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    Sunday, 26. March 2017 @ 07:16

    Brockhausengasse: Immer mehr Verkehr

    Keine neuen Autobahnen!Die Lobauautobahn - Lösung des Problems?

    Ein paar Kilometer Radwege mehr und günstigere Jahreskarten für die Öffis, während die Siedlungs- und Grüngebiete am Stadtrand vom Verkehr überschwemmt werden – das kann doch wohl nicht die ganze Verkehrspolitik einer Grünen Stadträtin sein!

    Das Problem ist schon lange bekannt. Seit 1991 bemühen sich die BewohnerInnen am Heustadlmais, ihre Situation zu verbessern. Die als Schleichwege beliebten Nebenstraßen, wie Brockhausengasse und Lobaugasse, werden immer mehr vom steigenden Verkehrsaufkommen mit Lärm und Feinstaub belastet (TV-„Konkret“ vom 12./13.4.2012).

    Die Menschen dort leben zwar am Rande des Erholungsgebietes Lobau, aber gleichzeitig in einer verkehrsbelasteten Wohngegend. Und die zuständigen Behörden und Politiker schauen weg oder reden nur darüber, ohne etwas dagegen zu tun.

    Lärmschutz – nur Alibi?

    So wurde in Wien zwar ein „Lärmschutzgesetz“ beschlossen, welches Lärmgrenzen von 30 und 40 Dezibel festlegt, um die Einhaltung kümmert man sich aber wenig. So kommt es, dass trotz Schwellen und 30er Zone die Autos mit bis zu 105 km/h durch die Siedlung rasen und dort regelmäßig Lärmpegel von 50 bis 60 Dezibel gemessen werden. Gelegentliche Geschwindigkeitskontrollen durch die Polizei ändern an der Situation auf Dauer nichts. Ein Vertreter der Polizei meinte sogar, die Belastungen wären nur eine Sache der „Wahrnehmung“ und was sollten da erst die Leute am Gürtel sagen. Eine unleugbare Gefahr für die Sicherheit der Fußgänger, besonders für die Kinder, stellt das Nichtvorhandensein von Gehsteigen dar.

    Bezirksvorsteher sieht einzig in der Lobauautobahn "Lösung des Problems"!

    Rüdiger Maresch, als Vertreter der Grünen Verkehrsstadträtin, findet zwar die Lage der dortigen Anrainer „grauslich“ und meint, dass ein „Einbahnzirkus“ den Autofahrern die Lust an der Schleichwegbenützung nehmen könnte, verweist aber in Sachen „Gehwege“ auf einen zukünftigen Fußgängerbeauftragten. Da stellt sich aber schon die Frage: Wann wird die zuständige Stelle, nämlich das Büro Vassilakou, in dieser Sache endlich selbst aktiv?

    Interessant sind auch die Kommentare von Magistrat und Bezirk, die laut ORF nur schriftlich vorliegen, da beiden Behörden „keine Zeit“ für mündliche Stellungnahmen hatten.

    Während die zuständige MA eine Einbahnlösung ablehnt, da auch andere Nebengassen davon betroffen wären, verweist der Bezirksvorsteher gar auf die Fertigstellung der S1, also der Lobauautobahn, im Jahr 2017. Bisher haben allerdings alle neuen Autobahnen für die AnrainerInnen mehr statt weniger Verkehr gebracht.

    Die Wiener Politik will also bestenfalls reden und aktuell nichts tun.

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