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    Willkommen bei Kaktus
    Tuesday, 27. June 2017 @ 14:16

    Kommunismus heißt Kritik

    Ein Kommentar von Georg Högelsberger, Junge Linke (JULI)

    Kommunismus beginnt nicht ganz zufällig mit demselben Buchstaben wie Kritik. Herausheben möchte ich damit natürlich den inhaltlichen Aspekt: Kommunismus ohne Kritik kann es nicht geben! Schon allein deshalb, weil er als sozialphilosophische und –ökonomische Theorie verfasst wurde, welche die Eigenschaft hat, immer auf den Säulen der Vernunft erbaut zu werden. Und Vernunft funktioniert nun einmal nicht ohne kritisches Hinterfragen. Leider ist es aber nicht so einfach, sich eine eigene Meinung zu bilden.

    Der Begriff der Kritik wird zuweilen sehr weit gefasst – und das nicht immer im positiven Sinn. Beinhaltet die Kritik, wie sie von nachdenkenden Menschen aufgefasst wird, noch den Aspekt der Vernunft, so ist genau der für den „Mainstream“ leider kein Thema mehr. Schuld daran sind die heutzutage angewandten „Massenverblödungswaffen“ – also die sogenannten „Mainstream-Medien“.

    Kritische Leser_innen können nun mit Recht einwenden: „Das ist doch nichts Neues mehr!“. Stimmt, aber es wird auch nicht gerade besser mit der Zeit. Gerade in den vergangenen Monaten, mit der „Ukraine-Krise“ und dem „Griechenland-Skandal“, ist erschreckenderweise die steigende propagandistische Dynamik und Vorgehensweise der „westlichen“ Medien immer deutlicher zu bemerken. Aber das Erschreckendste ist: Viele Leute glauben den Blödsinn, egal, wie haarsträubend so mancher Unsinn sein mag, der da verzapft wird! Von den Medien falsch informiert zu werden, ist eine Sache, die kann immer passieren, dagegen kann man nicht viel tun. Bei den allerwildesten, hetzerischen Kampagnen aber immer noch nicht dahinterzukommen, dass sie eben nur solche sind, also Meldungen, die meilenweit von objektiver, informationsbezogener oder gar bildender Berichterstattung entfernt sind, ist dagegen nicht so einfach entschuldbar.

    Genau dagegen wollen wir als Kommunist_Innen Stellung beziehen. Fehlende Kritik ist nichts anderes als höchst reaktionär und demnach gefährlich. Um das zu erkennen, muss man auch kein Marx sein: Wenn alle Menschen aufhören, vernünftig über die Dinge nachzudenken und stattdessen nur mehr irgendwelche vorgefertigten, klischeehaften und inhaltlich höchst bedenklichen „Meinungen“ nachplappern, dann kann dabei nichts Gutes rauskommen!

    Wir von der KPÖ bleiben deswegen dabei: Ein besseres Bildungssystem muss her! Das kritische Nachdenken gehört gefördert und den Kindern beigebracht. Langfristig gesehen können nur die zukünftigen Generationen für eine vernünftigere und mündigere Gesellschaft sorgen. Für uns mag es vielleicht schon zu spät sein, aber lasst uns wenigstens für sie einen Anfang machen, eine Basis bauen.

    Wer mit mir über meinen Beitrag ins Gespräch kommen will, ist herzlich willkommen. Wir können uns bei Veranstaltungen der KPÖ-Donaustadt treffen, oder Sie schreiben mir einfach: donaustaedter@kpoe.at