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    Willkommen bei Kaktus
    Montag, 18. Dezember 2017 @ 02:28

    Haselsteiner und Zöchling kaufen ehemaliges Konsum–Zentrallager

    Weil es an die „Südosttangente A23 und Stadtstraße… gut angebunden“ wird.

    Der Bauunternehmer Haselsteiner (der seit der Gründung der NEOS zu deren großen finanziellen Förderern zählt) und der Wiener Unternehmer Stephan Zöchling, kaufen das nach der Konsumpleite übrig gebliebene Logistikzentrum in Hirschstetten, berichtet der Kurier.

    Das in die Jahre gekommene 1980 gebaute Logistiklager stand zuletzt leer. Es muss zu dessen Modernisierung viel Geld in die Hand genommen werden. Zöchling sieht aber an dem Objekt „drei große Vorteile: Es ist an die Wiener U-Bahnlinie U2 und an die Südosttangente A23 (Anschlussstelle Hirschstetten) gut angebunden. Auch die geplante Wiener Stadtstraße "Aspern" soll am Objekt vorbeiführen.“

    Das heißt im Klartext: „x-facher Verkehr von jetzt“

    Die gegen die Stadtstraße aktive überparteiliche Initiative Hirschstetten fühlt sich mit dieser Pressemeldung in ihren bisherigen Befürchtungen bestätigt.

    Es handelt sich um eine rund 110.000 Quadratmeter große vermietbare Fläche, (23,5 Hektar Grundstücksfläche).
    Das Grundstück gehört eigentlich der Stadt Wien. Die DHZ, die den Logistikpark als Nachfolgerin der 1995 bankrott gegangenen Einkaufsgesellschaft KONSUM bis zuletzt betrieb, verfügt aber auf dem Grundstück über ein verbrieftes Baurecht bis Ende 2055 und zahlt einen sogenannten Baurechtszins an die Stadt.

    Demonstration der Initiative „Hirschstetten-retten" - im Bild Margarete Lazar und KPÖ-Bezirkssprecher Bernhard Gaishofer waren mit dabei.

    „Ich hoffe, es kann sich jeder vorstellen, was uns da mit der Stadtstraße als Zubringer blühen würde…“ stellt ihr Sprecher Werner Schandl in einer Aussendung dazu fest.

    Im Bezirk treten die SPÖ, ÖVP und FPÖ, allen voran Bezirksvorsteher Nevrivy, in trauter Eintracht für den raschen Bau der Lobauautobahn und der mitten durch Wohn- und Erholungsgebiet geplanten mehrspurigen autobahnähnlichen Stadtstraße ein. Ihre Behauptung: Um die Donaustadt vom unvermeidbaren motorisierten Individualverkehr zu entlasten, sei der rasche Bau dieser beiden umstrittenen hochrangigen Straßenprojekte dringend erforderlich.

    Fragen über Fragen auch an die Pinken und Grünen.

    Die Entscheidung, ob diese Beteuerungen weiter geglaubt werden, oder es zu „dämmern beginnt“, dass die Stadtstraße den „x-fachen Verkehr von jetzt“ bringen wird – überlässt die überparteiliche Initiative jeder/jedem (im besonderen bisherigen „Befürwortern aus der Lavaterstraße“) selbst.

    Der KAKTUS erlaubt sich aber auch die Frage, ob die NEOS in der Donaustadt an ihrer bisherigen Ablehnung der geplanten Stadtstraße festhalten oder nach den Wahlen der Interessenslage ihres finanziellen Gönners Haselsteiner folgend, auch in dieser verkehrspolitischen Frage umschwenken wird? – Betreffend Lobauautobahn haben sich die NEOS in der Zwischenzeit längst den Autobahnbefürwortern der SPÖ; ÖVP und FPÖ angeschlossen.

    Unserer Meinung nach wäre es (mehr) als angebracht würde der Donaustädter Neo-Bezirksrat Ferdinand Maier und ihr Wiener Rathausklub diesbezüglich „Licht ins Dunkel“ bringen.

    Auch die Grünen, die im Bezirk den Widerstand Stadtstraße vorbehaltlos unterstützen, haben diesbezüglich Erklärungsbedarf. Ein Ergebnis, der für das Projekt erforderlichen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), steht nach wie vor aus. Der Beginn der UVP-Vverhandlung wird erst kommende Woche bekannt gegeben. Trotzdem hat der Grüne Wiener Gemeinderatsklub (in diesem Fall im Unterschied zu den NEOS) im dafür zuständigen Ausschuss gleichzeitig 60 Millionen zu Vorarbeiten für die Stadtstraße im letzten Halbjahr mit beschlossen.

    Siehe Kaktusbericht vom 12.05.2017

    Für die KPÖ zählt auch nach der Wahl, was sie vor der Wahl verspricht!

    Die KPÖ spricht sich unmissverständlich gegen die neugeplante Lobauautobahn aus und hat sich ebenso vom Beginn an gegen die autobahnähnliche Stadtstraße engagiert.

    In ihren bereits 2013 formulierten „K-Punkten“ tritt sie „aus Überzeugung gegen den Bau neuer Autobahnen und für eine Verdichtung des Öffi-Netzes, seiner Intervalle, sowie dessen Gratisnutzung“ ein.

    Der Kaktus berichtet über den Widerstand neuer autobahnähnlicher Straßen, durch und am Rande des Bezirks, regelmäßig. Margarete Laszar arbeitet seit deren Gründung in der BürgerInneninitiative aktiv mit und zählt auch bei den kommenden Nationalratswahlen zu unseren (parteiunabhängigen) KPÖ PLUS-KandidatInnen.

    Zuletzt hat auch unsere-Kandidatin aus Essling Judith Wiesner in einem Kaktusbeitrag, unseren Standpunkt dazu unmissverständlich zusammengefasst.