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ÖFFIS: MEHR FÜR QUER!

  • Montag, 12. März 2007 @ 17:40
Öffis statt noch mehr Töffis Der Abschluss der Bauarbeiten für die verlängerte U1 nach Leopoldau brachte auch einige Veränderungen bei Bus und Bim mit sich.
Manche Linien wurden, da parallel zur neuen U1 verlaufend, verlegt oder kurzgeführt.
Dabei hat man aber auf den Ausbau des Verkehrsnetzes, das heißt auf den Querverkehr "vergessen".
Donaustadt ist, wie bekannt, der flächenmäßig größte Bezirk Wiens. Der U-Bahnausbau allein löst da nicht alle Verkehrsprobleme. Um den Bezirk mit einem flächendeckenden Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln zu versorgen fehlt noch so einiges. Viele Bezirksteile sind nur umzureichend versorgt. Die meisten Buslinien verbinden zwar die Ortskerne mit U- oder Straßenbahn, die Intervalle sind aber immer noch zu lang.
Dazu fehlt es an Querverbindungen zwischen den Wohn- und Siedlungsgebieten, die aus den jetzigen Verbesserungsversuchen erst ein richtiges Verkehrsnetz machen würden.
Übrigens: Auch die U-Bahn hat noch Schwachstellen! So mangelt es an so mancher effektiven Steighilfe, wie Rolltreppe oder Aufzug. Der extremste Fall ist wohl die Station "Donauinsel". Dort gibt es weder das eine noch das andere. Dafür sind die Vertreter der Wiener Linien ganz stolz darauf, dass dort stattdessen eine "Auffahrtsrampe" gebaut wurde. Dieses Bauwerk mag ja für Mütter mit Kinderwagen gerade noch brauchbar sein, ob aber Gehbehinderte, ältere Menschen und Rollstuhlfahrer dadurch eine Erleichterung erfahren oder nicht ist den Stadtvätern offensichtlich egal.
Die U-Bahn verkürzt zwar eindeutig die Fahrzeiten mit den Öffis, notwendig wäre aber auch die Benutzbarkeit, wenigstens durch die Nachrüstung mit Aufzügen, zu verbessern.