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Verzicht auf eigenen PKW schwer gemacht

  • Montag, 14. Mai 2007 @ 06:25
Seit einigen Jahren merkt man es auch in der Donaustadt: In weiten Teilen des Bezirks herrscht Parkplatznot. Es gibt einfach zu viele Autos in Wien und auch bei uns im "Zweiundzwanzigsten"

Wer dem allerdings Rechnung tragen und auf sein Auto verzichten will, der hat es nicht leicht. Abgesehen von den Unzulänglichkeiten des öffentlichen Verkehrs, wird einem trotz vereinzelter guter Ansätze kein wirklicher Anreiz geboten, ein "autofreier" Haushalt zu sein.

Die "Wiener Linien" bieten in Zusammenarbeit mit der Firma Denzel Jahreskartenbesitzern die Möglichkeit, günstig ein Carsharing-Angebot. Die Rechnung ist an sich klar. Wer nur gelegentlich ein Kraftfahrzeug benötigt, ist wesentlich besser dran, wenn er sich das Geld für den Ankauf und die Erhaltung eines eigenen Kraftfahrzeuges spart. Wenn er einmal wirklich ein Auto braucht, kann er eines mieten oder mit anderen BenützerInnen teilen.

Aber hier haben gerade wir DonaustädterInnen ein Problem: Im ganzen Bezirk gibt es weder einen Standort, wo die/der JahreskartenbesitzerIn "ihr/sein Denzelauto" abholen und / oder zurückstellen kann. Damit ist die, an sich begrüßenswerte, Aktion für einen wesentlichen Teil der Wiener Bevölkerung von nur geringem Nutzen. Wer fährt schon gerne zwei Mal öffentlich über die Donau, um sich ein Auto auszuborgen und zurückzubringen?

Und überhaupt wird der Abschied vom eigenen Auto nicht gerade gefördert. Eine unserer Leserinnen, die ihren Hauptwohnsitz in Erdberg (und dort ein "Parkpickerl" hat), wollte ihren PKW mit einem Bekannten in Mariahilf teilen. Warum schließlich zwei Autos haben, wenn vielleicht zwei bis drei Fahrten pro Woche anfallen?! Da reicht doch ein Wagen. Doch genau hier ergab sich ein unlösbares Problem: Ein "Parkpickerl" für zwei Bezirke ist nicht zu erwirken gewesen, auch wenn man beim Magistrat das Modell als "interessant" bezeichnet hat. Hätte der Herr aus dem sechsten Bezirk auf das hinauf nicht endgültig auf ein Auto verzichtet, gäbe es einen weiteren (unnötigen) "Kübel" mehr .