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    Willkommen bei Kaktus
    Sunday, 28. May 2017 @ 06:43

    Auch 2014 stark erhöhte Feinstaubwerte in Stadlau!

    „Ein weiteres Zeichen, dass es endlich einen starken Ausbau und Verbesserungen des öffentlichen Verkehrswesen braucht“, meint Bernhard Gaishofer (KPÖ-Donaustadt)

    Wie zahlreiche Medien, unter anderem die Tageszeitung „Der Standard“ berichten, gab es auch im Jahr 2014 in ganz Österreich erhöhte Feinstaubwerte. Besonders stark betroffen ist Wien und hier konkret der Bezirksteil Stadlau, in welchem es an 33 Tagen zur Überschreitung des gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwertes kam. Im Vergleich zum Vorjahr ist hier sogar von einem Anstieg der Feinstaubbelastung zu sprechen, da im Jahr 2013 „nur“ 25 Tage über dem Grenzwert lagen.

    Neben der Industrie ist immer noch der motorisierte Individualverkehr, sprich Autoverkehr, Hauptverursacher von Feinstaub. Als Feinstaub bezeichnet man sehr feine Partikel, welche durch das Einatmen (verschmutzter) Luft in die Atemwege gelangen können und allergische Reaktionen und Krankheiten wie Lungenkrebs verursachen können. Ist man Feinstaub also über längere Zeit ausgesetzt, ist man somit einer ständigen gesundheitlichen Gefährdung und Einschränkung der Lebensqualität konfrontiert.

    Nun stellt sich natürlich die Frage, welche Schritte von der Gemeinde Wien bzw. dem Bezirk unternommen werden um gegen diese Belastung vorzugehen. Wie vom KAKTUS bereits vor einem Jahr thematisiert wurde gibt es auch heute leider immer noch von keinen konstruktiven Aktionen seitens der Regierenden zu berichten. Denn eine Sache ist in diesem Zusammenhang klar – es braucht ein verkehrspolitisches Umdenken und den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel um dieses Problem zu lösen.

    Von einem Fortschritt in der Verkehrspolitik kann man jedoch nicht sprechen. So wird im 22. Bezirk beispielsweise immer noch am Bau der autobahnähnlichen Stadtstraße in Hirschstetten festgehalten. Mit dem Argument, dass man damit die Stadtkerne entlasten würde. Dies klingt auf den ersten Blick einleuchtend, wird jedoch ad absurdum geführt, da die geplante Straße durch dichtes Wohngebiet und ein Erholungsgebiet führen soll, was wiederum für die dortigen AnrainerInnen zu einer Mehrbelastung führt. Auch würde der Bau der Straße nur zu einem erhöhten Autoverkehrsaufkommen führen, da Hochleistungsstraßen (und um eine solche handelt es sich bei dem Projekt) nur noch mehr Verkehr anziehen.

    Auch die Veränderungen im Bereich des öffentlichen Verkehrs legen Zweifel nahe, dass es zu einer Verbesserung kommt. So sind unter anderem gerade in Donaustadt einzelne Buslinien von Verschlechterungen in den Fahrplänen betroffen. Bei der Schnellbahnlinie S80 wird sogar von der Schließung einzelner Stationen gesprochen! Von der nochmaligen Erhöhung der Preise für Einzelfahrkarten möchte man in diesem Zusammenhang gar nicht sprechen. All dies trägt nicht gerade dazu bei den öffentlichen Verkehr attraktiver zu gestalten.

    „ Es braucht mehr als Prestigeprojekte wie Fußgängerzonen in den innerstädtischen Bezirken und bunte Fahrradwege oder die massenweise Errichtung von Kurzparkzonen um einen Wandel in der Verkehrspolitik herbeizuführen. Die KPÖ hat in diesem Punkt eine ganz klare Positionierung: Massiver Ausbau des öffentlichen Verkehrs, Verbesserung des Komforts wie zum Beispiel die Verkürzung von Intervallen und eine radikale Vergünstigung des öffentlichen Verkehrs mit dem Ziel des Nulltarifs. Nur auf diesem Weg wird man eine Veränderung des Verkehrswesens und somit eine Verbesserung der Lebensqualität von allen erreichen können! “, so Bernhard Gaishofer, Bezirkssprecher der KPÖ Donaustadt, abschließend.