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Hirschstetten - der schönste Teil der Donaustadt?

  • Freitag, 9. Dezember 2022 @ 01:21
Den ganzen Sommer über konnte man auf Inseraten mit dem Konterfei des Bezirksvorstehers in der Bezirkszeitung lesen, dass die Donaustadt Wiens schönster Bezirk sei. Online haben wir das bereits mehrmals kommentiert, noch bevor der echte Wahnsinn im Bezirksteil Hirschstetten begonnen hatte.

Siehe Kaktusonlinebeiträge vom Mai 2022 und August 2022

Margarete Lazar, Aktivistin von „Hirschstetten-retten“, hat über das aktuelle Geschehen rund um die Stadtstraße auch auch in unserer letzten Zeitungsausgabe für unsere Leser*innen auch aus den weiter weg liegenden Teilen unseres Bezirks berichtet.

Nun ist es jedoch soweit und auch Leute, die vorher geglaubt haben, die umstrittene Stadtstraße müsse kommen, haben jetzt ein langes Gesicht. Sie hatten sich wahrscheinlich nie der Mühe unterzogen, den wahren Verlauf der Straße anzuschauen, und jetzt sehen sie, dass praktisch kein Stein auf dem anderen bleibt und unser „Grätzl“ zur Verkehrshölle wird.

Wie man neuerdings lesen kann, ist in Favoriten ein „Supergrätzl“ geplant, dessen Vorläufer Anlagen wie der Karl Marx-Hof in Döbling sind: Wohnen, Nahversorgung, Kindergarten, Erholung, Anschluss an den öffentlichen Verkehr im Umfeld, Bäume, Bänke, Märkte und Veranstaltungen im öffentlichen Raum. Und was bekommen wir in Hirschstetten? Die Zerschneidung der Gemeindebauten - kein Supergrätzl, Verkehrslärm bei Tag und bei Nacht, keine nennenswerte Nahversorgung, denn der einzige noch verbliebene Gärtner weiß bis heute nicht, ob er seine Gärtnerei in der jetzigen Form weiterführen kann...

Wer ist in der Stadt- und Verkehrsplanung zuständig, und was denken sich diese Leute eigentlich? Sind der Bürgermeister und die „Stadtplaner“ in letzter Zeit einmal in Hirschstetten gewesen? Auf dümmliche Schilder, die unser Verständnis fordern, können wir verzichten.

Aber immerhin wissen wir jetzt, wer die großen Absahner bei dieser Straße sind und dass man uns zumutet, noch drei Jahre mit Lärm, Staub und Bodenerschütterungen zu leben.