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Livestyle & Events: Opus Dei & D-City

  • Donnerstag, 1. April 2021 @ 08:14
Donaucity Die „Donaucity“ soll in den nächsten Jahren als „D-CITY“ zu einem trendigen und urbanen Wiener Stadtteil werden.

Die S+B Gruppe startet zusammen mit den Partnerunternehmen SORAVIA, STRABAG Real Estate, COMMERZ REAL, HausInvest, GREYSTAR, Stadt Wien und Deka Immobilien, zum Endspurt auf der Donauplatte. Auf allen Ebenen rotieren Kräne und Bagger auf Hochtouren. Türme wachsen aus windigen Tiefen in schwindlige Höhen und verheißen kapitalstarken Anlegern satte Gewinne. Geräuschvoll fahren auch weiter südlich, Richtung Donau, schwere Geräte auf.

Über die einstige „Weltausstellung-Diagonale“ – von Hans Hollein und Coop Himmelb(l)au für die Expo 95 konzipiert – geht’s fließend zu „DC Waterline“ weiter. Zahlreiche Kulturprojekte tauchten hier schon im Laufe der Jahrzehnte auf – und gingen in den Untiefen der Stadtplanung unter. (Guggenheim Museum, Akademie der bildenden Künste, Angewandte, Sea-Life-Center, Mumok, Musikhalle, Weltmuseum und das "Haus der Kulturen“ mitgestaltet vom US-amerikanischen Theaterregisseur Peter Sellars.) Erst die Streichung des Wörtchens „universitär“ aus der Sonderwidmung brachte vor zwei Jahren eine elegante Lösung des „Kultur-Problems“ – mit einer Umwidmung zum Kindergarten. Somit konnten „STRABAG Real Estate und die S+B Gruppe“, vereint als “DC Waterline", unbehindert loslegen.

Die finale Transformation der „Donaucity“ zur „D-City“, rund um die „Isidro-Fabela-Promenade“ verspricht Impulse für das ganze Areal: „Aus dem ehemaligen Außenbezirk „über der Donau“ entwickelt sich einer der exklusivsten Plätze Wiens“: Topausgestattete Büros, Eigentumswohnungen, ein Innovations-Campus für Forschung, Ateliers für Künstler, Kindergarten, Schulcampus und weitere Bildungseinrichtungen“.

Zum Beispiel den Bildungscampus „Stella International School D.C.“ Eine trendige, aber wenig innovative katholische Privatschule. „Die Initiatoren sind inspiriert von der Botschaft des „Opus Dei“, den eigenen Glauben im Alltag zu leben und einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.“ “Opus Dei" war im Verlauf seiner Geschichte, vom Franco-Regime in Spanien, bis hin zu den Diktaturen Lateinamerikas, (Augusto Pinochet), tatkräftig beteiligt,- und ist es noch immer. Das Denkmal von Chiles Präsident Salvatore Allende – einem Opfer dieser unheiligen Allianzen – steht im nahen Donaupark. Viele Straßennamen der Donaucity, Denkmäler des Donauparks erinnern an Persönlichkeiten die für Toleranz und Humanismus stehen. Welche Namen dürfen wir in Zukunft erwarten?

Kommt an der Schnittstelle einer urbanen Kultur der unterschiedlichen sozialen Milieus, Ethnien, Ideologien und Religionen, in unmittelbarer Nachbarschaft zur UNO-City, ein Schulcampus, der schon von vornherein die Kinder eines großen Teils der Bewohnerschaft und Werktätigen vor Ort ausschließt?

Kommt - von allen kulturellen Ambitionen – an einem der attraktivsten Plätze der Donauplatte ausgerechnet ein Flagship für „Opus Dei“?

Wie meint Wolfdieter Jarisch, Gesellschafter und Mitglied des Vorstandes der S+B Gruppe AG: „Ein Gesamtkonzept für ein Stadtentwicklungsgebiet sollte immer gemeinschaftlich umgesetzt werden. Wenn es allerdings einen Dirigenten gibt, der überall dabei ist, überall ein wenig die Richtung vorgibt und gleichzeitig darauf achtet, dass auch an Kinderbetreuungseinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten sowie genügend Raum für die individuelle Freizeitgestaltung gedacht wird, dann wird das Projekt erfolgreich sein.“

Sein Wort in Gottes Ohr!