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Autobahnen sind die Wege der Konzerne.

  • Montag, 5. Juli 2021 @ 14:31

Rund 5000 Klimaschützer*innen haben sich letzten Freitag an einer Demonstration gegen die „Lobauautobahn und ihre Metastasen S1 Spange und die Stadtstraße“ vom Karlsplatz, vorbei am Wiener Rathaus, zum Ballhausplatz, beteiligt.


Engagierte Beteiligung an der Demonstration auch aus Hirschstetten

Von Fridays For Future initiiert und von zahlreichen Organisationen wie VIRUS, Greenpeace, Global 2000, System Change not Climate Change, Extinction Rebellion den Bürgerinitiativen "Rettet die Lobau Natur statt Beton" und "Hirschstetten retten", sowie "Platz für Wien" und "Selbstbestimmtes Österreich" unterstützt, führte die Demonstration diesmal vom Karlsplatz, zu einer Zwischenkundgebung beim Wiener Rathaus und zur Abschlusskundgebung auf dem Ballhausplatz.

Die seitens der grünen Klima- und Verkehrsministerin auch für die Lobauautobahn, die S1 Spange und die Stadtstraße, mit besonderem Augenmerk auf die Klimaziele, angekündigte Evaluierung, wurde von den Demo-Teilnehmer*innen durchgehend begrüßt. Mit der gestarteten Evaluierung habe Bundesministerin Gewessler einen längst überfälligen Schritt gesetzt, es komme aber auch darauf an, unter welchen Modalitäten die Evaluierung durchgeführt wird (Aussendung Umweltbüro VIRUS) und wie die Folgeschritte aussehen werden. Die Lobauautobahn sei, ein „stadtplanerisches Fossil der 1970er Jahre“, welches alleine die klimaschädlichen Emissionen um 100.000 Tonnen jährlich erhöhen würde, stellt dazu Greenpeace in einer Aussendung fest.

Dass sich Bürgermeister Ludwig (SPÖ) und andere Mitglieder der Stadtregierung, im Gleichklang mit ÖVP-Politiker*innen aus Niederösterreich und der FPÖ, in völliger Verkennung der Zeichen der Zeit, über den eingeleiteten Evaluierungsprozess empören und mit Klagen (Bericht www.vienna.at vom 02.07.2021) im Falle weiterer Verzögerungen drohen, bestätigt eindrucksvoll die Einschätzung von Fridays For Future, dass „der politische Widerstand der Klimaschutzbremser noch nicht überwunden ist“

Hermann Knoflacher – Verkehrsexperte - aus seiner Abschlussrede am Ballhausplatz:

„Autobahnen sind die Wege der Konzerne.
200.000 Waldviertler*innen haben es geschafft, ihren Lebensraum zu retten. 2,5 Millionen Wiener*innen und Anrainer werden das auch schaffen.
Österreich wird noch weiter untergehen, wenn wir diese Projekte zulassen. Man muss sich für das Gute einsetzen und kämpfen.
Wenn wir eine Zukunft haben wollen, müssen wir uns dafür einsetzen.“