissen über das Umfeld von Martin Graf in einem in Deutschland und in Österreich deutschnational wirkenden Netzwerk geben.

    Alle AntifaschistInnen, die sich mit öffentlichen MandatarInnen und deren MitarbeiterInnen, die mit rechtsextremistischen deutschnationalen Organisationen Kontakte pflegen, nicht ohne Widerspruch abfinden wollen, sind zu diesem Informationsabend herzlich eingeladen!

    Apropos: Marcus Vetter

    Neben den Recherchen von Karl Öllinger (über die erste Reaktion der FPÖ - siehe dazu auch ein Beitrag der KSI) scheint es noch andere Hinweise auf seine Nähe zum rechten Rand zu geben. Auf ihrer Website rühmt sich der RFJ-22, einen „sehr gut besuchten Vortrag von Kamerad Felix Budin über Antifaschismus“ veranstaltet zu haben. Laut DÖW ("Neues von ganz rechts"- August 2004) zählte Budin zu den Führungskadern der neonazistischen Neuen Jugend Offensive, war 2002 Ordner auf der Kundgebung gegen die "Wehrmachtsausstellung" in Wien und ist immer noch in der Neonazi-Szene aktiv. Weiteres zählt sich der RFJ-22, zu den Mitveranstaltern der im Jahr 2004 stattgefundene „Kranzniederlegung am Grab von Major Walter Nowotny“. Abgerundet wird das Bild über den RFJ (siehe Gedenkdienst / Schiedel zu RFJ) durch einen Bericht aus dem Jahr 2003 der „Deutschen Stimme“(Organ der neonazistischen Nationaldemokratischen Partei Deutschlands). Das Neonaziblatt begrüßt in diesem Bericht, dass die national und burschenschaftorientierte Gruppe um Johann Gudenus, im RFJ „wieder die Führung übernommen“ habe.

    Laut Profil hat Vetter mehrere CD’s von NS Bands wie „Weiße Wölfe“ und laut Öllinger auch des rechtsextremen Sängers Michael Müller („Mit sechs Millionen Juden, da fängt der Spaß erst an“) bestellt. Wie im Kurier in seinem Bericht vom 28.12.2008 zu lesen, verweigerte Vetter auf die Kurieranfrage, ob er ebenso wie sein künftiger Arbeitskollege Ploner beim „Aufruhr-Verlag“ bestellt habe, die Antwort und „beendete das Gespräch abrupt.“