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Der Weg zur klimagerechten Stadt...

  • Sonntag, 12. April 2026 @ 10:06
Oder doch nur eine bewährte Loch-auf-Loch-zu Strategie?

Wenn man die Ankündigungen von Klimastadtrat Czernohorszky liest, ist der Weg zur klimafitten Stadt schon geebnet.
In seinem Beisein wurde am 9. April das erste „Wiener Straucherl“ am Carl-Szokoll-Platz am Alsergrund gepflanzt, gemeinsam mit Schüler*innen und Bezirksvorsteherin Saya Ahmad.

Ein ca. 50 m2 großes Stück Grund soll also in einem dicht verbauten Gebiet Nahrungsquelle und Rückzugsort für viele Tiere und Insekten bieten und zur Artenvielfalt in der Stadt beitragen. Also fürs erste einmal „Loch zu",...

In der Donaustadt stellen wir mit Erstaunen fest, dass entlang der A 23, der größten Feinstaub- und Lärmproduzentin der Stadt, ein beträchtliches Stück Wald gerodet worden ist. Also „Loch auf",...

...aber um einiges größer als das „Straucherl" oder jedes andere „Wäldchen" im Bezirk. Den Grund für die Rodung durften wir noch nicht erfahren.


Der vielgepriesene „Park der Artenvielfalt"bei der Berresgasse in Hirschstetten, wo bis vor wenigen Jahren Gärtnereien waren, diente offensichtlich dazu, den riesigen Aushub in einen Hügel zu verwandeln.. Zur Zeit ist er ein trauriger Anblick, aber lt. PR--Formulierung wieder ein Beitrag zur klimafitten Stadt.
Lassen wir uns überraschen.


Das neueste Prunkstück ist der ehemalige ÖBB Grund im nördlichen Teil von Breitenlee. Auch der wird wieder als ein weiterer Pfad für die klimafitte Stadt dargestellt, während die ASFINAG bereits um großflächige Baumrodungen angesucht hat, also wieder „Loch auf", diesmal aber soll geklotzt und nicht gekleckert werden, denn es geht um die S1 und den Lobautunnel. (Wer das nicht widerspruchslos hinnehmen will, sollte am 18.4. bei der Kundgebung gegen die Lobauautobahn in Essling mit dabei sein!)

Und das alles in Zeiten, wo wir wirklich neu über exzessiven Verkehr und Endlosbauten im Grüngürtel nachdenken müssten!

Lesen Sie dazu im letzten Print-KAKTUS den Beitrag „Die Donaustadt als Eldorado für Spekulanten und Banken?"