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Eine Wohnung fürs Enkerl? – oder doch nicht?

  • Donnerstag, 22. Juli 2021 @ 10:34
Aus einer KAKTUS-Sondernummer, die ein unter den Fingernägeln brennendes Thema aufgreift

Vor geraumer Zeit hat sich der KAKTUS nach längerer pandemiebedingter Pause mit einer Kaktuszeitungssonderausgabe über die massive Bautätigkeit und damit einhergehende überhandnehmende Versiegelung im Bezirk wieder zu Wort gemeldet.

Eine reguläre KAKTUS-Zeitung (Umfang von 8 Seiten) ist in der Zwischenzeit ebenfalls in Fertigstellung und wird noch im Sommer, wie gewohnt, wieder an alle KAKTUS-Gratisabonnentinnen per Post versendet und in ausgesuchten Teilen des Bezirks von KAKTUS-Aktivist*innen verteilt.

Wer mehr zu den Themen "Verbauung / Wohnen /Versiegelung" und über auch andere Probleme unseres Bezirkes lesen will, sollte unbedingt unsere KAKTUS-Zeitung (welche unter normalen Bedingungen 3-4x jährlich erscheint) lesen, entweder online und als Bezieher unseres kpoe22 - Newsletters oder als Gratisabonnent unserer Zeitung. Sowohl der Newsletter als auch ein Gratisabo des KAKTUS (Zur Zusendung der Kaktuszeitung wird die Postadresse benötigt) kann mit einem E-Mail an donaustaedter@kpoe.at oder kaktusfreundinnen@gmx.at geordert werden.

Alle Beiträge unserer Zeitungsausgaben werden (zeitversetzt) auch online freigeschaltet.

Wer sehenden Auges durch die Donaustadt geht, sieht sehr schnell, dass die tatsächlich gebauten Wohnklotze definitiv nicht für das "Enkerl" sein können. Bei den meisten steht nämlich

Frei finanzierte Eigentumswohnungen und Vorsorgewohnungen


Bilder aufgenommen in der Ziegelhofstraße

Nach der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 suchten "Investoren" weltweit neue Möglichkeiten, das Geld ihrer Klienten auf anderen Wegen zu vermehren - sprich in Immobilien. Und so verkommt Wohnen vor allem in Europa vom Grundrecht zur Ware und von dort zum Finanzprodukt.

Genau das passiert zur Zeit auch in der Donaustadt, weil hier noch entsprechendes Grünland vorhanden war, das von der Gemeinde Wien ohne Bedenken in Bauland umgewidmet wurde.

In den vielen Bauten, die scheinbar planlos auf die grüne Wiese gestellt wurden und werden, steckt vor allem Geld von Investoren aus den USA (18 Milliarden €) Deutschland (9,6 €) etc. etc. bis zu Zypern und Jersey. Und die wollen ein Return ihres Investments sehen.

Eine Folge davon sind teilweise astronomische Mieten, die für durchschnittliche Einkommen unerschwinglich sind. Gleichzeitig gibt es aber eine hohe Nachfrage an gemeinnützigen Wohnungen. Durch den großen Flächenverbrauch der Wohnungen aus dem "Premiumsegment"steigen jedoch auch die Grundpreise für die Gemeinnützigen Bauträger. So lässt sich die Wohnungsknappheit erklären.

Am 14. 6. 2021 war auf ORF online z. B. zu lesen, dass der Triiiple Tower am Donaukanal demnächst fertig gestellt werde. Der Landstraßer Bezirksvorsteher bezeichnet das Bauvorhaben als Vorzeigeprojekt , das er immer unterstützt habe, leid tue ihm nur, dass es dort keine geförderten Wohnungen gebe! Warum eigentlich nicht?

Uns fehlen keine Luxuswohnungen, die ausländischen Investoren Geld einbringen, nein, uns fehlen Wohnungen mit realistischen Mieten für die Bevölkerung, die mit weniger Geld und Luxus auskommen muss.

WIE LANGE WILL DIE BEVÖLKERUNG NOCH SCHWEIGEN ZUM ENKERL-MÄRCHEN, DAS SIE AUFGETISCHT BEKOMMT?

Wir danken verschiedenen investigativen Gruppen für Klarheit darüber, was sich in Wien im allgemeinen und in der Donaustadt im besonderen bei Bau neuer Häuser eigentlich abspielt. Wer sich besonders für das Thema interessiert, kann auf
ORF online "Immobilieninvestoren entdecken Wien" vom 29. 4. 2021
weitere spannende Informationen dazu lesen.

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