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    Dienstag, 25. Juni 2019 @ 22:30

    Gift in Stadlau - Bor- und Arsen-Entsorgung jahrelang verschleppt

    BezirksalltagEs ist schon einige Jahre her, da war sie ein Thema der Bezirkspolitik

    Die Vergiftung des Bodens auf dem Grundstück der Borfabrik in der Gotramgasse. Lange Zeit war es still um dieses Problem und gutgläubige BezirksbewohnerInnen glaubten es sogar beseitigt. Aktuelle Zeitungsmeldungen belehrten die DonaustädterInnen aber eines Besseren -von Entsorgung keine Spur, die Bodenvergiftung besteht nach wie vor! Dabei entdeckte man dort sogar Arsen im Boden!

    Dies ist den zuständigen StadtpolitikerInnen und Behörden wohl bekannt und noch dazu existiert auch ein "Katalog von Verdachtsflächen" für gefährliche Altlasten. Die Verantwortung für die Beseitigung solcher Übel wird aber immer wieder zwischen Wien und dem Bund hin und her geschoben. Im besten Fall geht es dabei sowieso nur um "Sicherung" und nicht um "Sanierung" des kontaminierten Terrains. Das heißt: "Sanierung" würde die Aushebung des vergifteten Materials und die Lagerung auf gesicherten Deponien bedeuten. Und das ist der Gemeinde offensichtlich zu teuer. Die billigere Lösung wäre eben die "Sicherung" des gefährdeten Gebiets durch "Absenkung" des Grundwasserspiegels".

    Am Donau-Oder-Kanal (1988) und danach im Schutzgebiet des Grundwasserwerks Lobau ging man auf diese Weise vor. In der Lobau waren Verunreinigungen durch Kohlenwasserstoffe und Mineralöl im Grundwasser festgestellt worden. Dort läuft derzeit die vierte Sicherungsphase und das Gebiet gilt offiziell als "fast gesichert".

    Den Bor- und Arsenvergiftungen in Stadlau widmete man bisher offenbar keine Aufmerksamkeit. Die Folgen dieser jahrelangen Untätigkeit, auch angesichts der dort stattfindenden U-Bahnbauarbeiten und der nahen Filiale eines Supermarkts, sind auch heute noch nicht absehbar.

    Für Bezirks- und Gemeindepolitik besteht daher höchster Handlungsbedarf!

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