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U1: Keine Aufstiegshilfen auf der Donauinsel

  • Montag, 21. April 2008 @ 12:15
Öffis statt noch mehr Töffis U-Bahn-Station ohne Rolltreppen und Aufzüge.

Jetzt naht wieder die warme Jahreszeit, die zigtausende Wienerinnen, Wiener und Gäste unserer Stadt in das Erholungsgebiet "Donauinsel" locken wird. Bedingt durch das steigende Umweltbewusstsein, sollen dabei vor allem die Öffis, also die U-Bahnen, benützt werden. Und da gerät wieder ein alter Mangel ins Blickfeld der Öffentlichkeit: Die U1-Station Donauinsel hat weder Rolltreppen noch Aufzüge! Man hatte seinerzeit, beim Bau der U-Bahn auf derlei Hilfsmittel einfach "vergessen" und war bis heute nicht im Stande, diesen Fehler zu beheben. Vor einiger Zeit hat man zwar Auffahrtsrampen geschaffen, die aber für Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer ohne Hilfe, wenn überhaupt, nur mühsam zu überwinden sind. Rundherum schießen die Hochhäuser wie die Schwammerln aus dem Boden. Dabei werden nicht nur modernste Hilfsmittel aller Art angewendet, sondern auch Unsummen an Investitionsgeldern verbaut. Für die Nachrüstung der U1-Station "Donauinsel", mit dringend notwendigen Aufzügen, soll es keine technischen und finanziellen Möglichkeiten geben?

In Wirklichkeit stellt sich die verantwortliche SP-Stadtverwaltung mit derlei Unvermögen nur selbst ein Armutszeugnis aus und zeigt wie "anders" Wien wirklich ist. Interessant, in diesem Zusammenhang, ist auch die Projektausschreibung "ways 2 go" des SP-Verkehrsministeriums, bei der unter anderem die "Entwicklung nachhaltiger barrierefreier, inklusiver Mobilitätslösungen" gesucht werden sollen. Der "einfache Zugang für alle Verkehrsteilnehmer" zu den öffentlichen Verkehrsmitteln soll dabei ein Schwerpunkt sein ("Kurier" 14. 2.08)

So weit so gut. Aber: Um alle U-Bahnstationen "barrierefrei" zu machen und wenigstens mit ausreichenden Rolltreppen und Aufzügen auszustatten, braucht es von den verantwortlichen SP-Stadtpolitikern keine besonderen "Projekte", sondern nur offene Augen und mehr Bereitschaft, begangene Fehler gut zu machen.