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"Drunt in der Lobau" tut sich so einiges - oder auch nicht?

  • Freitag, 22. August 2025 @ 18:30
Die Thematik ist schon lange bekannt, wird jedoch zusehends absurder. Bereits bevor, aber vor allem seit 2014, als die S80-Station Lobau vorerst endgültig geschlossen wurde, fordert die Bürger*inneninitiative S80 Lobau, unterstützt von der lokalen Bevölkerung, deren Wiedereröffnung. Alle Bezirksparteien haben sich letztlich dazu durchgerungen, ihr Anliegen zu unterstützen. Aber noch scheitert die Umsetzung weiter am Nein der ÖBB – zu teuer, zu wenig Fahrgäste, etc.

Das ist insofern nicht nachvollziehbar, als diese Station eine Vielzahl an Vorteilen für ganz Wien bringen würde:

  • Es könnte zu einer deutlichen Verbesserung der Verkehrssituation vor Ort kommen, insbesondere wenn es im Zuge einer Wiedereröffnung, in Zusammenarbeit mit den Wiener Linien, auch zu einer Anbindung an das Bussystem käme.
  • Gleichzeitig wäre es auch für die ganze Wiener Bevölkerung leichter, rasch und unkompliziert in die Lobau zu gelangen, welche immerhin eines der beliebtesten Naherholungsgebiete der Stadt ist.
  • Schlussendlich wollen wir der ÖBB noch ins Stammbuch schreiben, dass Angebot auch Nachfrage schafft. Denn wo keine oder nur sehr schlechte Verbindungen sind, werden diese nachvollziehbarerweise nicht in Anspruch genommen.
Neben diesen offensichtlichen Vorteilen ist auch die Forderung nach einer Umsetzung keineswegs jenseitig. Denn laut dem Zielnetzplan 2040 der ÖBB soll es nicht nur zu einem viergleisigen Ausbau der S80 kommen, sondern sind auch neue Stationen für den Personenverkehr zwischen Stadlau und Süßenbrunn geplant. Dies wäre also eine famose Möglichkeit, auch die S80-Station Lobau wieder zu öffnen.

Die ÖBB stellt sich jedoch weiterhin quer, obwohl die politischen Entscheidungsträger des Bezirkes – zumindest ihren Aussagen nach – dafür sind.

Wo ein Wille, wäre auch ein Weg!

Wünsche alleine reichen nicht. Es wäre jetzt auch notwendig, dass sich die etablierten Parteien, allen voran die SPÖ, mit ähnlicher Vehemenz für die Station Lobau einsetzen, wie sie dies für andere weitaus weniger sinnvolle Verkehrsprojekte tun. Uns drängt sich der Verdacht auf, dass es weiterhin am politischen Willen fehlt, in dieser Angelegenheit auf die ÖBB einzuwirken. Normalerweise ist die Politik nicht so zimperlich, ihre Forderungen bei den zuständigen Stellen zu deponieren.

Die KPÖ-Donaustadt spricht sich jedenfalls klar für eine Wiedereröffnung der Station Lobau aus, als einen der vielen notwendigen Schritte für eine Verbesserung des öffentlichen Verkehrs in 1220. Durch Zuzug und erhöhten Mobilitätsbedürfnissen ist heute der Bedarf größer denn je, was wohl nicht nur die politischen Entscheidungsträger*innen, sondern auch die ÖBB immer weniger bestreiten können.