Kaktusgespräch mit Architektin Claudia Schumm
Wohnen ist ein Grundrecht und Grundbedürfnis. Es ist wichtig, neuen und leistbaren Wohnraum zu schaffen. Dennoch gibt es gerade in der Donaustadt zahlreiche umstrittene Projekte, wie z.B. die geplanten Bauten in der Dittelgasse. (Siehe Kaktusberichte vom 2.Juni und 25.August)
Während der mitten im Lobauvorland geplante Wohnkomplex (450 Wohnungen mit mehr als 1000 neuen BewohnerInnen) wegen seiner Dimensionierung und auf Grund der dazu fehlenden Verkehrs- und Infrastruktureinrichtungen auf heftige Ablehnung stößt, hätte das von Architektin Claudia Schumm entwickelte Wohnprojekt „Glückstadt" in den Reihen der Bürgerinitiative „Monsterprojekt Dittelgasse- nein danke“ Akzeptanz gefunden.
Auch wenn es zu keiner Verwirklichung der Glückstadt in der Dittelgasse kommen wird, gibt es zuletzt eine erfreuliche Meldung: Vizebürgermeisterin Vassilakou hat knapp vor Redaktionsschluss doch zugesagt, sich für Veränderungen am derzeit bevorzugten Projekt einzusetzen und diese mit den betroffenen AnrainerInnen zu besprechen.
Ob und wo auch immer die „Glückstadt“ ihre Verwirklichung finden wird, zeigt deren Akzeptanz durch die Bürgerinitaive in der Dittelgasse, dass sie sich der Notwenigkeit der Schaffungvon neuem leistbaren Wohnraum nicht verschließt, und dass alle diesbezüglich gegenteiligen Vorwürfe jeglicher Grundlage entbeeren.
Der KAKTUS hat mit der Architektin Claudia Schumm (www.architekturundheilung.at) über die Bedeutung bzw. das Wirken von Wohnen auf den Menschen und die Gesellschaft und über Alternativen im Bereich des Wohnbaus, wie beispielsweise die von ihr entworfene „Glücksstadt“ gesprochen.
Nachstehend unsere Fragen und ihre Antworten: