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    Willkommen bei Kaktus
    Samstag, 31. Juli 2021 @ 09:59

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    Genochplatz - Vom Markt über einen Bauzaun bis zur Anlagewohnung

    Ein Kommentar von Bernhard Gaishofer, Bezirkssprecher der KPÖ-Donaustadt

    Dass sich die Zeiten und die Stadt Wien unaufhörlich verändern, ist mehr als offensichtlich. Besonders deutlich kann man diese Veränderungen am Stadtbild ablesen und ein nahezu perfektes Beispiel, dass die aktuelle Entwicklung im 22. Bezirk in eine falsche Richtung geht, ist der Genochplatz in Stadlau.

    Ein Fleischhauer, ein Fischgeschäft und diverse (feste) Standln mit den unterschiedlichsten Dingen – so habe ich den Markt am Genochplatz noch in Erinnerung als ich dort als Kind in den 90ern spazieren ging. Freilich hatte er schon damals seine Hochzeit als quirliger Markt überschritten, nichtsdestoweniger war er, gerade in Verbindung mit der Stadlauer Straße, in welcher zu jener Zeit auch noch weit mehr Geschäfte waren als heute, ein lebendiger Teil des Bezirks. Mit der Erbauung/Vergrößerung von unterschiedlichsten „Shopping Centern“ und dem fehlenden Willen, der etablierten Politik lokale Nahversorgung zu unterstützen, wurde er jedoch immer kleiner bis schließlich 2010 die letzten Stände abgerissen wurden.

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    „Sandige Leiten Rote Saat“

    Lesung von Rudi Burda in der Wurmbrandgasse

    Trotz sommerlicher Temperaturen fanden viele Interessierte den Weg in den Garten der Wurmbrandgasse, wo Rudi Burda am 23. Juli aus seinem Buch „Sandige Leiten Rote Saat“ las.

    Organisiert wurde die Veranstaltung von dem überparteilichen Verein „Kunst in der Wurmbrandgasse“ und der linken Bezirkszeitung KAKTUS. Hierbei wurde in den einleitenden Worten auch darauf verwiesen, wie wichtig – gerade hinsichtlich Antifaschismus und aktivem Erinnern- eine Verbindung von Kultur und politischem Anspruch ist.

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    Eine Wohnung fürs Enkerl? – oder doch nicht?

    Aus einer KAKTUS-Sondernummer, die ein unter den Fingernägeln brennendes Thema aufgreift

    Vor geraumer Zeit hat sich der KAKTUS nach längerer pandemiebedingter Pause mit einer Kaktuszeitungssonderausgabe über die massive Bautätigkeit und damit einhergehende überhandnehmende Versiegelung im Bezirk wieder zu Wort gemeldet.

    Eine reguläre KAKTUS-Zeitung (Umfang von 8 Seiten) ist in der Zwischenzeit ebenfalls in Fertigstellung und wird noch im Sommer, wie gewohnt, wieder an alle KAKTUS-Gratisabonnentinnen per Post versendet und in ausgesuchten Teilen des Bezirks von KAKTUS-Aktivist*innen verteilt.

    Wer mehr zu den Themen "Verbauung / Wohnen /Versiegelung" und über auch andere Probleme unseres Bezirkes lesen will, sollte unbedingt unsere KAKTUS-Zeitung (welche unter normalen Bedingungen 3-4x jährlich erscheint) lesen, entweder online und als Bezieher unseres kpoe22 - Newsletters oder als Gratisabonnent unserer Zeitung. Sowohl der Newsletter als auch ein Gratisabo des KAKTUS (Zur Zusendung der Kaktuszeitung wird die Postadresse benötigt) kann mit einem E-Mail an donaustaedter@kpoe.at oder kaktusfreundinnen@gmx.at geordert werden.

    Alle Beiträge unserer Zeitungsausgaben werden (zeitversetzt) auch online freigeschaltet.

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    Autobahnen sind die Wege der Konzerne.

    Rund 5000 Klimaschützer*innen haben sich letzten Freitag an einer Demonstration gegen die „Lobauautobahn und ihre Metastasen S1 Spange und die Stadtstraße“ vom Karlsplatz, vorbei am Wiener Rathaus, zum Ballhausplatz, beteiligt.

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    Was man alles (nicht) tut, um eine Autobahn durch ein Naturschutzgebiet zu bauen

    Zum fragwürdigen Stellenwert des Lobau-Nationalparks für die Wiener Politik. Ein Hintergrundbericht von Hilde Grammel für die nächste Ausgabe der Volksstimme*) im Vorabdruck


    Foto: Lobaumuseum - Austrocknung der Lobau (04/2020)

    Das Lobau-Museum veröffentlichte am 14.1.2021 einen Beitrag – großer Dank an die Mitarbeiter dieser inzwischen nur mehr virtuell agierenden Institution für ihre detaillierte Recherche –, dessen Inhalt viele Fragen aufwirft, auf die es keine Antworten von offizieller Seite gibt. Die Autoren sprechen von „politischer Unaufmerksamkeit, wenn nicht sogar Geringschätzung“. Weniger zurückhaltende Zeitgenoss*innen würden sagen: Es handelt sich um geheime Absprache auf höchster Ebene, um das Projekt „Lobautunnel“ endlich realisieren zu können (es gilt natürlich die Unschuldsvermutung – die schön langsam ein Dauerzustand in diesem Land wird). Fakt ist, dass auf Höhe des Ölhafens mehr Wasser unnötig in die Donau abgeleitet wie von oben via Neue und Alte Donau der Lobau zugeführt wird und das seit mehr als zehn Jahren. Aber der Reihe nach.

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    38. Parteitag der KPÖ: In der ältesten Partei Österreichs übernehmen Junge das Ruder

    Der 38. Parteitag der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) fand vergangenes Wochenende unter der Losung „Was tun!“ in Wien-Liesing statt.

    Etwa 130 Delegierte haben dabei über die Zukunft der Partei entschieden. Nach 15 Jahren ist Mirko Messner aus dem Amt des Bundessprechers ausgeschieden, ein neuer Bundesvorstand und neue Sprecher*innen wurden gewählt. In der ältesten Partei Österreichs übernehmen damit Junge das Ruder.

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    Für eine linke Alternative in der Donaustadt!

    Am 12. Juni fand die Bezirkskonferenz der KPÖ 22 statt.

    Gemeinsam reflektierten die Donaustädter Kommunist*innen ihre Tätigkeit im Bezirk und diskutierten über aktuelle und kommende bezirkspolitische Fragen.

    Einleitend wurde über die vielfältige Tätigkeit der KPÖ Donaustadt in den vergangenen Jahren berichtet.

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    Klimaschädliche Stadtstraße – ein Fass ohne Boden!

    Protest am Rathausplatz gegen 460-Millionen-Paket des Wiener Rathauses

    Trotz Bedenken zahlreicher namhafter Wiener Wissenschafter, darunter Hermann Knoflacher, emeritierter Professor am Institut für Verkehrswissenschaften (TU Wien), Helga Kromp-Kolb, emeritierte Professorin am Institut für Meteorologie und Klimatologie (BOKU) und Politikwissenschaftler Mathias Krams, wurde am Donnerstag, 15. April 2021 im „Mobilitätsausschuss“ der Stadt Wien auf Vorschlag der (rotpinken) „Fortschrittskoalition“, mit den Stimmen von SPÖ, NEOS, der ÖVP und FPÖ, ein mehr als doppelt so hoher Beitrag Wiens, als ursprünglich vorgesehen, zu dem von Bund und Stadt kofinanzierten Projekt „Stadtstraße Aspern“ in der Donaustadt beschlossen. Die Gesamtkosten erhöhen sich damit vorläufig auf 460 Millionen Euro.

    Zum Vergleich: nur 100 Mio. € wollen SPÖ Wien und NEOS Wien in den nächsten 5 Jahren für Klimawandelanpassung ausgeben.

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    Green, greener, greenwashing

    Ein Beitrag von Margarete Lazar

    Wohin man heute auch schaut, Wirtschaft, Politik, alle reden von einer grünen Zukunft, einem "Green New Deal". Das wäre ja sehr erfreulich, wenn es sich nicht großteils um sogenanntes Greenwashing handeln würde. Die neue Wiener Stadtregierung überschlägt sich in der Zeitung MEIN WIEN vom Dezember 2020 in dieser Hinsicht geradezu. Frau Ulli Sima hat das Verkehrsressort von der glücklosen Frau Hebein übernommen und will Wien zur "Klimamusterstadt" machen, mit mehr "Begrünung, Wasser zur Kühlung und weniger Beton".

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    Bezirksvertretung: Wenig Neues, aber vielleicht gibt es bald mehr Transparenz in der Donaustadt!

    BezirksvertretungEin Bericht von der Donaustädter Bezirksvertretungssitzung von Hilde Grammel

    Umwelt- und verkehrspolitisch nichts Neues, eine Akzentverschiebung in menschenrechtspolitischen Fragen und lang erwartete demokratiepolitische Fortschritte – so lässt sich die Sitzung der Bezirksvertretung Donaustadt vom 17.3. 2021 mit wenigen Worten zusammenfassen. Diese fand am Bildungscampus Attemsgasse statt und nicht wie gewohnt am Schrödingerplatz, wo aktuell ein Impfzentrum eingerichtet ist. Leider erfolgte die Ankündigung über den neuen Ort nur sehr kurzfristig, sodass die Sitzung bereits im Gange war, als die Kaktus-Mitarbeiter*innen u.a. dort eintrafen.

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    Livestyle & Events: Opus Dei & D-City

    DonaucityDie „Donaucity“ soll in den nächsten Jahren als „D-CITY“ zu einem trendigen und urbanen Wiener Stadtteil werden.

    Die S+B Gruppe startet zusammen mit den Partnerunternehmen SORAVIA, STRABAG Real Estate, COMMERZ REAL, HausInvest, GREYSTAR, Stadt Wien und Deka Immobilien, zum Endspurt auf der Donauplatte. Auf allen Ebenen rotieren Kräne und Bagger auf Hochtouren. Türme wachsen aus windigen Tiefen in schwindlige Höhen und verheißen kapitalstarken Anlegern satte Gewinne. Geräuschvoll fahren auch weiter südlich, Richtung Donau, schwere Geräte auf.

    Über die einstige „Weltausstellung-Diagonale“ – von Hans Hollein und Coop Himmelb(l)au für die Expo 95 konzipiert – geht’s fließend zu „DC Waterline“ weiter. Zahlreiche Kulturprojekte tauchten hier schon im Laufe der Jahrzehnte auf – und gingen in den Untiefen der Stadtplanung unter. (Guggenheim Museum, Akademie der bildenden Künste, Angewandte, Sea-Life-Center, Mumok, Musikhalle, Weltmuseum und das "Haus der Kulturen“ mitgestaltet vom US-amerikanischen Theaterregisseur Peter Sellars.) Erst die Streichung des Wörtchens „universitär“ aus der Sonderwidmung brachte vor zwei Jahren eine elegante Lösung des „Kultur-Problems“ – mit einer Umwidmung zum Kindergarten. Somit konnten „STRABAG Real Estate und die S+B Gruppe“, vereint als “DC Waterline", unbehindert loslegen.

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    Eine neue Zweigstelle der Büchereien Wien – und viele Fragen

    Ein Kommentar von Bernhard Gaishofer, Bezirkssprecher der KPÖ-Donaustadt

    In der Seestadt Aspern entsteht gerade ein neuer Standort der Büchereien Wien. Im Gegenzug sollen dafür zwei altgediente Bücherei Zweigstellen im Bezirk schließen, was (nicht nur) bei Anrainer*innen einige Fragen und Befürchtungen hervorruft. Noch im Herbst dieses Jahres sollen die Bauarbeiten am neuen Büchereien – Standort, welcher sich am Bildungscampus der Seestadt Aspern befinden wird, fertiggestellt werden.

    Laut den Informationen der Gemeinde Wien soll er „alle Stückeln spielen“:
    Neben einer barrierefreien Fläche von rund 550 m², fünf Öffnungstagen, 22000 Bücher bzw. Zeitschriften und anderen Medien wie DVDs, Spielen, usw. soll er auch einen Café Bereich und die Möglichkeit für Veranstaltungen beinhalten.

    Wird das alles wie geplant umgesetzt, kann man durchaus erfreut sein. Immerhin ist es höchste Zeit, dass die Donaustadt, als großer und vor allem schnell wachsender Flächenbezirk, endlich ein modernes und großes Büchereizentrum erhält. Ohne an dem geplanten Projekt jedoch direkt etwas aussetzen zu wollen, wirft der Bau dieser neuen Bücherei gleichzeitig einige kritische Fragen auf.

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    Sonderbriefmarke zur Erinnerung an Margarete Schütte-Lihotzky

    Seit diesem Jahr gibt es von der österreichischen Post eine neue Sonderbriefmarke zu Margarete Schütte-Lihotzky. Grund genug sich noch einmal genauer mit dem Leben dieser beeindruckenden österreichischen Kommunistin und Architektin auseinanderzusetzten!

    Schütte-Lihotzky wurde am 23. Jänner 1897 geboren und studierte in den 1910er Jahren Architektur an der Kunstgewerbeschule, der heutigen Universität für angewandte Kunst. Nach dem Studium kam sie mit der Siedlerbewegung in Kontakt, wo sie unter anderem Alfred Loos kennenlernte. In diesem Zusammenhang wurde sie auch mit den prekären Lebensverhältnissen (insbesondere der Wohnsituation) breiter Teile der Bevölkerung konfrontiert. Die Frage wie mit Hilfe von Architektur, neuen Techniken und einer fortschrittlichen Politik die Wohn- und Lebensverhältnisse der Menschen verbessert werden können, wurde dann auch zu einer ihrer Lebensaufgaben.

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    Keine große Zukunft für das Öffi-System in der Donaustadt?

    Ein Kommentar von Bernhard Gaishofer (KPÖ Donaustadt) zu einem Irrtum der Wiener Linien bzgl. der geschlossenen S80 Stationen Lobau und Hausfelstraße

    Anfang des Jahres war die Freude bei zahlreichen Donaustädter*innen und lokalen Initiativen groß als die Wiener Linien unter dem Motto „Blick in die Zukunft“ einen neuen Netzplan für die U-Bahn veröffentlichten. Zu sehen waren darauf nämlich auch die Schnellbahnlinien und hierbei war interessant, dass bei der Linie S80 die 2014 geschlossene Station Lobau und die 2018 geschlossene Station Hausfeldstraße verzeichnet war.

    Initiativen wie „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“ oder die „Bürgerinitiative S80 Lobau“, welche sich jahrelang für die Wiedereröffnung der Stationen stark gemacht hatten, ebenso wie zahlreiche Bürger*innen dachten, dass die vielen Argumente bei der ÖBB endlich Früchte getragen haben und es zu einer lokalen Neubelebung der Strecke kommt.

    Die Freude währte jedoch nur kurz, denn bald stellte sich heraus, dass die Wiener Linien irrtümlich eine veraltete Karte für ihre Grafik genutzt hatten, es sich bei der Veröffentlichung um ein Versehen handle und man natürlich „keine Gerüchte in die Welt“ setzten wollte. Auch Seitens der ÖBB wird laut Bezirkszeitung eine Wiedereröffnung der Stationen dezidiert ausgeschlossen.

    Hierbei stellt sich mir jedoch die Frage: Warum eigentlich?

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    Die InvesToren oder Noch ein Grund, warum Yoga heutzutage so populär ist?

    Linker Diskurs zur rechten Zeit - Ein Gastbeitrag von Markus Auer

    Stell dir vor, du wohnst in einem Mietshaus. Wohnung oder ganzes Haus ist egal, je nach Gusto - Gedanken sind ja frei. Wenn wir schon dabei sind – du verdienst auch ganz gut. Dank halbwegs günstiger Miete kannst du etwas Geld ansparen.

    Eines Tages verleihst du dein Geld an jemand, der dir höhere Zinsen als beim Sparbuch verspricht. Anschließend kauft der Typ mit deinen Ersparnissen (und denen von vielen Anderen) das Haus, in dem du wohnst - und erhöht die Miete. Irgendwo müssen die höheren Zinsen ja herkommen.

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    Wie schmeckt das neue Wiener Punschkrapferl?

    Verkostet von Margarete Lazar

    Nun ist sie also da, die "richtungsweisende" Koalition in Wien: Neoliberale und Sozialdemokraten.
    Was mich vor allem interessiert, ist die Vereinbarung, die zwischen den beiden Parteien getroffen wurde in Bezug auf die "Stadtstraße".

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    BGE als Licht am Ende des Tunnels?

    Ein Gastbeitrag von Wolfgang Sigut

    Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) erfährt durch Covid19 eine Aufmerksamkeit, die inzwischen breiteste Bevölkerungsschichten erreicht. Die Lockdowns bewirken, dass die soziale Marktwirtschaft und ihre Sicherungssysteme überfordert werden und zu nackter Existenzangst vieler Menschen führen. Staatliche Unterstützung, koste es was es wolle, als Alimentierungsmaßnahme, das hört sich gut an, ist aber unzureichend. Und wer und wie wird für entstehende Defizite dann geradestehen?

    Krisen wie die Finanzkrise 2008 und nun die Pandemie bringen der Idee des BGE immer mehr Befürworter. Inzwischen liebäugeln sogar Vertreter der Gewerkschaft, wie der Betriebsratsobmann [Kronenzeitung 11.10.2020] des MAN-Werkes in Steyr, der auf die Frage „Sind Sie für ein bedingungsloses Grundeinkommen?“ antwortete: „Ja. Weil es sonst immer mehr Menschen geben wird, die unter der Brücke schlafen und denen, die ein Einkommen haben, eins über die Rübe hauen. Soziale Unruhen, das ist eine große Gefahr.”

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    Linker Druck auch nach den Wahlen

    Eine kurze Rück- und Vorschau aus linker Sicht von Bernhard Gaishofer (Bezirkssprecher KPÖ- Donaustadt)

    Die Wiener Gemeinde- und Bezirksratswahlen (Link zu Wahlergebnissen - Hier klicken!) wurden im Oktober abgehalten, seither ist es rund um kommunalpolitische Fragen in der medialen Berichterstattung recht ruhig geworden. Allerhöchste Zeit also, sich die Wahlergebnisse und auch die damit verbundenen Folgen für Wien und vor allem auch für die Donaustadt sich etwas genauer anzusehen.

    Eine mehr als erfreuliche Nachricht vorweg: In ganz Wien wurden bei den Wahlen von LINKS insgesamt 23 Bezirksratsmandate erreicht! In sieben Bezirken sind sogar von nun an mehrere KPÖ- und LINKS-Aktivist*innen in der den Bezirksvertretungen vertreten, was Klubstatus bedeutet und somit noch effektiverer, linke Kommunalpolitik ermöglicht. Auch wenn es vielleicht etwas pathetisch klingen mag, aber dieses Ergebnis kann durchaus als historisch bezeichnet werden, immerhin gab es zuletzt in den 1950er Jahren in Wien so viele linke Bezirksmandate.

    Hinsichtlich der Donaustadt gibt es jedoch einen Wermutstropfen: Hier konnte LINKS-KPÖ 22 zwar 1017 Stimmen (1,22%) erringen, was einerseits zwar kein unbedeutendes Ergebnis ist, andererseits aber auch bedeutet, dass der Einzug in die Donaustädter Bezirksvertretung um rund 250 Stimmen verfehlt wurde. Dies ist zwar bedauerlich, bedeutet aber keineswegs, dass wir unser linkes, kommunalpolitisches Engagement aufgeben! Weiterhin werden wir versuchen, über das aktuelle Geschehen im Bezirk kritisch zu berichten und in der öffentlichen Auseinandersetzung Themen zu setzten. Notwendig wird dies auf jeden Fall sein.

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    Siedler*innen wollen keine weitere Verbauung der Alten Donau!

    Erholungsgebiet Alte DonauDie BUWOG hat ein 26.800 m² großes Grundstück gegenüber dem Gänsehäufel erworben (siehe Kaktusbericht vom 19.02.2020) und sorgt damit für Aufregung. Das Grundstück umfasst das seit 10 Jahren ungenutzte Grundstück „Einkehr Alte Donau“ mit brachliegenden Tennisplätzen und dem dahinterliegenden ADEG Markt (früheres AGM Areal).

    Wohnen am Wasser sei beliebt, meint der neue Grundeigentümer, der – obwohl dazu bisher keine Genehmigung vorliegt – den Bau einer Wohnhausanlage mit einem Mix aus freifinanzierten und auch geförderten Wohnungen plant. Wie man aus vielen anderen Bauprojekten privater Investoren im Bezirk in der Zwischenzeit weiß, entstehen damit überwiegend für Normalverdiener*innen unerschwingliche, oft auch als Vorsorgewohnungen angebotene Wohnungen im Eigentum. Der Anteil der gleichzeitig angebotenen geförderten Wohnungen ist dagegen gering und dient oft als Schutzschild, um umstrittene Bauprojekte öffentlich durchzusetzen.

    Darüber gibt es großen Unmut unter den Kleingartennutzer*innen aber auch zahlreichen anderen Nutzer*innen des Freizeit- und Erholungsgebiets, die einen noch größeren Nutzungsdruck auf das Gebiet Alte Donau befürchten.

    Bei einer zur Problematik stattgefundenen Versammlung der Obleute und Funktionäre der verschiedenen Kleingarten- und Siedlervereine an der Alten Donau in der Vorwoche war Bezirksvorsteher Nevrivy (SPÖ) anwesend. Auch Vertreter*innen der ÖVP-Donaustadt, Hilde Grammel und Johann Höllisch von LINKS-KPÖ-Donaustadt und somit auch der KAKTUS waren bei diesem Treffen dabei.

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    Wie lügt man mit Bildern?

    Brief eines Lehrers - von Karl Gugler*)

    Erstaunlich schöne Fotos über Schulgebäude in den Zeiten von Covid19 verhöhnen die Realität.

    Das hat er ja wirklich toll hingekriegt, unser Bundes-Basti: das erforderliche Krisenmanagement angesichts eines gemeingefährlichen Virus. Und als ganz besonders erfolgreich entpuppten sich die Empfehlungen eines (angeblich) 50-köpfigen Stabes an Medienberatern, die ihm genau vorgaben, wie er was mit welcher Wortwahl und Gestik bei der kommenden Pressekonferenz vortragen müsse, damit die Presse-Fritzen dann das auch so bringen, wie jene es besprochen haben. Toller Erfolg! Die Beliebtheitswerte schossen nach oben. Da sage noch einmal jemand, die Presse würde lügen.

    Die Wohlfühlbilder sind alle falsch!

    *) kandidiert für die Donaustädter Bezirksvertretung