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Die „Ortskerne" und die Stadtstraße

  • Samstag, 4. Dezember 2021 @ 10:25
von Margarete Lazar



Wann immer Planungs- und Verkehrstadträte oder gerne auch der Bezirksvorsteher uns das Theater TINA (= There is no Alternative) vorspielen, fehlte bis vor kurzem nie die Behauptung, es ginge neben allem anderen Unentbehrlichen natürlich auch um die Ortskerne, vor allem von Aspern und Hirschstetten, die „gerettet und entlastet" werden sollen.

Als dann im Frühjahr 2021 ruchbar wurde, dass die öffentlichen Bibliotheken in Aspern und Stadlau geschlossen würden, und die BewohnerInnen vor allem von Aspern die Befürchtung äußerten, dass das Gebäude - wie schon so oft in diesen trüben Tagen einem Baulöwen zum Fraß vorgeworfen würde - war es plötzlich vorbei mit dem Retten des Ortskerns, denn die alten Ortskerne wären ohnehin nicht mehr zu retten.

Warum ich das schreibe?

In der Hirschstettener Straße wird nämlich gerade auch ein schönes altes Haus abgerissen, dreimal dürfen Sie raten, warum?

Siehe auch Kaktusbeitrag vom 18.06.2017 - Neue Schutzzonen für die Donaustadt - Hier klicken!

Wie mir eine Anrainerin berichtete, sollte die Fassade erhalten bleiben. Um 8 Uhr morgens am 3.12.2021 gab es dann nur mehr Grundfesten zu bestaunen. Die Abrissarbeiten hätten bereits um 4 Uhr morgens begonnen, sagte die Anrainerin. Die Fassadenmauer wird doch nicht rein zufällig so früh am Morgen umgefallen sein?

Sicher nicht, denn der Ortskern soll ja gerettet werden, was immer darunter zu verstehen ist.