Willkommen bei KAKTUS - Online / KPÖ-Donaustadt Donnerstag, 9. Dezember 2021 @ 01:18

Öffis statt noch mehr Töffis

Viel Lärm um wenig!

  • Donnerstag, 2. Dezember 2021 @ 09:31
Öffis statt noch mehr Töffis „Wichtige Querverbindung“ ist nicht viel mehr als Verlängerung des 26ers um einige hundert Meter.

Gelegentlich treibt die Ankündigungspolitik der Stadt Wien seltsame Blüten. Manchmal kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es Frau Dr. Sima & Co mehr um ihre Selbstdarstellung als um die Information an sich geht.

Vor kurzem ist in mehreren Blättern über eine künftige „wichtige Querverbindung“ zwischen der Donaustadt und Floridsdorf die Rede gewesen. Vermutlich haben Sie, werte Leserin, werter Leser, darüber mindestens ein Mal gelesen und beim Lesen der jeweiligen Überschrift den Eindruck gehabt, dass wir demnächst über eine Schnellverbindung zwischen den beiden Bezirken verfügen würden.


Grafik: www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/verkehrsplanung/strassenbahn/linie27.html

Keine große Zukunft für das Öffi-System in der Donaustadt?

  • Mittwoch, 13. Januar 2021 @ 22:39
Ein Kommentar von Bernhard Gaishofer (KPÖ Donaustadt) zu einem Irrtum der Wiener Linien bzgl. der geschlossenen S80 Stationen Lobau und Hausfelstraße

Anfang des Jahres war die Freude bei zahlreichen Donaustädter*innen und lokalen Initiativen groß als die Wiener Linien unter dem Motto „Blick in die Zukunft“ einen neuen Netzplan für die U-Bahn veröffentlichten. Zu sehen waren darauf nämlich auch die Schnellbahnlinien und hierbei war interessant, dass bei der Linie S80 die 2014 geschlossene Station Lobau und die 2018 geschlossene Station Hausfeldstraße verzeichnet war.

Initiativen wie „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“ oder die „Bürgerinitiative S80 Lobau“, welche sich jahrelang für die Wiedereröffnung der Stationen stark gemacht hatten, ebenso wie zahlreiche Bürger*innen dachten, dass die vielen Argumente bei der ÖBB endlich Früchte getragen haben und es zu einer lokalen Neubelebung der Strecke kommt.

Die Freude währte jedoch nur kurz, denn bald stellte sich heraus, dass die Wiener Linien irrtümlich eine veraltete Karte für ihre Grafik genutzt hatten, es sich bei der Veröffentlichung um ein Versehen handle und man natürlich „keine Gerüchte in die Welt“ setzten wollte. Auch Seitens der ÖBB wird laut Bezirkszeitung eine Wiedereröffnung der Stationen dezidiert ausgeschlossen.

Hierbei stellt sich mir jedoch die Frage: Warum eigentlich?

Eine Nachschau zum Aktionstag für eine Verkehrswende am 19.6.2020

  • Montag, 22. Juni 2020 @ 08:59
Gedanken aus Donaustädter Sicht
von Hilde Grammel – Bewohnerin der Seestadt

Am 19. 6. 2020 haben in ganz Österreich Menschen für eine Verkehrswende demonstriert. Das Bürger*innen-Netzwerk Wien Niederösterreich Nord-Ost, die BI Hirschstetten retten und die BI Rettet die Lobau u.a. hatten für diesen Tag zu einer Fahrraddemo aufgerufen, die von der Seestadt aus startete [Bild rechts] und über das Verkehrsministerium und den Ballhausplatz zum Rathaus führte. Zuvor noch gab es eine Kundgebung bei der U2-Station Hausfeldstraße, die die Wiedereröffnung der dortigen Schnellbahnstation forderte. Aktivist*innen von KPÖ, Wien ANDAS und LINKS waren an der Vorbereitung und Organisation der Fahrraddemo beteiligt. Die Hauptforderung war: Keine Umsetzung der Bauvorhaben S1-Spange und Stadtstraße einerseits, Lobau-Autobahn andererseits.

Wieviel „Attraktivierung“ verträgt der öffentliche Verkehr noch?

  • Freitag, 21. Juni 2019 @ 16:32
KAKTUS-Gastbeitrag von Max Kössldorfer – BI – Energiewende im Wiener Verkehr
Der Wiener Schmetterling – Ein Schnellbahnkonzept

Konfrontiert mit täglichen Staus und dem voranschreitenden Klimawandel sind unsere politischen Entscheidungsträger unermüdlich damit beschäftigt, die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs voranzutreiben. Euphemistische Worte für nicht nachvollziehbare Handlungen.

Eine Kolonne, so lang wie die gesamte Wiener Südosttangente (17,5km), würde es benötigen, um die Passagiere einer einzigen vollbesetzten U-Bahn stattdessen in Autos zu befördern (1,4 Pers./Auto bei 80km/h).

In Anbetracht dieses erstaunlichen Vergleiches wird wohl die überwiegende Mehrheit rational denkender Menschen schlussfolgern, dass der Ausbau der Schnellbahn gegenüber dem Straßenneubau Priorität genießen muss – doch diese Annahme ist falsch. Der Schnellbahnverkehr wird auf Sparflamme gehalten, denn die Milliarden sind verplant - für die sogenannte „Stadtstraße“ und den Lobautunnel. Nach dem Motto: „Lasst uns das Feuer mit Benzin löschen“.

Süße Versprechungen des Bezirksvorstehers

  • Samstag, 23. Februar 2019 @ 11:09
Öffis statt noch mehr Töffis Ein gutes Jahr für die Öffis in der Donaustadt?

Blickte man dieser Tage in die unterschiedlichen Bezirkszeitungen, konnte man oft Zusammenfassungen sehen, was sich 2019 in der Donaustadt ändern würde. Man staunt nicht schlecht: Auch im Bereich des öffentlichen Verkehrs sollen sich heuer einige Sachen verbessern, was erfreulich, aber auch überraschend ist, da diesbezügliche Probleme Transdanubiens bislang immer schöngeredet wurden und meist ungelöst blieben.

S 80 bleibt Stiefkind

  • Donnerstag, 15. November 2018 @ 09:16
Gravierende Nachteile trotz Verlängerung nach Aspern Nord

Die Arbeiten für den zweigleisigen Ausbau des Marchegger Astes der Ostbahn neigen sich auf Wiener Boden allmählich ihrem Ende zu. Die Beeinträchtigungen, die mit dem Bau verbunden sind, werden langsam weniger und in der neugestalteten Haltestelle Hirschstetten halten jetzt wenigstens wieder Regionalzüge. Einen wirklichen Grund zur Freude stellt das allerdings nicht dar.

Die Bahnstation Hausfeldstraße wurde aufgelassen. Und das, obwohl in der näheren Umgebung schon heute tausende Menschen wohnen und in den nächsten Jahren dort eine rege Bautätigkeit geplant ist. Wer also aus dem Bereich Hausfeldstraße / Guido Lammer-Gasse / Hasibederstraße mit dem Zug nach Simmering oder zum Hauptbahnhof fahren will, muss mit der U2 nach Stadlau (oder zurück nach Aspern Nord) fahren und dort umsteigen. Das wäre sogar dann mit einem Zeitverlust verbunden, wenn jede U2 Garnitur bis in die Seestadt geführt werden würde und nicht nur bis zu Aspernstraße.

„Drei Buslinien fahren ab sofort mit verbessertem Angebot“

  • Samstag, 20. Oktober 2018 @ 17:48
Öffis statt noch mehr Töffis - so lautet ein Titel in der Oktoberausgabe des Vormagazins. Ein Grund zur Freude?

Vermutlich für manche Benützer der Autobuslinien 8A, 14A und 61A. Beim 8A und beim 61A ist es mit 1. Oktober zu einer Intervallverdichtung gekommen, beim 14A werden nun Busse eingesetzt, die den Fahrgästen mehr Plätze bieten als die alten.

Wir Donaustädter haben natürlich nichts gegen diese Verbesserungen, auch wenn wir wenig bis gar nicht in deren Genuss kommen, und vergönnen sie allen, die davon etwas haben.

Was wir aber nicht wollen ist, daß wir mit Verschlechterungen „beglückt“ werden.

Lobauautobahn und Stadtstraße – KAKTUS Sondernummer zum Volksstimmefest

  • Freitag, 7. September 2018 @ 08:54
Am 1. und 2. September fand das heurige Volksstimmefest statt. Trotz sehr viel Regen und schlechtem Wetter ließen es sich die KPÖ und tausende BesucherInnen trotzdem nicht nehmen auf die Jesuitenwiese zu kommen um gemeinsam zu feiern. Wie jedes Jahr war natürlich auch die KPÖ Donaustadt und der KAKTUS wieder auf der Wiese mit einem Gasthaus,einem Infopunkt und einem Büchertisch vertreten, welche das ganze Wochenende über von ehrenamtlichen AktivistInnen betreut wurde.

Zu dem heurigen Volksstimmefest gab es auch eine aktuelle Sondernummer des KAKTUS, welche sich mit den geplanten, verkehrstechnischen Bauprojekten in der Donaustadt auseinandersetzt und welche wir natürlich auch unseren LeserInnen der Onlineausgabe nicht vorenthalten möchten:

Lobauautobahn und Stadtstraße: Für uns gilt weiterhin – nix ist fix!

Wird der Lobautunnel oder die Stadtstraße nun wirklich gebaut? Der KAKTUS hat sich die aktuellen Entwicklungen rund um diese umstrittenen Bauprojekte genauer angesehen:

Wer kennt es nicht? Stau auf der Tangente oder anderen Straßen in Transdanubien, wie der Breitenleerstraße und Esslinger Hauptstraße, welche in den Stoßzeiten zu Durchzugsschneisen für PendlerInnen aus dem Umland werden. Ebenso nimmt das Verkehrsaufkommen in den traditionellen Ortskernen wie Stadlau stetig zu. Dass das Verkehrsthema also zu einem immer wichtigeren Punkt der Politik in ganz Wien wird steht außer Frage.

Verkehrskonzept für die Donaustadt – Quo Vadis?

  • Donnerstag, 1. März 2018 @ 10:13
Die Donaustadt ist der am schnellsten wachsende Bezirk von Wien, ein taugliches Verkehrskonzept fehlt jedoch seit Jahren. Mit dem neuen Jahr gibt es nun frischen Diskussionsstoff rund um die zahlreichen (umstrittenen) Verkehrsprojekte des Bezirks.

In diesem Zusammenhang wurde nun Ende Jänner auch neue Studien zu dem viel diskutierten Lobautunnel veröffentlicht. Sehr viele neue Erkenntnisse brachten diese jedoch nicht, vielmehr wurden bekannte Argumentationen untermauert: ein Expertenteam von der TU Wien spricht sich klar gegen den Tunnel aus. Er sei verkehrstechnisch nicht notwendig und ziehe letztlich nur noch mehr Verkehr an, viel wichtiger sei ein größerer Fokus auf den öffentlichen Verkehr und Konzepte wie Park & Ride Anlagen. Eine andere Gruppe spricht sich für den Tunnel aus, da er für die „Standort- und Wirtschaftsentwicklung“ essenziell sei.

Einig ist man sich nur in dem Punkt, dass es unabhängig davon, ob der Tunnel nun kommt oder nicht, einen „Aktionsplan“ für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Transdanubien braucht.

Bild:
Erinnerung an die Demonstration gegen die Stadtstraße im September 2015
Bernhard Gaishofer und weitere AktivistInnen der KPÖ und von WIEN ANDERS waren mit dabei!

Liebe Wiener Verkehrsbetriebe: Pflanzt uns nicht!

  • Mittwoch, 13. September 2017 @ 19:53
U2 – Seestadt: Verbesserungen nur in der Früh
Ein Beitrag von Walther Leeb

Es darf ruhig wiederholt werden: Die Verlängerung der U2 vom Stadion in die Seestadt noch bevor deren Besiedlung richtig begonnen hatte, ist ein kluger Schritt der Wiener Verkehrsplaner gewesen. Anders als Tausende Menschen in der Großfeldsiedlung und am Rennbahnweg, die sich Jahrzehnte lang mit der Straßenbahn in die Innenstadt quälen mussten, steht den Seestädtern von Anfang an mit der U-Bahn ein hochrangiges Verkehrsmittel zur Verfügung.

Ärgerlich ist allerdings, dass nur jeder zweite Zug bis in die Seestadt fährt; und das nicht nur für die Bewohner derselben. Wer in der Umgebung der Haltestelle Hausfeldstraße wohnt oder dort umsteigen will, ist davon ebenso betroffen wie diejenigen, welche die Station Aspern Nord benutzen.

Jetzt haben es die Wiener Linien als große Verbesserung angekündigt, dass nach den Ferien jeder U2-Zug bis zur Endstation Seestadt geführt werden wird. Die Betroffenen können sich jetzt überlegen, ob sie sich darüber freuen sollen oder doch vielleicht ärgern, weil sie sich gepflanzt fühlen, dass Ihnen das als große Errungenschaft präsentiert wird.

Für den Neubau der Station Lobau!

  • Montag, 4. September 2017 @ 19:08
Auch wenn die Sommerveranstaltung der Bürgerinitiative S80 Lobau nun schon vor ein paar Wochen stattfand, das Thema rund um die aufgelassene Station Lobau der Linie S80 ist immer noch hochaktuell!

Zur Sommerfest - Kundgebung, welche am Zillbauerplatz am 19. August 2017 von der Bürgerinitiative S80 Lobau für die Neuerrichtung der Station Lobau organisiert wurde, kamen trotz strömendem Regen ca. 50 Personen. Auch viele neue Interessenten. Das ist nicht überraschend, denn durch die rege Bautätigkeit im Einzugsbereich der abgetragenen Station ist die Zahl der Betroffenen, die diese gerne nutzen würden deutlich gestiegen. Es wurde vernetzt und diskutiert:

Spät und weiter zögerlich!

  • Samstag, 15. Juli 2017 @ 11:07
Ab Schulbeginn fährt die U2 in den Morgenstunden mit allen Zügen in die Seestadt.

Als Teil „größter Netzänderung“ kündigen die Wiener Linien an, ab 04.09.2017 von Betriebsbeginn bis täglich 8:30 auf der U-Bahnlinie U2 alle Züge in die Seestadt zu führen.

Bis dato wird nur jede zweite U-Bahngarnitur bis zur Endstelle Seestadt geführt. Die U-Bahnzüge dazwischen werden kurzgeführt und enden in der Station Aspernstraße.

Obwohl die Seestadt als „weitgehend autofreier Stadtteil“ geplant wurde, es bereits zu Zeiten, als die Seestadt noch wenig besiedelt war, hinter der Station Aspernstraße große Wohngebiete gegeben hat und die Station Hausfeldstraße auch durch die Straßenbahnlinie 26 angebunden ist, verdoppeln sich für Fahrgäste, die dort in die U-Bahn ein- oder aussteigen, die Intervalle auf ihrem Weg in die - und aus der - „Stadt“.

Mehr Schnellbahn für Wien und das Umland

  • Mittwoch, 16. November 2016 @ 09:49
Die AK Wien hat richtungsweisende Ausbaupläne vorgestellt

Wien ist eine wachsende Stadt, das ist unbestritten. Ob der Zuzug das Ausmaß annehmen wird, das prognostiziert wird, kann hier dahingestellt werden. Tatsache ist, dass die Bundeshauptstadt, ihr Umland und auch die Donaustadt im Individualverkehr geradezu ersticken werden, wenn diesem nicht wirksam entgegengetreten wird. Bis zum Jahr 2030 ist mit einem wachsenden Autoverkehr um fünfzig Prozent zu rechnen.

Dass das nicht dadurch erfolgen kann und darf, dass man durch den Neubau von autobahnähnlichen Straßen – wie z.B. die Stadtstraße oder die Verbindung von Süßenbrunn nach Schwechat – neue Anreize zur Nutzung von PKW und LKW schafft, wird an anderer Stelle dieser Ausgabe erörtert.

Das einzige Mittel zur Eindämmung des Individualverkehrs ist und bleibt eine Ausweitung des Angebots der öffentlichen Verkehrsmittel. Die Arbeiterkammer Wien hat hierzu vor kurzem einen richtungsweisenden Plan für den Ausbau des Schnellbahnnetzes vorgestellt.

Witz des Monats (?)

  • Mittwoch, 26. Oktober 2016 @ 14:57
Die Bahnstation Hausfeldstraße, die Gemeinderat Josef Taucher (SPÖ) als „die beste Einladung zum Umstieg auf die Öffis" hält.

Der Donaustädter Gemeinderat Mag. Josef Taucher (SPÖ), zuvor viele Jahre stellvertretender Bezirksvorsteher in der Donaustadt, führte in der Gemeinderatssitzung am 21.10.2016 die S-Bahn-Station Hausfeldstraße als bestes Beispiel dafür an, dass „gut gebaute Stationen die beste Einladung zum Umstieg auf die Öffis“ seien.

Der Herr Gemeinderat scheint was die Bahnstation Hausfeldstraße betrifft, nicht auf dem Laufenden zu sein.

Marchegger Ast: Ausbau beginnt

  • Donnerstag, 23. Juni 2016 @ 21:00
Öffis statt noch mehr Töffis Bis Ende 2018 soll die Strecke zwischen Erzherzog-Karl-Straße und Aspern-Nord fertiggestellt werden

Es kommt einiges zu auf die Bewohner im Bereich zwischen den Bahnstationen Erzherzog-Karl-Straße und Hausfeldstraße: Bis Ende 2018 kommt es im Zuge des zweigleisigen Ausbaus des Marchegger Astes der Ostbahn (geplante Fertigstellung bis zur Staatsgrenze bis 2023) zu umfassenden Behinderungen und Umleitungen.

Wie die ÖBB vor Kurzem bei einem Informationsabend im Gymnasium am Contiweg vorgestellt haben, wird die Haltestelle Hirschstetten in Hochlage gebaut und verschwinden damit die Bahnübergänge bei der Hirschstettner Straße und am Contiweg. Auch wird die Haltestelle Aspern-Nord fertiggestellt und damit dort eine weitere Anbindung der Bahn an die U2 geschaffen.

U2: Nur jeder zweite Zug fährt in die Seestadt

  • Freitag, 4. März 2016 @ 08:08
Wie lange noch? –Die KPÖ tritt für rasches Ende solchen Unfugs ein!

Stellt Euch vor, eine Autobahn wird eröffnet. Weil der Zielpunkt noch nicht ausreichend bewohnt ist, darf ab einem bestimmten Streckenabschnitt zur Kostenersparnis nur jedes zweite Auto die sündteure neue Autobahn benützen, damit die Fahrbahn geschont wird.– Solche Überlegungen, wenn es um Autobahnen geht ? – Einfach undenkbar!

Szenenwechsel:

Auf der Linie U2 ist ein ähnlich seltsames Vorgehen seit ihrer Verlängerung in die Seestadt 2013 leider bis heute Realität. Obwohl in der Zwischenzeit dort immer mehr der Wohnungen bezogen werden, wird weiter nur jede zweite U-Bahngarnitur bis zur Endstelle Seestadt geführt. Die U-Bahnzüge dazwischen werden kurzgeführt und enden in der Station Aspernstraße.

Gemeinsam für ein fortschrittliches Verkehrskonzept!

  • Montag, 13. Juli 2015 @ 08:00
Bernhard Gaishofer, WIEN ANDERS – Spitzenkandidat für die Bezirksvertretung.

Verkehrspolitik ist gerade für unseren Bezirk ein wichtiges Thema, daher möchte ich in diesem Beitrag auf eben diese eingehen, vor allem auch, weil sie die aktuelle Stadtregierung stets als großen Erfolg verkauft.

Ja, die Jahreskarte ist im Vergleich zu früher günstiger geworden, aber die Kosten für Einzelfahrscheine sind dafür seit dem Jahr 2002 um sagenhafte 83% angestiegen! Ja, in der Inneren Stadt wurden Fußgängerzonen geschaffen, aber in den äußeren Bezirken werden Ortskerne tagtäglich von Durchzugsverkehr verstopft! Ja, in den letzten Jahren wurden teilweise U-Bahnlinien verlängert, dafür kam es bei anderen Verkehrsmitteln, wie Bussen, zu massiven Verschlechterungen wie Intervallverlängerung und Einstellung von Linien!

Man sieht: Es gibt eine Menge „Abers“.

Gegen den Durchzugsverkehr im Lobauvorland und für ein modernes Mobilitätskonzept in der Donaustadt!

  • Montag, 23. März 2015 @ 14:45
Am 20. März veranstaltete das BürgerInnennetzwerkes Wien Nordost und zahlreiche andere BürgerInneninitiativen eine Kundgebung auf der Fahrbahn Ecke Brockhausengasse/Lobaugasse, um auf den massiven Durchzugsverkehr im Lobauvorland aufmerksam zu machen und für die Durchsetzung eines verkehrstechnisch und ökologisch sinnvolles Mobilitätskonzept für den gesamten 22. Bezirk zu demonstrieren.

Bei schönem Wetter und zahlreichen BesucherInnen (rund 250) gab es jede Menge Informationsmaterial von den unterschiedlichen Initiativen, welche auf die katastrophale Verkehrssituation in der Donaustadt (und natürlich auch konkret im Lobauvorland) aufmerksam machten. Auch der KAKTUS war natürlich dabei!

Wo viel Licht ist, ist starker Schatten

  • Dienstag, 23. Dezember 2014 @ 09:53
Das Angebot der ÖBB im Nahverkehr lässt nach wie vor viel zu wünschen übrig.

Es ist sicher kein Fehler, dass man seit dem jüngsten Fahrplanwechsel bei den ÖBB direkt von Graz nach Prag fahren kann; und dass man mit dem Zug von Wien die tschechische Hauptstadt viel schneller als bisher erreicht, stört ebenso wenig jemanden wie der Umstand, dass man aus Linz direkt zum Flughafen Wien-Schwechat kommt.

Ebenso wenig wird es jemanden stören, dass viele Fahrten, die in den letzten Jahren in Meidling angetreten werden mussten, nunmehr am Hauptbahnhof – mit allen seinen Vor- und Nachteilen – beginnen.

Der neue Fahrplan und die richtige Inbetriebnahme des Hauptbahnhofes bringen tatsächlich beachtliche Verbesserungen, diese helfen allerdings demjenigen, der tagtäglich auf die Bahn angewiesen ist, um zur Arbeit oder in die Schule zu fahren, gar nicht. Wer auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen ist, kann daher der Eigenwerbung der Bundesbahnen nur wenig abgewinnen. Im Gegenteil er empfindet sie als ärgerlich und provokant.

Besonders ärgerlich ist das Angebot der ÖBB auf dem Marchegger Ast der Ostbahn. Das ist an sich nichts Neues. Als Tüpfelchen auf dem I ist allerdings nun die Schließung der Haltestelle Lobau hinzugetreten. Seit 14. Dezember dürfen die Anrainer, die bislang von dort nach Simmering gefahren sind, zwanzig Minuten zur Station Stadlau (zurück)gehen.

Bild: Sammlung zum Protestmarsch am 13.12. gegen die Schließung der S80-Haltetstelle Lobau - für den Kaktus war Walther Leeb dabei

ÖVP greift KPÖ-Forderung auf

  • Freitag, 19. Dezember 2014 @ 14:37
Ein weiterer Folgebericht zu Ver(schlimm)bessert ?
Von K. F. Hajek

Mehr als ein Jahr nach der Einführung der Autobuslinie 22A als Ersatz für die Strassenbahnlinie 26 (U1/Kagran ↔ Kagraner Platz) und die chronisch überlastete Autobuslinie 23A (Kagran ↔ Heidjöchl) – der KAKTUS berichtete mehrmals darüber - überraschte uns die ÖVP in der Donaustädter Bezirksvertretung mit einem Antrag auf Intervallverkürzung.

Darin wird ein 10-Minuten Intervall an Samstagen (nunmehr 15 Minuten), sowie ein 15-Minuten Intervall spätabends (nunmehr 20-30 Minuten) gefordert.

Ver(schlimm)bessert ? - Ein Folgebericht

  • Mittwoch, 5. November 2014 @ 08:17
Öffis statt noch mehr Töffis von K.F.Hajek

Wie der KAKTUS im Frühjahr berichtete;, besteht der “Ausbau” des öffentlichen Verkehrs hauptsächlich aus den Vorzeigelinien U2, 25 und 26. Abseits davon herrschen nach wie vor Dritte-Welt-Zustände.

Umso überraschender war es, als kurz nach Erscheinen unserer Frühjahrsausgabe de facto über Nacht auf der bislang mit groben mängeln behafteten Linie 22A eine zusätzliche Frequenz (allerdings leider nur in den Spitzenzeiten) eingeführt wurde, die das Intervall auf 10 Minuten reduzierte. Ausserhalb dieser bleibt es bei unzumutbaren 15 Minuten bzw. Spätabends bei 30 Minuten.

Vor etwa 1 Woche wurde dann auch teilweise die unzumutbare und sogar gefährliche Situation der 22A-Haltestelle Kagraner “entschärft”...

Ver(schlimm)bessert ?

  • Mittwoch, 19. März 2014 @ 11:32
Ein Kaktusbericht von K.F. Hajek

Der 5.10.2013 war ein bedeutender Tag für die Donaustadt. Wurden doch die Linien 25 und 26 in neuer Streckenführung gleich 2 zusammen mit der U2-Verlängerung bis zur Seestadt Aspern eröffnet.

Bürgermeister und die Vizebürgermeisterinnen nahmen ihr Bad in der Menge und es wurde viel von Fortschritt und Förderung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (öPNV) und damit Verminderung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) gesprochen.

Doch wie sieht die Förderungsleistung des öffentlichen Verkehrs abseits der Prestigelinien 25 und 26 aus?

Gleichzeitig mit der Fahrtroutenänderung der Linie 26 wurde die (chronisch überlastete) Buslinie 23A eingestellt und durch die neue Buslinie 22A ersetzt. So jedenfalls meinten die Wiener Linien.

Was jedoch wurde im Gegensatz zu früher wirklich verbessert?

S 80: Station Lobau erneut von Schließung bedroht

  • Mittwoch, 19. Februar 2014 @ 16:46
Für ÖBB ist Entscheidung trotz laufenden Mediationsverfahren offenbar bereits gefallen. Ein Kaktusbericht von Walther Leeb

Wenngleich von einem Taktfahrplan keine Rede sein kann und der Umstand, daß die Station in jede Richtung bestenfalls zwei Mal pro Stunde eingehalten wird, nicht dafür sprechen, daß die Bewohner im Bereich der Bahnhaltestelle Lobau sonderlich gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden wären, so konnte man sich doch der Hoffnung hingeben, daß man sich bei den ÖBB langsam damit abgefunden hat, daß diese Haltestelle erhalten bleiben müßte.

Dem ist offenbar nicht so. Während zwischen der Bürgerinitiative S 80 Lobau und den Verantwortlichen der Bundesbahnen ein Mediationsverfahren läuft, das über das künftige Schicksal der Station entscheiden soll, scheint die Sache für die ÖBB Infrastruktur AG bereits entschieden; u.zw. zum Nachteil der Fahrgäste. Im „Produktkatalog Netzzugang Stationen 2015“ findet sich die Haltestelle Lobau nicht mehr!

Bild: Demonstration für den Erhalt der Station S80 - Lobau im Jahr 2010

Öffi-Verkehr in der Donaustadt – Wo bleiben die versprochenen Nachbesserungen?

  • Samstag, 1. Februar 2014 @ 15:30
Öffis statt noch mehr Töffis Johann Höllisch (KPÖ) erinnert Norbert Scheed an sein Versprechen aus dem Vorjahr

Knapp nach den letzten Nationalratswahlen Anfang Oktober des Vorjahres wurde die Verlängerung der U2-Strecke bis in die Seestadt und die neue Straßenbahnlinie 26 in Betrieb genommen.

„...Einhergehend wurde gleichzeitig das Busnetz in unserem Bezirk in einigen Punkten verschlechtert..." Und zwar für jene, „die aus dem Nordosten und Osten des Bezirkes beruflich täglich über die Donau müssen" eine „deutlich kürzere, staufreie Wegzeit“, aber auch „in einigen Bereichen … Kapazitäten (die) mit der Nachfrage nicht zusammen (passen)… z.B: schlechtere Frequenzen, Fahrzeitverlängerungen durch neue Busführungen“, räumte im Oktober des Vorjahres auch Bezirksvorsteher Norbert Scheeed (SPÖ) via facebook ein.

Seestadt: U2 ohne Rolltreppen!

  • Freitag, 27. Dezember 2013 @ 08:14
Öffis statt noch mehr Töffis Aufstiegshilfen – wieder einmal vergessen?

Dass die U-Bahn schon jetzt bis zum zukünftigen Riesenprojekt „Seestadt“ fährt, ist ein Fortschritt. Bei bisherigen „Planungen“ hat die Gemeinde oft erst die Bauten ins „Niemandsland“ gestellt, um erst nach und nach für die Anbindung an den öffentlichen Verkehr zu sorgen. Nun fährt zwar die U2, was aber nicht fährt, sind Rolltreppen! Wegen notwendiger „Barrierefreiheit“ hat man nur einen Aufzug installiert.

Auf die Kritik von AnrainerInnen, dass dies zu wenig sei und die Überwindung der 50 Stufen zum Bahnsteig für ältere und gehbehinderte Menschen ein schwieriges bis unmögliches Unterfangen darstellt, kommen von Seiten der Gemeinde fragwürdige Argumente.

Mit dem Geschmack von Asphalt auf der Zunge?

  • Freitag, 11. Oktober 2013 @ 20:00
Öffis statt noch mehr Töffis Erste Stellungnahmen zu Eröffnung der U2 Verlängerung und einer neuen Straßenbahn (Linie 26)

Vor knapp einer Woche wurde die U2 Strecke bis in die Seestadt-Aspern und die neue Straßenbahnlinie 26 in Betrieb genommen. Jutta Matysek von den Bürgerinitiativen „Rettet die Lobau-Natur statt Beton“ und Werner Schandl von der Initiative „Hirschstetten-Retten“ meldeten sich dazu in einem Beitrag auf ökonews.at zu Wort. Beide Initiativen begrüßen jede Ausweitung der Öffi‘s im Bezirk, kritisieren aber auch damit gleichzeitig einhergehende Verschlechterungen.

Beide BürgeraktivistInnen bekräftigen ihre Forderungen, sowohl die in Autobahndimensionen geplante - Stadtstraße als auch die Lobau-Autobahn fallen zu lassen, „damit die Investitionen in den öffentlichen Verkehr ihre gewünschte Wirkung entfalten können und notwendige weitere finanziert werden können.“

Über Verbesserungen bei der Buslinie 26A

  • Montag, 22. Oktober 2012 @ 05:11
Öffis statt noch mehr Töffis Über Verbesserungen bei der Buslinie beim 26A berichtet der jüngste Newsletter der BürgerInitiative Marchfeld - Groß Enzersdorf (BIM).

Ab 29.10. fahren wochentags ab ca. 20 Uhr alle Busse der Linie 26A bis Groß Enzersdorf Busbahnhof. Auch wenn Politiker aller Coleurs sich damit rühmen: Der Druck dafür kam von der BIM mit Hilfe von mehr als 1000 Unterschriften. "Vielen Dank!

Leider wird sich an den Wochenenden und untertags nichts am derzeitigen Fahrplan ändern.

Rasen am Ring

  • Dienstag, 25. September 2012 @ 17:24
Für einen Tag gehörte die Ringstraße nicht den Autos

Am Samstag, den 22. September gehörten weite Teile des Ringes ausnahmsweise den Menschen, nicht den Autos. Über Aufruf der Plattform Autofreiestadt, der Bürgerinititive „Rettet die Lobau - Natur statt Beton“ und vieler anderer Initiativen aus Anlaß des weltweiten autofreien Tages fanden sich tausende Menschen auf der sonst verkehrsreichen Straße ein. Auf ausgerollten Rasenteppichen konnte man sich in Liegestühlen ausruhen, eine Kleinigkeit essen oder trinken oder etwas lesen. Kinder konnten spielen, ohne Auspuffgase einatmen oder Angst haben zu müssen, von Kraftfahrzeugen angefahren zu werden.

Von „Transdanubien“ sind etwa sechzig Personen mit der „Verkehrsinitiative Donaufeld“ mit dem Fahrrad zum Ring gefahren.

(Auf der Ringstraße, Bild rechts: Heidi Sequenz - Bezirksrätin Donaustädter Grüne, Franz Wagner - Rassismusfreies Transdanubien, Heinz Berger - Verkehrsinitiative Donaufeld und Johann Höllisch, KPÖ-Donaustadt)

S-80 Lobau: Erneute Verschlechterung

  • Mittwoch, 16. Mai 2012 @ 08:17
Öffis statt noch mehr Töffis Dass es eine Zeit gegeben hat, als man bei der S-80-Station Lobau regelmäßig und nicht nur einmal pro Stunde einen Zug besteigen konnte, liegt nun schon mehrere Jahre zurück.

Ein Radiobeitrag zum Thema "Nulltarif auf öffentlichen Verkehrsmitteln"

  • Sonntag, 19. Februar 2012 @ 08:19
Öffis statt noch mehr Töffis Jutta Matysek von der BI "Rettet die Lobau - Natur statt Beton" hat gemeinsam mit Andread Pruner einen Radiobeitrag zum Thema "Nulltarif auf öffentlichen Verkehrsmitteln" verfasst. Auch Johann Höllisch, Bezirkssprecher der KPÖ-Donaustadt kommt zu Wort.

"Kann der Nulltarif auf öffentlichen Verkehrsmitteln eine Initialzündung für eine umweltfreundlichere, gesündere, sozialere, bessere Stadt sein? Ist er finazierbar? Die belgische Stadt Hasslet beweist, dass es möglich ist, die staatliche E Contoll fordert es seit Jahren, die KPÖ hat es in ihrem Parteiprogramm und währenddessen sitzen jährlich hunderte Menschen im Gefängnis weil sie sich keinen Fahrschein leisten konnten und werden von gigantischen Schulden bei Verkehrsunternehmen von einer Reintegration in die Arbeitswelt ferngehalten."

Page navigation