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    Willkommen bei Kaktus
    Montag, 15. Juli 2019 @ 23:01

    Armut im Bezirk - Helfen statt schweigen! - Augustin lesen!

    Dazu fordert die KPÖ Donaustadt, die in der Donaustädter Bezirksvertretung und im Rathaus vertretenen Parteien auf.

    "Ihre Wohnung bleibt kalt. Für das Heizen ist kein Geld mehr da. Sie haben dicke Wintermäntel an, dicke Pullover und die warmen Straßenschuhe. Die Kinder sitzen in der Ecke und schauen Bilderbücher an. Die Familie spart bei den Heizkosten, weil sie noch die Miete zahlen muss, Schulsachen zum Kauf ausstehen und die Mutter noch ihre eigene Krankenversicherung nicht beglichen hat. Prekäre Beschäftigungen kennen keine Sozialversicherung" so beschreibt Martin Schenk, Obmann der "Armutskonferenz" im "Augustin", die Situation jener, die jetzt im Winter die soziale Kälte spüren.

    "GemeinderätInnen und BezirksrätInnen der Rathausparteien, BezirksvorsteherInnen und deren StellvertreterInnen, der Bürgermeister und seine StadträtInnen eingeschlossen, sollten verpflichtet werden, den "Augustin" regelmäßig zu kaufen und zu lesen. Das könnte dazu beitragen, dem Thema "Armut" sachkundiger und mit mehr sozialer Wärme zu begegnen." meint Johann Höllisch, Bezirkssprecher der KPÖ Donaustadt. Der "Augustin" ist eine Wochenzeitung. In ihrer Redaktion arbeiten Obdachlose und andere Bedürftigen mit und er wird von ihnen selbst vertrieben. Eine Ausgabe kostet zwei Euro (Davon wird ein Euro zur Finanzierung der folgenden Nummern und für das Projekt selbst abgerechnet, ein Euro pro verkaufte Ausgabe bleibt dem/der VerkäuferIn)

    In der Donaustädter Bezirksvertretung (noch?) kein Thema!

    Rechtzeitig vor der letzten Sitzung unseres "Bezirksparlaments" konnte man in einer anderen Zeitung davon lesen (siehe auch Kaktusbericht vom 29.11.2007), dass über 33.000 Wienerinnen und Wiener mit der Bezahlung ihrer Strom und Gasrechnung im Rückstand und auf Ratenvereinbarungen angewiesen sind. An die 2000 Wienerinnen und Wienern, so wird berichtet, sind auf Grund bereits zu großer Zahlungsrückstände, vom Strom und Gasbezug überhaupt ausgeschlossen. Die seitens der KPÖ an unseren Bezirksvorsteher (im Bild links) gerichtete Frage, wie viele Donaustädter Haushalte von einer Abschaltung von Gas und Strom betroffen seien, blieb bisher ebenso unbeantwortet, wie das Thema "Armut im Bezirk" auch in der letzten Bezirksvertretungssitzung (diese fand am 29.November statt) einmal mehr ausgespart blieb.

    Hoffentlich kein unerfüllter Wunsch an das Christkind und/oder den/die Weihnachtsmann/frau!

    "Die KPÖ hoffe jedenfalls weiter darauf, dass sich die Donaustädter Bezirksvertretung ehe baldigst mit dem Problemen der Armut auch in unserem Bezirk auseinanderzusetzen beginnt. Hoffentlich bleibt es kein unerfüllter Wunsch an das Christkind oder den Weihnachtsmann oder die Weihnachtsfrau.

    Die Situation für jene, die mit der Bezahlung ihrer Strom- und Gasrechnung im Rückstand sind, wird sich erneut verschärfen," stellt Johann Höllisch besorgt fest. Die "Wien Energie" (laut ORF-Oneline) verspreche zwar, dass der Gaspreis sich ab Jänner 2008 geringfügig verbilligen solle. Stattdessen werde aber der Strompreis durch die Erhöhung des Ökozuschlages, um weitere 0,59 Cent pro Kilowattstunde, verteuert. Die seitens der Gemeinde mit großem Tratra angekündigte Erhöhung der Sozialhilfe um durchschnittlich 2,9% (welche von der Teuerung und der am 01.09.2007 erfolgten Erhöhung des Mietenselbstbehaltes längst aufgefressen ist) und eine laut "Wien heute" angebotene zusätzliche finanzielle Hilfe (angeblich bis zu 592 Euro pro Jahr und Betroffenen) verliere schon kurz nach seiner Verkündigung erneut an Wert.

    Schon jetzt seien die Energiekosten seit 2000 um mehr als 20% seit dem Jahr 2000 gestiegen. Bei Haushalten mit weniger als 900 € Einkommen machen Wohn und Heizkosten bereits 36% des monatlichen Gesamtbudgets aus, kann man dazu ebenfalls im "Augustin" lesen.

    Für eine Energiegrundsicherung!

    " Der Vorschlag von Martin Schenk zur Einführung einer Energiegrundsicherung wird seitens der KPÖ vollinhaltlich unterstützt! Nach diesem Vorschlag soll ein Mindestmaß an Energie von jedem/jedem Haushalt in unserer Stadt ohne Bezahlung frei bezogen werden. Ein Mindestmaß an Wärme muss für jeden gesichert sein. Die Realistisierung eines solchen Vorschlages sollte in einem Land, welches zu den Reichsten der Welt zählt, keine Utopie sein", zeigt sich Johann Höllisch überzeugt.

    In diesem Zusammenhang erinnert er auch an eine vor den letzten Nationalratswahlen von der KPÖ durchgeführte Aktion für eine 5%tige zusätzlichen Besteuerung aller über einer Million Euro liegender Vermögen in Österreich. Mit einer solchen "kleinen" zusätzlichen Besteuerung der Reichen könne die Armut rasch und nachhaltig beseitigt werden.

    Für die KPÖ gehören ökologische und soziale Nachhaltigkeit zusammen!

    Die negativen sozialen Auswirkungen bestärken uns aber auch in unserer Skepsis gegenüber, aus ökologischen Überlegungen auch von linkseingestellten Menschen und oft in bester Absicht gestellte Forderungen, nach einer Erhöhungen der Energiepreise. Nur mit der Einführung einer kostenlosen Energiegrundversorgung könne solch negativen sozialen Auswirkungen begegnet werden.

    Die KPÖ unterstütze die Forderung nach wirksamen Maßnahmen einer generellen Einschränkung des Energieverbrauches sowohl aus ökologischer als auch sozialer Sicht. Das beginne beim Austausch von alten viel Energiefressender Heizkörper und führe weiter bis zur Generalsanierung von Wohnhäusern in deren Zuge durch die Anbringung von Wärmedämmung. Dadurch könne der Energieverbrauch nachhaltig gesenkt werden. Das dürfe aber gleichzeitig zu keiner weiteren Verteuerung der Wohnkosten führen. Dafür zur Verfügung stehende Mittel aus der Wohnbauförderung müssten so eingesetzt werden, dass sie auch seitens einkommensschwacher Haushalte für Umrüstung ihrer Heizformen und energiesparender Wohnraumsanierung genützt werden können.

    Apropos Christkind und/oder Weihnachtsmann/frau:

    Ein Vorschlag zu Weihnachten an all jene Besucherinnen unserer Kaktuswebsite, sofern sie zu jenen gehören, die teueren Elektroweihnachtsschmuck vor und während der Feiertage, in ihren Fenstern bzw. an Balkonen, Häusern und/oder ihren Gärten angebracht haben:

    Ohne jemanden die vorweihnachtliche Stimmung vermiesen zu wollen, regen wir an, den Gebrauch solch Strom fressenden Spielzeugs wenigstens um einige Tage einzuschränken. Das so eingesparte Geld könnte man dazu verwenden, um bei nächster Gelegenheit, bei einem/einer, entweder vor dem Supermarkt oder an einem Verkehrskotenpunkt in unserer Stadt stehenden AugustinverkäuferIn eine Zeitung zu kaufen.

    Alles Gute zu Weihnachten wünschen wir allen BesucherInnen unserer Website!
    Die KPÖ Donaustadt und ihr Kaktusteam