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    Thursday, 24. August 2017 @ 05:03

    S 80: „Ausbaupläne“ der ÖBB

    Öffis statt noch mehr TöffisHaltestelle Lobau soll wieder einmal aufgelassen werden - Eine überparteiliche Bürgerinitiative macht dagegen mobil!

    Daß die ÖBB die Bewohner der Lobau, von Stadlau und von Hirschstetten vernachlässigen, ist nichts Neues. Statt für eine Intervallverkürzung zu sorgen und die S 80 so für die Bevölkerung attraktiver zu machen, ist bei einem der letzten Jahresplanwechsel vom Zwanzig-Minuten-Takt abgegangen worden und fahren die Züge seither nur noch halbstündlich. Zum Vergleich: Auf der S 45 („Vorortelinie“) verkehren die Züge zu Spitzenzeiten alle zehn Minuten!

    Wer geglaubt hat, daß mit der Verlängerung der U-Bahn zur Aspernstraße und der Eröffnung des Verkehrsknotenpunktes Stadlau sich etwas zum Besseren wenden würde, sieht sich – wieder einmal – enttäuscht: Die erst vor wenigen Jahren über Protest der Anrainer wiederer-richtete Haltestelle Lobau soll mit 2. Oktober 2010 erneut stillgelegt werden! Wer die Bahn benutzen will (Lobaubewohner, aus Simmering kommende Besucher der Donauinsel), darf nach den Vorstellungen der Verantwortlichen den Umweg über die Station Stadlau in Kauf nehmen und/oder muß die U2 verwenden! Von einer Erweiterung des Busangebots (Zubringerdienst zu den neuen Verkehrsanbindungen) ist keine Rede.

    Auch am Halb-Stunden-Takt der S 80 wird sich nichts ändern

    Man muß daher befürchten, daß an den Gerüchten, wonach die S 80 zur Gänze aufgelassen wird, sobald die U2 bis in die Seestadt Aspern fahren wird, etwas Wahres daran ist. Dem Vernehmen nach sollen zumindest während der Bauphase noch Regionalzüge (wie oft eigentlich?) fahren. Die Station Hausfeldstraße wird mit der künftigen gemeinsamen Bahn- und U-Bahnhaltestelle bei der Seestadt zusammengelegt werden. Erhalten bleibt nach den Vorstellungen der ÖBB die Haltestelle Hirschstetten. Sie wird als Haltestelle Contiweg al-lerdings um einige hundert Meter stadtauswärts gelegen sein. Ob den Schülern der dort in Errichtung befindlichen Mittelschule mit Zügen, die bestenfalls jede halbe Stunde fahren, gedient sein wird, darf bezweifelt werden.

    Es mag sein, daß die Bahn für jemanden, der tagsüber von Wien nach Salzburg fahren und im Zug arbeiten will, attraktiver wird und somit für den einen oder anderen gelegentlich eine Bahnfahrt einem Inlandsflug vorzuziehen ist. An diejenigen, die die Eisenbahn aber täglich zur Fahrt in die Schule oder zum Arbeitsplatz und wieder nach Hause benötigen, denkt man in der (ständig wechselnden und permanent erfolglosen) Führungsetage der ÖBB aber offen-bar nicht.

    Wen wundert es, daß nach wie vor viel zu viele Fahrten mittels PKW zurückgelegt werden. Noch dazu, wenn der Straßenbau nach wie vor forciert wird. Die ÖBB erleichtern den Um-stieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel jedenfalls nicht, in vielem verleiden sie ihn gerade-zu. Die überparleiiche Bürgerinitiative für die Erhaltung der Schnellbahnstation Lobau plant im März zwei Veranstaltungen:

  • Veranstaltung "Totgesagte leben länger - Lang lebe die S-Bahn Station Lobau"
    Wann: Freitag, 19.03.2010, 10:00 (vormittags)
    Wo: Amtshaus für den 22. Bezirk

  • Veranstaltung "Stationswandertag - Von Lobau nach Stadlau"
    Wann: Samstag 20.03.2010, 15:00
    Wo: S80 Station Lobau

    Nähere Infos:

    e-Mail: s80lobau@aon.at,
    web: www.s80lobau.coolix.com.