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Volksstimmefest 2009: Gemeinsam gefeiert, weiter grenzenlos solidarisch!

  • Dienstag, 8. September 2009 @ 09:15
Der „Kaktus“ freute sich über den guten Besuch im „Zentrum Donau“

Eine stürmische und regnerische Nacht von Freitag auf Samstag (Es wurden Sturmböen bis zu 100 Stundenkilometer vorausgesagt) und deutlich kühleres Wetter als in den Tagen zuvor tat dem Besucherzustrom zum Volksstimmefest keinen Abbruch. Bis zum Festbeginn Samstagnachmittag war das Wetter „im Griff“ Sonntag schien wieder die Sonne.

Das Zentrum Donau (ein gemeinsamer Festplatz der KPÖ Bezirksgruppen aus der Leopoldstadt, der Brigittenau, Floridsdorf und der Donaustadt war auch heuer wieder gut besucht. Johann Höllisch, Bezirkssprecher der KPÖ-Donaustadt, die seit vielen Jahren die Hauptverantwortung für das „Zentrum Donau“ trägt und dafür die meisten AktivistInnen stellt, dankt allen, die auch heuer aktiv zum Gelingen beigetragen haben.

„Wenn sogar der Kasperl kommunistisch wird…" Der Donaustädter Volksstimmefestkasperl war auch heuer wieder ein Anziehungspunkt für die jüngeren FestbesucherInnen. Die dort gespielten Stücke greifen kindgerecht aber auch für erwachsene ZuschauerInnen humorvoll durchaus aktuelle Themen unserer Zeit auf. So wurde im heuer gezeigten Stück „Der verflixte Shoppingzauber“ die auch vom Kaktus in der realen Erwachsenenwelt aufgezeigte und kritisierte Verdrängung der Nahversorgung durch immer größer werdende Shoppingtempel (siehe Donauzentrum) kindgerecht thematisiert. In einem Bericht einer Tageszeitung über das Fest am Sonntag erfuhren darauf bezogen deren LeserInnen, dass am VolksstimmeFest für diese beiden Tage „sogar der Kasperl kommunistisch wird.

Dunkelrote Variante im heurigen Bierangebot

Das Wiesengasthaus im Zentrum Donau war an beiden Tagen gut besucht. Dort angebotene Spezialitäten wie die bereits seit vielen Jahren den FestbesucherInnen bekannte Kraut- oder Wurstfleckerl und die er heuer neu verkauften Saumeisen waren bereits Sonntag nachmittags restlos ausverkauft. (Knoblauchsuppe, Burenwurst und Würstel gab es bis zum Schluss). Viele der BesucherInnne kommen auch auf einen Kaffee mit Kuchen aus dem vielfältigen Angebot der von FreundInnen des Kaktus selbstgebackenen und für das Fest gespendeten Mehlspeisen zu uns

Ein besonderer Verkaufshit war auch das im Zentrum Donau verkaufte „Rote Zwickl-Bier“, ein vom Fass gezapftes Spezialbier der Brauerei Ottakring, die „dunkelrote Variante“ im Bierangebot am diesjährigen Volksstimmefest. An einer ebenfalls zugkräftigen dunkelroten Variante im Angebot an die WählerInnen aus unserem Betzirk für die nächsten Wiener Wahlen wird seit geraumer Zeit bereits mit ebenso großem Nachdruck gearbeitet!

Politische Information gab es am Infopunkt. Die dort an beiden Festtagen vom Leopoldstädter KPÖ Bezirksrat und Mietenberater angebotene kostenlose Erstberatung in Wohnungs- und Mietrechtsfragen wurde gerne angenommen. Reges Interesse fand auch der in diesem Bereich vorhandene Bücherflohmarkt.

Dass ebenfalls bereits traditionelle „Stadlauer Wurfspiel“ durfte auch heuer nicht fehlen und rundet das Angebot der vier Donaubezirke am Fest ab.

Kultur, Sport, politische Diskussion und Informtaion und ein unverwechselbares Festflair!

Dass an den drei Bühnen gebotene Programm, das Sportfest (Judo, Schach), die an beiden Tagen stattgefundene Lesung „Linkes Wort“, ein auch an anderen Punkten auf der Festwiese reichhaltiges Angebot für Kinder (eigens Kinderprogramm, Autodrom und andere Belustigungen für Kinder) vor allem aber das unverwechselbare Festflair war auch heuer Anziehungspunkt um auf die Jesuitenwiese in den Wiener Prater zu kommen.

Großes politisches Interesse fand die im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Fest erfolgte Präsentation des vom ehemaligen KPÖ-Vorsitzenden Walter Baier geschriebenen Buches „Das kurze Jahrhundert – Kommunismus in Österreich“ über die Geschichte der KPÖ von 1918 bis 2008“

Die Volksstimme, die „große Schwester“ des Kaktus kehrt auf den (linken)„Zeitungshimmel“ zurück!

Über viele Jahrzehnte gibt es das als Fest der ihrer früheren, seit Anfang der Neunziger Jahre aus finanziellen Gründen eingestellten Tageszeitung „Volksstimme“ von den Wiener KommunistInnen und Kommunisten jährlich veranstaltete Fest, welches sich aber auch ohne Tageszeitung und der auch für die KPÖ seither geänderten finanziellen Bedingungen (vor allem auch dank der vielen unentgeltlichen AktivistInnen und auch anderer UnterstützerInnen) weiter erhalten ließ.

So wie der Kaktus als von der KPÖ-Donaustadt herausgegebene Bezirkszeitung längst für einen weit über das KPÖ-Umfeld in unserem Bezirk hinaus wichtiges Informationsmedium in unserem Bezirk geworden ist, hat die Volksstimme Zeit ihres Bestehens zu einem wichtigen Medium der Linken gezählt. Nachdem die Zeitung zuletzt, der schwierigen finanziellen Situation und der Tatsache, auf ausschließlich unentgeltliche Arbeit angewiesen zu sein, geschuldet, nur mehr sporadisch erschien, war eine Entscheidung nötig. Die Diskussion darüber führte dazu, einen neuen Anlauf für ihr weiteres Erscheinen als Monatszeitung in Angriff zu nehmen. Das heurige Volksstimmefest war auch Anlass diesen neuen Anlauf mit einem neuem inhaltlichen Konzept einem neuen grafischem Layout (Walter Oberhauser) und mit einer neuen Redaktion, der Öffentlichkeit zu präsentieren. Für die nächsten zehn Nummern hat KPÖ Bundessprecher Mirko Messner gemeinsam mit Lutz Holzinger (dem letzten Chefredakteur der eingestellten Tageszeitung) und Bärbel Danneberg) die redaktionelle Verantwortung übernommen. Die Zeitung, deren erste Nummer gut aufgenommen wird, soll künftig im Abo (10 Nummern 50 Euro, für Menschen mit ger8ingen Einkommen gibt es ein ermäßigtes Abo um 25 Euro!) erhältlich sein und außer Jänner und August monatlich erscheinen. Eine Einzelnummer kostet 5 Euro (Am Volksstimmefest wurde sie zum Kennenlernen um 3 Euro verkauft) und wird bei der KPÖ erhältlich sein.