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    Sunday, 28. May 2017 @ 06:42

    Donaucity: Neuer Tower – alte Windlage

    Donaucity/Windplage/LärmDroht Ähnliches in der Seestadt?

    Nachdem die WED-Manager das Windproblem in der Donaucity lange Zeit geleugnet hatten, mussten sie schließlich nach Expertenuntersuchungen die außergewöhnliche Situation durch Fallwinde zugeben. Da sich die paar Betonwannen, Plexiglasverkleidungen und der Bambus als „Windschutz“ beim Ares-Tower parallel zur Hauptwindrichtung als bloße Alibiaktion und praktisch wirkungslos herausgestellt hatten, vertröstete die WED-Führung auf die angeblich windhemmende Wirkung des neuen DC-Towers.

    Windschutz durch Tower?

    Ein Bauexperte vom Projektsteuerungsteam erzählt von der Anlage einer „Windschutzeinrichtung“. Da es in den vergangenen Jahren „immer wieder“ vorgekommen ist, „dass auf der Donauplatte PassantInnen von Fallwinden, die entlang der Hochhaus-Fassaden hinunterrasen, umgerissen wurden“, hat man nun „vor den DC-Tower schirmartige Konstruktionen aufgestellt.“ Diese Einrichtungen waren vorher an einem Modell im Windkanal getestet worden. „Die Schirme sollen aber auch vor Sonnenlicht und herabfallenden Gegenständen schützen“ („Kurier“ 2. 3. 14). Außerdem wurde der Eingangsbereich zusätzlich mit Plexiglaswänden abgeschirmt.

    Windschutz gleich Null

    So weit, so gut. Aber wie schaut es mit der tatsächlichen Wirksamkeit dieser Maßnahmen aus? Jeder, der sich selbst überzeugen möchte, wird feststellen, dass all dies wenig bringt und sich an der Gesamtsituation in Sachen „Wind in der Donaucity“ nichts verändert hat. Die bekannten Beeinträchtigungen für die BewohnerInnen und BenützerInnen der Donaucity bleiben weiterhin bestehen. So werden zum Beispiel mobile Hinweistafeln beim Ares-Tower durch den Wind immer wieder in falsche Richtungen gedreht. Daran können auch die sich in unmittelbarer Nähe befindlichen Betonwannen nichts ändern.

    Wind in der Seestadt

    Übrigens: Wie aus Fachkreisen zu erfahren ist, droht in der neu geplanten Seestadt ein ähnliches Windproblem. Aus den vorläufigen Plänen gehe hervor, dass mindestens eine Häuserzeile mit gleichhohen Gebäuden in der Hauptwindrichtung angelegt werden soll. Das würde zu einer ähnlichen Situation wie in der Donaucity führen. Dabei ließe sich, durch geringe Eingriffe in die Planung, so einiges zum Besseren bewirken. Unterschiedliche Bauhöhen, quergestellte Gebäude und windbrechende Grünanlagen mit entsprechenden Baumpflanzungen wären machbare Maßnahmen, um zu verhindern, dass dort die gleichen Planungsfehler geschehen.

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