Gehsteige sind nicht überall notwendig

Mittwoch, 8. Januar 2025 @ 14:09

Eine Verkehrsberuhigung wäre die bessere Lösung

In Städten ist man es heutzutage gewohnt, fast überall Gehsteige vorzufinden. Sie sind geradezu unabdingbar. Wenn sie nicht, was häufig vorkommt, zu schmal sind, keine E-Scooter daherkommen oder im Weg stehen und man es nicht mit ähnlich Unangenehmem zu tun hat, können die Gehsteige ihrem Zweck entsprechend verwendet werden.

Bei uns in der Donaustadt ist manches anders, es gibt noch viele Straßenzüge ohne Gehsteige; und das ist – vielleicht von der einen oder anderen Ausnahme abgesehen – kein Fehler. Denn nicht überall bedarf es eines Gehsteiges, die Errichtung eines solchen würde nur zu einer weiteren Versiegelung von Boden führen. Im Übrigen müssten die Kosten von den Anrainern getragen werden, was vor einigen Jahren in Breitenlee für massiven Unmut gesorgt hat.

Ein Bezirksteil fast ohne Gehsteige ist Süßenbrunn. Sowohl im alten Ort als auch in Neu-Süßenbrunn (der Siedlung bei der Schnellbahn-Haltestelle) sind Grünstreifen, mitunter mit Bäumen und Büschen bepflanzt. Die Fußgänger benutzen die asphaltierte Fahrbahn, was angesichts des mäßigen Verkehrsaufkommens kein Problem sein sollte.

Das Ganze hat aber einen Schönheitsfehler: Obwohl fast überall eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h besteht, gefallen sich viele Autofahrer darin, mit 50 km/h oder noch schneller dahinzurasen und den Rechtsvorrang zu missachten, wodurch sie die Fußgänger, Radfahrer, spielende Kinder und freilaufende Tiere gefährden. Wobei zu sagen ist, dass Verkehrsteilnehmer, die nicht ortskundig sind, sich vielleicht nicht bewusst sind, sich in einer „30er Zone“ zu befinden. Die Kennzeichnung ist nämlich teilweise einigermaßen mangelhaft.

Bislang hat die Stadt Wien nichts gegen diesen Übelstand unternommen. Es bleibt zu hoffen, dass nicht erst zu einem Unfall kommen muss, ehe entsprechende Maßnahmen gesetzt werden. Dabei wären solche ohne größeren Aufwand zu bewerkstelligen: z.B. mit Bodenschwellen, welche die Autofahrer zu langsamem Fahren zwingen, die Fußgänger und Radfahrer nicht behindern, oder die Schaffung von Spielstraßen.


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