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Sorgen um die Alte Donau!

  • Freitag, 13. August 2021 @ 08:28
Gastbeitrag der „Bürgerinitiative ehemalige AGM Gründe – Alte Donau“

Seit dem Verkauf der ehemaligen AGM Gründe im Bereich Industriestraße / Lange Allee in Wien Donaustadt von REWE an den Wohnbauerrichter BUWOG GROUP schrillen bei den Bewohnern der Kleingarten- und Gartensiedlungen entlang der Unteren Alten Donau die Alarmglocken.

Die Tatsache, dass an der Oberen Alten Donau mehrstöckige Wohnbauten immer näher an die Alte Donau heranrücken, lässt befürchten, dass die BUWOG wohl nicht die Errichtung von Einfamilienhäusern plant. Tatsache ist, dass an der Unteren Alten Donau zwischen Industriestraße und Alte Donau fast ausschließlich Widmungen für Kleingärten und Gärten mit Bauklasse I bestehen.

Damit das auch künftig so ist und das heutige Erholungsgebiet auch ein solches bleibt, wurde der Verein „Bürgerinitiative ehemalige AGM Gründe – Alte Donau“ ins Leben gerufen. Dahinter verbirgt sich eine Bürgerinitiative, welche von besorgten Anrainern und Vertretern angrenzender Kleingarten- und Siedlungsvereinen initiiert wurde. Der Verein strebt die Förderung eines gesunden und nachhaltigen Lebensraumes im 22. Wiener Gemeindebezirk an, insbesondere im Bereich der Unteren Alten Donau, somit die Wahrung der gemeinsamen Interessen der Erholungssuchenden und der Bewohner.

Da auch im näheren Umfeld der Alten Donau massive Verbauungen geplant sind, z.B. das Projekt Pünktchen und Anton bei der U2 Station Donaustadtbrücke und die Verbauung der ehemaligen Mazda-Rainer-Gründe an der Donaustadtstraße werden Verkehr und Umweltbelastung für das Erholungsgebiet Alte Donau massiv zunehmen, eine Naturressource, welche nicht beliebig belastbar ist! Der enorme Andrang an die Untere Alte Donau im Zuge des Lockdowns in Folge der COVID-19 Maßnahmen hat schon sehr deutlich gemacht, wo die Grenzen für eine saubere Natur und die Zumutbarkeit für die Anrainer sind.

In ersten Kontaktgesprächen zwischen der Bürgerinitiative und der BUWOG ergaben sich keinerlei neue Erkenntnisse hinsichtlich der Bebauungsabsichten der BUWOG. Weder zeitliche oder inhaltliche Informationen über die künftige Nutzung des AGM-Areals wurden bekannt gegeben. Dass die BUWOG aber auch den zu den AGM-Gründen gehörenden ehemaligen Tennisplatz erwarb, lässt erwarten, dass diese als Sportstätte gewidmete Fläche wohl das Tauschobjekt für den Widmungshandel mit der Stadt Wien sein soll. Aus dem Kaufpreis für diese Fläche lässt sich ableiten, dass die BUWOG eine Umwidmung für wesentlich höhere Bauwerke anstrebt.

Im Endeffekt wird eine mögliche Umwidmung des Areals durch die Stadt Wien entscheiden, ob die Alte Donau ein geschütztes Erholungs- und Naturgebiet bleibt, oder ob die Interessen von auf Gewinn ausgerichteten Immobilienfirmen wichtiger sind als jene der vielen tausenden Bewohner der Gartensiedlungen und erholungssuchenden Besuchern des Gewässers.

Viel Unterstützung erhofft man sich von Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy, der bei ersten Gesprächen mit der Bürgerinitiative seine Unterstützung für deren Anliegen erkennen ließ.

Wenn Sie die Bürgerinitiative unterstützen möchten oder Fragen zum Verein „Bürgerinitiative ehemalige AGM Gründe – Alte Donau“ und dessen aktuellen Tätigkeiten haben, senden Sie ein E-Mail an r.herbacek@aon.at.

Siehe dazu auch Online- KAKTUS-Beitrag vom 14.09.2020 - Hier klicken!

Am 17.03.2021 hat sich die Donaustädter Bezirksvertretung in einer einstimmig beschlossenen Resolution unmissverständlich dafür ausgesprochen, "dass die Gründe (ehemals ADEG und Tennisanlage) auf der Alten Donau im Bereich der Langen Allee nicht in Wohnbau umgewidmet werden."