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Kundgebung: 80 Jahre "Februar 34“

  • Freitag, 17. Januar 2014 @ 18:59
Samstag,15.Februar 2014 - Die KPÖ-Wien ladet zu einer Kundgebung beim Goethehof in Kaisermühlen ein

Das Jahr 2014 wird in der Donaustadt im Zeichen des 60-jährigen Jubiläums des Bezirkes stehen. Über den „runden Geburtstag“ unseres Bezirkes hinaus gibt es aber auch andere (runde) Gedenktage, wie der 12.Februar 1934, aus dessen Anlass die Wiener KPÖ zu einer Gedenkkundgebung vor dem Goethehof in die Donaustadt einladet.

Beginn der Kundgebung:
16 Uhr, vor dem Haupteingang des Goethehofes, 1220, Schüttaustraße 1-39

Im Anschluss an die Kundgebung (ab 17Uhr) gibt es eine KPÖ-Veranstaltung im WERKL im Goethehof mit einem Vortrag "Die Lehren des Februar 34" von Friedl Garscha und einen Film: "Tränen statt Gewehre - Anni Haider erzählt“

Faschismus in Österreich gab es bereits vor dem März 1938

Vor 80 Jahren beseitigte der christlich-soziale Bundeskanzler Dollfuß mittels des Bundesheers und der austrofaschistischen Heimwehrverbände die letzten Reste der schon angeschlagenen österreichischen Demokratie. Der faschistische Ständestaat war, wenn auch nicht mit der von den Nazifaschisten später an den Tag gelegten "Gründlichkeit", von politischer Verfolgung Andersdenkender geprägt und es gab standrechtliche Hinrichtungen.

Es entspricht einfach nicht den Tatsachen, wenn Kräfte in der ÖVP Dollfuss, noch immer die Rolle als "Opfer des Nazifaschismus" zubilligen wollen. Sowohl für Dollfuss als auch seinen Nachfolger Schuschnigg stand bis zuletzt die Option eines Ausgleichs mit den Nazifaschisten im Vordergrund. Auch wenn es Teile der ÖVP bis heute nicht wahrhaben wollen, hat die Politik der austrofaschistischen Regierung zu einer unvorstellbaren Verbreitung des Massenelends geführt. Damals wie auch heute sind soziale Ausgrenzung und Armut zu wichtigen Feldern für rechtspopulistische Demagogen geworden. Das alles war eine Mitursache dafür, dass der Hitlerfaschismus später auf so fruchtbaren Boden fiel.

Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

Am 12. Februar 1934 erhoben sich Teile der österreichischen ArbeiterInnenbewegung und des Republikanischen Schutzbundes gegen das austrofaschistische Regime. Der Goethehof zählt zu den in der Zeit des „Roten Wien“ erbauten Gemeindebauten und war wie der Karl Marx Hof in Döbling und anderen damaligen Gemeindebauten in Wien heiß umkämpft.

Auch wenn es Februar 1934 im Februar die Donaustadt noch nicht als eigenen Bezirk gab, gehören die damaligen Ereignisse zur Geschichte unseres Bezirkes, die wir nicht in Vergessenheit geraten lassen wollen und unterscheiden uns dabei grundlegend von der sozialpartnerschaftlich geprägten „Februarbewältigung” von SPÖ und ÖVP mit ihrer Grundthese einer „geteilten Schuld“ .