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    Willkommen bei Kaktus
    Dienstag, 17. September 2019 @ 23:45

    Ein neuer Sozialmarkt im Donauzentrum wurde eröffnet!

    Die KPÖ-Donaustadt fühlt sich bestätigt!

    Ab sofort gibt es im Donauzentrum einen vom Arbeiter Samariterbund gemeinsam mit dem Donauzentrum betriebenen Sozialmarkt. Es ist neben dem Sozialmarkt in der Ullreichgasse die bereits zweite Einrichtung dieser Art.

    „Der Markt umfasst eine Verkaufsfläche von rund 100 Quadratmetern und bietet ab sofort ein breites Supermarkt-Sortiment beginnend bei frischen Lebensmitteln über Konserven bis hin zu Hygieneartikeln an. Beliefert wird der Sozialmarkt von einer Vielzahl an Shops und Händlern des Donau Zentrums. Dadurch kann eine sinnvolle und nachhaltige Verwertung kostbarer Lebensmittel sichergestellt werden“, berichtet letzten Freitag das Online-Medium www.vienna.at.

    „Es handelt sich um eine in der Donaustadt dringend notwendige und längst fällige Einrichtung“ stellt Bernhard Gaishofer, Bezirkssprecher der KPÖ-Donaustadt, fest.

    „In Kooperation mit den im Donauzentrum ansässigen Gastronomiebetrieben sollen zukünftig auch frisch zubereitete Speisen im Sozialmarkt erhältlich sein. Die Preise für diese Produkte liegen im Sozialmarkt deutlich unter jenen des Diskonthandels.“ erfahren wir dazu weiter.

    Unser Engagement war nicht umsonst!

    Die KPÖ-Donaustadt hat sich bereits vor 10 Jahren (!!!) für einen Sozialmarkt in der Donaustadt eingesetzt und ihre Forderung später bei den Wiener Wahlen 2010 in den Mittelpunkt ihres Bezirksvertretungswahlkampfes gestellt. „Mehr als 20.000 Donaustädterinnen und Donaustädter sind von Armut selbst betroffen“ stellte die KPÖ-Donaustadt bereits 2010 mit Nachdruck und unmissverständlich fest. Diese Fakten erlauben wir uns nach der feierlich Eröffnung dieser Einrichtung im Donauzentrum in Erinnerung zu rufen und hoffen damit den dabei anwesenden SPÖ-Politikern Bürgermeister Ludwig und Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy ihre Feierlaune nicht zu verderben.

    Unsere Forderung, die Einrichtung eines Sozialmarktes in der Donaustadt mit Mitteln aus dem Gemeinde- bzw. Bezirksbudget zu unterstützen stieß nämlich damals auf taube Ohren.

    Ein Sozialmarkt in der Donaustadt – dringender denn je! - Ein Kaktusbericht vom 01.09.2009-

    Einer in weiterer Folge an alle Bezirksparteien ergangenen Einladung zu einem parteiübergreifenden Gagenverzichts aller politischer MandatarInnen zur finanziellen Unterstützung eines Donaustädter Sozialmarktes wurde von allen etablierten Parteien im Bezirk ebenfalls die kalte Schulter gezeigt.

    Gagenverzicht für einen Donaustädter Sozialmarkt (und mehr!) - Ein Kaktusbericht vom 10.Juni 2010

    Trotz der auch nach den Wahlen weiter an den Tag gelegte Weigerung der Stadt und des Bezirkes, solche Einrichtungen auch aus öffentlichen Mitteln zu unterstützen, ist es nach mehreren Anläufen zur Eröffnung eines Sozialmarktes in der Ullreichgasse mit privater finanzieller Unterstützung gekommen. Nach Eigenangabe des Betreibers, dem Verein „Sozialmarkt Wien“, zählt die in der Waffenproduktion tätige Familie Gaston und Kathrin Glock zu den wichtigsten fiinanziellen Unterstützern. So wichtig diese Einrichtung für jene ist, für die es eine große Herausforderung darstellt, ihren Alltag zu finanzieren , lässt sich hier auch erkennen, wo das hinführen kann, wenn die öffentliche Hand in ihrer Aufgabe zur Armutsbekämpfung säumig bleibt.

    Finalmente: Ein Sozialmarkt in der Donaustadt - Ein Kaktusbericht vom 16.April 2012

    Unbestritten bleibt, dass Einrichtungen wie Sozialmärkte, die allergrößte Not der Betroffenen zwar mindern, aber nicht beseitigen.

    Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer und immer mehr Menschen sind armutsgefährdet. Dazu zählen auch eine wachsende Zahl von Menschen, die trotz eines Vollarbeitszeit-Beschäftigungsverhältnisses monatlich weniger verdienen als die offizielle Armutsgrenze ausmacht („Working Poor“) Besonders betroffen von Armut sind alleinerziehende Frauen und Kinder.Für die KPÖ-Donaustadt handelt es sich dabei um keine neue Erkenntnis.

    Zur Diskussion gestellte Vorschläge zur Armutsbekämpfung bleiben weiter aufrecht:

    • Die Forderung nach Auszahlung der Mindestsicherung 14x im Jahr, keine weiteren Verschlechterungen bei der Mindestsicherung!

    • Die Pläne von Türkis-Balu zur Abschaffung der Notstandshilfe dürfen nicht stattfinden. Sie würden die Zahl der von Armut bedrohten beträchtlich erhöhen! • Eine Energiegrundsicherung, wodurch jedem privaten Haushalt ein begrenzter kostenloser Grundbezug an Energie zur Verfügung gestellt werden soll. Der darüber liegende Energieverbrauch jedes Haushalts soll vom Preis her progressiv gestaltet werden. Damit braucht niemand mehr im Dunkeln zu sitzen und zu frieren und es würden Haushalte mit geringem Energieverbrauch gegenüber Großverbrauchern (was auch ökologisch Sinn macht) bevorzugt werden.

    • kurzfristig die Wiedereinführung des mit der Mindestsicherung abgeschafften Heizkostenzuschusses

    • Gratisöffis – als erster Schritt zumindest die-Freifahrt für Obdachlose und Armutsbetroffene auf Öffis. (Eine auf SPÖ-Landesparteitagen bereits mehrmals beschlossene Forderung)

    Für BezieherInnen der „bedarfsorientierten Mindestsicherung" kritisch wird es insbesondere dann, wenn sie sich nicht, wie im Gesetz vorgeschrieben und vom AMS verlangt, als „ständig arbeitswillig“ erweisen, wovon nur Personen im „Regelpensionsalter“, Personen die Angehörige mit einem Pflegegeld von mindestens der Pflegestufe 3, schwerstkranke Kinder betreuen oder Sterbebegleitung leisten oder Personen die in einer Vollendung einer Erwerbs und Schulausbildung (gilt nicht für ein Studium) stehen, ausgenommen sind. In solchen Fällen kann die „bedarfsorientierte Mindestsicherung seitens des AMS „strafweise“ gekürzt bzw. auch ausgesetzt werden und damit können die erhaltenen Bezüge auch unter dem liegen, was früher als Sozialhilfe gewährt wurde. Auch deshalb treten wir für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle ein.