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Man hat es nicht leicht mit den Öffis

  • Samstag, 3. Dezember 2022 @ 14:18
Öffis statt noch mehr Töffis Es ist nichts Neues, dass der öffentliche Verkehr in unserem Bezirk einiges zu wünschen übriglässt.
Wer abseits von Schnellbahn und U-Bahn unterwegs ist, kann ein Lied davon singen.

Auch bedingt durch Bauarbeiten für die Stadtstraße waren die vergangenen Monate für viele, die auf die Wiener Linien angewiesen sind oder aus Umweltbewusstsein auf das Auto verzichten, eine ziemliche Herausforderung. Die U2 fuhr während der Ferien nicht in die Seestadt, dann war Aspern-Nord nicht mit der Schnellbahn erreichbar.
(Siehe auch Kaktusonlinebeitrag vom 4:Juni 2022 - Hier klicken!)

Neben den üblichen Verspätungen auf den Buslinien 22A und 26A wartete man bei der Straßenbahnlinie 25 wiederholt (und nicht nur zur Hauptverkehrszeit) an die zwanzig Minuten auf den nächsten Zug. Das bei großer Hitze und einem fahrplanmäßigen Intervall von zehn Minuten! Wer auf einen Niederflurzug wartete und zum falschen Zeitpunkt zur Haltestelle kam, durfte sich auf eine Wartezeit von fast einer halben Stunde freuen.

Nun muss man den Wiener Linien zugutehalten, dass Verspätungen in der Regel auf den Individualverkehr im Allgemeinen und oftmals auf undisziplinierte Autofahrer zurückzuführen sind. Das Ausmaß und die Häufung der massiven Verspätungen des 25ers lassen durchaus den Verdacht aufkommen, dass es schon im Sommer auch zu einer Verlängerung der Intervalle wegen Personalmangels gekommen ist.

Seltsame Fahrplangestaltung

Gelegentlich machen die Wiener Linien ihren Kunden aber auch durch seltsame Fahrpläne das Leben schwer. Ein Beispiel gefällig?

Wenn Sie beispielsweise am späten Abend vom Großen Biberhaufen zum Pensionistenheim in der Tokiostraße fahren wollen – und sich somit innerhalb der Donaustadt bewegen – erwartet Sie folgende Überraschung und einiges an Ärger. Die Busse der Linie 95A erreichen – über den Kapellenweg kommend – die Langobardenstraße um 20 Uhr 49, 21 Uhr 19, 21 Uhr 39 und 22 Uhr. Der 25er, mit dem Sie Ihre Fahrt fortsetzen möchten, fährt von dort allerdings nicht etwa zwei bis drei Minuten später ab, sondern genau dann, wenn Sie ankommen. Wenn der Autobus nicht früher als fahrplanmäßig unterwegs ist oder der Fahrer der Straßenbahn aus Eigeninitiative ein bis zwei Minuten wartet, sehen Sie Ihre „Anschluss-Straßenbahn“ von weitem und ohne Sie wegfahren. Die Hoffnung, den 25er bis zur Erzherzog-Karl-Straße einzuholen, erfüllt sich geradezu nie. Es heißt also, für eine Fahrzeit von knapp zwanzig Minuten zehn oder mehr Minuten zu warten. Das nennt man Service!