„Mega-Investitionen“
- Montag, 23. September 2024 @ 07:14
Zur „klimafitten“ Verwandlung der Stadt?
Wirklich oder ist das nur Greenwashing und der Bodenfraß durch Straßen, Tunnels und Gewerbeparks geht munter weiter?
Michael Häupl hat vor Jahren einmal Vorwahlzeiten als "fokussierte Unintelligenz" bezeichnet. Wenn man jetzt die Vertreter der drei Großparteien reden hört oder ihre Aussendungen liest, muss man sich fast die Augen reiben ob der geäußerten Dreistigkeiten und eben der fokussierten Unintelligenz.
Bleiben wir einmal bei der Wiener SPÖ. Der Finanzstadtrat, sonst eher im medialen Hintergrund angesiedelt, wird plötzlich rabiat und verlangt ultimativ den Bau des Lobautunnels nach der nächsten Wahl. Denn sonst geht die Welt unter, vor allem die Welt der Wiener Autofahrer. Hatte die Verkehrsstadträtin jahrelang die Ansiedelung von Abertausenden Menschen als Grund für die „Stadtstraße“ angegeben, (wobei die Tausender nur so herumpurzelten, einmal sechzigtausend, ein andermal vierzigtausend ...), dreht sich jetzt der Spieß, nachdem am 22.5.2024 bei einer Pressekonferenz von Umweltbüro VIRUS, Bürgerinitiative BNWN und Bauträger Kallco der Zwangsverknüpfung von Wohnungsbau und Autobahnbau ein Ende gesetzt wurde. (OTS 0103 VIRUS -WUK -UMWELTBÜRO). Stadtrat Hanke fordert jetzt den Straßenausbau inklusive Lobautunnel, um Arbeitsplätze in die Seestadt zu bringen. Dabei schweben ihm Start-ups vor, die ja eher im Daten-Highway zu Hause sind und nicht unbedingt eine vier-bis sechsspurige Autobahn brauchen. Oder könnte es nicht auch sein, dass der Druck von einem Bau-Tycoon kommt, der in Aspern ein Logistikzentrum weiter ausbauen will, mit An- und Abfahrt von der „Stadtstraße“ versteht sich und bezahlt vom gemeinen Volk der SteuerzahlerInnen?
Im Übrigen hörte man erst vor wenigen Tagen, dass es bei der U2 im Bereich Rathaus in relativ seichter Tiefe geologische Setzungsbewegungen und Wassereinbrüche gibt, welche zu irrwitzigen Verzögerungen und Kostensteigerungen führen dürften. Die versprochene Eröffnung der U2 von der Donaustadt bis zum Karlsplatz verzögert sich und der Ausbau zum Matzleinsdorfer Platz (ursprünglich für kommendes Jahr vorgesehen) lässt noch mehrere Jahre auf sich warten. Erstaunlich ist hier jedoch die Kühnheit, mit der sich die Stadtregierung an den Lobautunnel heranwagen will, obwohl namhafte Experten schon lange größte Bedenken äußern.
„Megainvestitionen im Bezirk“ sind der vielbesungene „Artenvielfaltspark“ bei der Berresgasse, nachdem vorher große Ackerflächen zerstört wurden, oder der ÖBB Verschubbahnhof, der ohnehin seit Jahren ungenutzt ist und jetzt als „Renaturierungsobjekt“ herhalten muss. Und ja, da habe ich in einem Bezirksblatt aus 2020 in einem Kommentar von BV Nevrivy gelesen, dass Bäume in der Saltenstraße gepflanzt würden. Nun, ich war dort, um sie zu suchen. Ich habe keine gefunden!
Die ÖVP hat Österreich ja aus einem Kulturland zu einem Autoland verwandelt und da braucht einen nichts mehr zu wundern, außer vielleicht der OTS Kommentar von Herrn Mahrer: „Schluss mit Gewesslers ideologiegetriebener Blockade auf dem Rücken der Wienerinnen und Wiener!“
Die FPÖler als Klimawandelleugner wollen das Rad überhaupt zurückdrehen und nicht nur in der Schule wieder mit dem Bleistift arbeiten, sondern auch die Verbrennermotoren bis zum Nimmerleinstag behalten.
Die NEOS hatten sich bei ihrer Gründung als Gegner der Stadtstraße geoutet, inzwischen sind sie in der Stadtregierung und haben sich an die SPÖ angeglichen, noch dazu, wo sie einem Baulöwen viel zu verdanken haben, wie man ja auch noch beim Heumarkt-Projekt sieht, wo sie ebenfalls umgefallen sind.
Megainvestitionen eben, wohin man blickt, aber sicher nicht solche, die uns die kommenden Hitzejahre erträglicher machen werden!
Wirklich oder ist das nur Greenwashing und der Bodenfraß durch Straßen, Tunnels und Gewerbeparks geht munter weiter?
Michael Häupl hat vor Jahren einmal Vorwahlzeiten als "fokussierte Unintelligenz" bezeichnet. Wenn man jetzt die Vertreter der drei Großparteien reden hört oder ihre Aussendungen liest, muss man sich fast die Augen reiben ob der geäußerten Dreistigkeiten und eben der fokussierten Unintelligenz.
Bleiben wir einmal bei der Wiener SPÖ. Der Finanzstadtrat, sonst eher im medialen Hintergrund angesiedelt, wird plötzlich rabiat und verlangt ultimativ den Bau des Lobautunnels nach der nächsten Wahl. Denn sonst geht die Welt unter, vor allem die Welt der Wiener Autofahrer. Hatte die Verkehrsstadträtin jahrelang die Ansiedelung von Abertausenden Menschen als Grund für die „Stadtstraße“ angegeben, (wobei die Tausender nur so herumpurzelten, einmal sechzigtausend, ein andermal vierzigtausend ...), dreht sich jetzt der Spieß, nachdem am 22.5.2024 bei einer Pressekonferenz von Umweltbüro VIRUS, Bürgerinitiative BNWN und Bauträger Kallco der Zwangsverknüpfung von Wohnungsbau und Autobahnbau ein Ende gesetzt wurde. (OTS 0103 VIRUS -WUK -UMWELTBÜRO). Stadtrat Hanke fordert jetzt den Straßenausbau inklusive Lobautunnel, um Arbeitsplätze in die Seestadt zu bringen. Dabei schweben ihm Start-ups vor, die ja eher im Daten-Highway zu Hause sind und nicht unbedingt eine vier-bis sechsspurige Autobahn brauchen. Oder könnte es nicht auch sein, dass der Druck von einem Bau-Tycoon kommt, der in Aspern ein Logistikzentrum weiter ausbauen will, mit An- und Abfahrt von der „Stadtstraße“ versteht sich und bezahlt vom gemeinen Volk der SteuerzahlerInnen?
Im Übrigen hörte man erst vor wenigen Tagen, dass es bei der U2 im Bereich Rathaus in relativ seichter Tiefe geologische Setzungsbewegungen und Wassereinbrüche gibt, welche zu irrwitzigen Verzögerungen und Kostensteigerungen führen dürften. Die versprochene Eröffnung der U2 von der Donaustadt bis zum Karlsplatz verzögert sich und der Ausbau zum Matzleinsdorfer Platz (ursprünglich für kommendes Jahr vorgesehen) lässt noch mehrere Jahre auf sich warten. Erstaunlich ist hier jedoch die Kühnheit, mit der sich die Stadtregierung an den Lobautunnel heranwagen will, obwohl namhafte Experten schon lange größte Bedenken äußern.
„Megainvestitionen im Bezirk“ sind der vielbesungene „Artenvielfaltspark“ bei der Berresgasse, nachdem vorher große Ackerflächen zerstört wurden, oder der ÖBB Verschubbahnhof, der ohnehin seit Jahren ungenutzt ist und jetzt als „Renaturierungsobjekt“ herhalten muss. Und ja, da habe ich in einem Bezirksblatt aus 2020 in einem Kommentar von BV Nevrivy gelesen, dass Bäume in der Saltenstraße gepflanzt würden. Nun, ich war dort, um sie zu suchen. Ich habe keine gefunden!
Die ÖVP hat Österreich ja aus einem Kulturland zu einem Autoland verwandelt und da braucht einen nichts mehr zu wundern, außer vielleicht der OTS Kommentar von Herrn Mahrer: „Schluss mit Gewesslers ideologiegetriebener Blockade auf dem Rücken der Wienerinnen und Wiener!“
Die FPÖler als Klimawandelleugner wollen das Rad überhaupt zurückdrehen und nicht nur in der Schule wieder mit dem Bleistift arbeiten, sondern auch die Verbrennermotoren bis zum Nimmerleinstag behalten.
Die NEOS hatten sich bei ihrer Gründung als Gegner der Stadtstraße geoutet, inzwischen sind sie in der Stadtregierung und haben sich an die SPÖ angeglichen, noch dazu, wo sie einem Baulöwen viel zu verdanken haben, wie man ja auch noch beim Heumarkt-Projekt sieht, wo sie ebenfalls umgefallen sind.
Megainvestitionen eben, wohin man blickt, aber sicher nicht solche, die uns die kommenden Hitzejahre erträglicher machen werden!



