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    Friday, 21. July 2017 @ 04:38

    FLUGLÄRM: ERHÖHUNG DER GRENZWERTE STATT VERMINDERUNG DER BELASTUNG

    FluglärmBei Scheitern des Bratislava-Deals noch mehr Flüge über Wien.

    Immer mehr entpuppt sich die - längst abgeschlossene - groß angelegte Flughafen-Mediation als groß angelegter Betrug an den Interessen der fluglärmgeplagten Bevölkerung.

    Da sind einmal die Esslinger, die - mehr oder weniger - freiwillig, "die Krot gefressen" und den Vertrag unterzeichnet haben. Sie trösten sich mit der zweifelhaften Hoffnung, dass eine dritte Piste, verbunden mit entsprechendem Anflugsystem, sie endgültig von den Belastungen des Fluglärms befreien könnte. Nur: Ein Ankauf des Flughafens Bratislava würde diese Variante zumindest um weitere Jahre hinauszögern.
    Aus anderen Teilen der Stadt hört man, dass sich seit Abschluss des Mediationsvertrages praktisch nichts am Fluglärm verändert hat.
    Im Gegenteil- die Liesinger leiden erst jetzt unter verstärkten Belastungen.
    Und nun ist der Kaufvertrag für den Flughafen Bratislava ins Wanken geraten.
    Dieser Airport, der Schwechat entlasten sollte, könnte auf einmal nicht mehr zum Verkauf stehen.
    Der Ausbau des Wiener Flughafens und die daraus resultierende massive Zunahme der Flugbewegungen würden den schon jetzt fluglärmgeplagten Wienern erneut auf den Kopf fallen.
    Eine Deckelung der stetig wachsenden Zahl von An- und Abflügen, wie sie die Bürgerinitiativen fordern, kommt weder für die Flughafenbetreiber noch für die Bundesländer Wien (SP) und Niederösterreich (VP) in Frage.
    Mit dem zweifelhaften Totschlagargument, ein Einbremsen der Flugbewegungen würde "den Wirtschaftsstandort beschädigen", fahren sie geeint gegen die Interessen der Bevölkerung. ("Kurier" 8. 8. 06)

    Noch mehr Dezibel

    Dazu plant die Regierung noch einen weiteren Coup: Man will die Lärm-Grenzwerte von 55 Dezibel am Tag und 45 Dezibel in der Nacht auf 65 und 55 anheben! Bewusst will man sich dabei über die Empfehlungen der Weltgesundheitsbehörde hinwegsetzen und diese gesundheitsgefährdende Maßnahme auch gesetzlich absichern. Eine Verzehnfachung (!) der Starts und Landungen wäre bei dieser Gesetzeslage möglich.
    Die Grundlagen für diese Gesetzesänderung hätten schon Mitte Juli im zuständigen Parlamentsausschuss geschaffen werden sollen. Die massiven Proteste der Fluglärmgegner und die Tatsache eines vorverlegten Wahltermins haben die Abgeordneten dieses Thema auf die Zeit nach dem 1.Oktober verschieben lassen. Und danach geht der Skandal weiter: "Nach den Wahlen werden die umstrittenen Grenzwerte von Verkehrs- und Umweltminister in einer Verordnung (!) erlassen werden." ("Kronenzeitung" 16.7.06)
    Das dürfte offensichtlich schon jetzt beschlossene Sache sein, egal welcher Partei die neuen Ressortminister dann angehören.

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