Willkommen bei KAKTUS - Online / KPÖ-Donaustadt 

Mehr barrierefreie Öffis für 1220

  • Samstag, 5. April 2025 @ 07:28
Kommentar von Bernhard Gaishofer,
KPÖ-Spitzenkandidat zu den Bezirksvertretungswahlen in der Donaustadt


Dass das öffentliche Verkehrssystem in Flächenbezirke wie der Donaustadt in vielen Bereichen mehr als ausbaufähig ist und es vor allem an halbwegs schnellen Querverbindungen innerhalb Transdanubiens fehlt, ist keine große Neuigkeit. Das erleben wir alle tagtäglich und wird auch schon seit Jahren von der KPÖ Donaustadt kritisiert.

Spannend ist jedoch, dass wir in den vergangenen Wochen von Donaustädter*innen aus den verschiedensten Bezirksteilen immer öfter auf einen anderen Aspekt angesprochen worden sind -nämlich die Zugänglichkeit der bzw. zu den Öffis.

Zwei kurze Beispiele möchte ich hierzu nennen:
  • Zunächst die Erreichbarkeit von Stationen, wobei hier eine aufgelassene Station der Buslinie 22A an der Ecke Wagramer Straße / Steigenteschgasse sinnbildlich dafür steht. Diese wurde im Zuge der Umbauarbeiten auf der Wagramer Straße verlegt, was nicht nur zu längeren Gehzeiten (10-15 Minuten) für die Anrainer*innen führt, sondern auch dazu, dass es bei der neuen Station kein Wartehäuschen und keine Sitzgelegenheit gibt. Ein Antrag zu einer Wiedererrichtung der ursprünglichen Station wurde in der letzten Bezirksvertretungssitzung von SPÖ und NEOS abgelehnt.
  • Ein anderes Beispiel wäre die Straßenbahnlinie 25:
    Hier wurde vollkommen zu Recht die Frage gestellt, weshalb es nicht möglich sei, dass auf dieser Linie ausschließlich oder zumindest weitestgehend Niederflurfahrzeuge verkehren? Bei einigen Linien in Wien ist das bereits üblich und gerade bei der 25er Bim, an deren Strecke das Donauspital, ein Pflegeheim und ein Pensionist*innenheim liegt, wäre dies naheliegend. Aktuell ist die Situation leider die, dass Menschen, welche auf Niederflurfahrzeuge angewiesen sind, zum Teil erhebliche Wartezeiten in Kauf nehmen müssen bis eine solche Garnitur kommt.
Somit zeigt sich, dass es sowohl im Bereich der Erreichbarkeit, als auch der Barrierefreiheit der öffentlichen Verkehrsmittel im Bezirk einiges an Verbesserungsbedarf gibt.

Für uns von der KPÖ Donaustadt ist klar:
  • Einerseits braucht es im Bezirk grundsätzlich einen Ausbau bzw. eine Verbesserung des öffentlichen Verkehrssystems, insbesondere in den Randgebieten der Donaustadt und dort wo keine U-Bahn in der Nähe ist.
  • Andererseits muss jedoch auch gewährleistet werden, dass die öffentlichen Verkehrsmittel, welche schon vorhanden sind, auch für alle Menschen auch gut zugänglich sind. Wobei sich das sowohl auf die Erreichbarkeit von Haltestellen, als auch auf die Fahrzeuge an sich bezieht. Insbesondere für mobilitätseingeschränkte Personen ist das ein mehr als relevanter Punkt.
Denn fix ist: Auch Mobilität ist ein Grundrecht und gerade auch in einem Flächenbezirk muss sie auch für alle frei zugänglich möglich sein!