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    Willkommen bei Kaktus
    Samstag, 20. Juli 2019 @ 07:48

    Weltdrogentag 2019 – Einladung

    Am Kaktusfest waren auch Gaby Kozar von ENCOD -European Coalition for Just and Effective Drug Policies und Josef Rohaczek vom Elternkreis Wien -Verein zur Förderung der Selbsthilfe für Angehörige von Suchtkranken zu Gast um auf die Wichtigkeit einer menschlichen Drogenpolitik aufmerksam zu machen. Nun hat der KAKTUS auch eine Einladung zum heurigen Weltdrogentag erhalten, welche am Mittwoch dem 26. Juni von 17 bis 19 Uhr beim Resselpark, nahe der U-Bahn Station Karlsplatz stattfindet, erhalten, die wir hier gerne weiterverbreiten möchten:

    Lieber Bernhard,

    möchte dich und das Kaktus Team auf ein trauriges soziales Thema aufmerksam machen und übersende dazu eine Einladung (Anhang) zu einer Veranstaltung am Weltdrogentag, am 26. Juni 2019. Die Veranstaltung wurde von Frau Gaby Kozar, Vorstandsmitglied der belgischen Organisation ENCOD – Europäische Vereinigung für eine gerechte und effektive Drogenpolitik angemeldet. http://www.encod.org Wir werden an die vielen jungen Menschen denken, die seit 1968 an illegalen Drogen in Österreich und weltweit verstorben sind. Alleine in Österreich sind das über 5500 Drogenopfer! Wir laden dich sehr herzlich zu diesem Gedenken ein und freuen uns auf ihren Besuch, bzw. einer Vertretung. Weiters wird ersucht, die Einladung in ihrem Wirkungsbereich zu verbreiten.

    Bei dieser Veranstaltung wird auch der „Berliner Aufruf für eine menschliche Drogenpolitik“ vorgestellt, wo eine Beendigung des weltweiten Drogenkrieges und eine menschliche Drogenpolitik gefordert wird.

    Initiator ist Rev. Martin Diaz, Präsident der IEPS Ev. Protestantische Kirche in El Salvador.
    Der Aufruf wurde inzwischen von über hundert weltweiten Organisationen unterzeichnet.

    Auch über die Organisation“ Polizisten, Richter und Staatsanwälte für eine fortschrittliche Drogenpolitik“ wird berichtet. Die Gründungsversammlung von LEAP Deutschland, war am 17. Dezember 2015 in Berlin. Bei der Gründungsversammlung wurde der ehemalige Polizeipräsident von Münster, Herr Hubert Wimber zum Vorsitzenden des Vereines gewählt. Bei der Mitgliederversammlung am 18. Jänner 2019 in Berlin, wurde Hubert Wimber neuerlich zum Vorsitzenden gewählt.

    Als Polizist und Kriminalbeamter im Ruhestand und als langjähriger Obmann des „Elternkreis Wien“ – Verein zur Förderung der Selbsthilfe für Angehörige von Suchtkranken (mehr Informationen – hier klicken), bin ich LEAP Deutschland mit 14. März 2017 beigetreten, da ich das Manifest von LEAP Deutschland unterstützen möchte. Näheres hier

    . Auch über die internationale Vereinigung Law Enforcement Action Partnership in USA wird berichtet. LEAP wurde im Jahr 2002 vom Polizeichef Peter Christ im Ruhestand gegründet Der Veteran der in der Strafverfolgungsbehörde 20 Jahre tätig war, hat sich bereits 1989 für ein Ende des Drogenverbots ausgesprochen. Er gründete LEAP mit der Mission, schädliche Folgen zu reduzieren, die sich aus der Bekämpfung des Drogenkrieges ergeben, wie Tod, Krankheit, Verbrechen und Sucht. Derzeit wird Law Enforcement Action Partnership durch Major Neil Franklin (im Ruhestand) als Geschäftsführer geleitet. Näheres dazu hier

    Mit freundlichen Grüßen und Rückfragehinnweis:

    Gabriele Kozar e-mail: treasurer@encod.org Mobil: 0699 1237 9086

    Josef Rohaczek e-mail: josef.rohaczek@elternkreis.at Mobil: 0699 1090 6681

    Anbei der Berliner Aufruf:

    Berliner Aufruf
    für eine menschliche Drogenpolitik

    Der aktuelle weltweite Drogenkrieg hat sich in eine immer destruktivere Spirale verwandelt. Die Prinzipien, auf die sich die Drogenprohibition beruft, haben sich als ein politisches und humanitäres Fiasko erwiesen.

    Der Versuch, eine Welt ohne Drogen durch die Reduzierung des Angebots illegaler Drogen und die Abstinenz durch staatliche Gewalt zu erzwingen, geht an den Realitäten der einzelnen Kontinente und Regionen vorbei. Er fördert antidemokratische, autoritäre Strukturen und stärkt den ökonomischen Einfluss der organisierten Kriminalität. Der globale Drogenkrieg führt zu systematischen Menschenrechtsverletzungen, Korruption, massiv wachsenden Gefangenenquoten und juristischen Verfahren. Außerdem erhöht er die sozialen und gesundheitlichen Risiken, sowie die Morbiditätsrate bei Menschen, die illegalisierte Drogen benutzen.

    Die Prohibition ist ein politischer Irrweg und führt zu einer tödlichen Ideologie.

    Mit Angst- und Terrorverbreitung eskaliert der Drogenkrieg im Norddreieck Zentralamerikas und dem Asiatischen Südosten. In anderen Regionen wiederum wird der medizinische und psychotherapeutische Einsatz illegalisierter Stoffe, sowie die Entkriminalisierung von drogengebrauchenden Menschen umgesetzt. Dies vertieft die Ungereimtheiten einer auf Prohibition basierenden Politik.

    Es ist erwiesen, dass die Anstrengungen der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft durch politisches Engagement und öffentliches Auftreten wichtige Beiträge leisten. Nur so können drogengebrauchende Menschen eine bessere Lebensqualität erreichen. Gleichzeitig ist es möglich, Menschen bei problematischem Konsum, den Zugang zu einer lebensnahen, rechtlich abgesicherten Drogenhilfe zu eröffnen. Eine moralische Disqualifizierung und Strafverfolgung von abhängig gewordenen Menschen wird der Problematik nicht gerecht und kann den stattfindenden Krieg nicht beenden.

    Aus diesen Gründen und angesichts der Millionen Menschen, die unter den Konsequenzen des Drogenkrieges leiden müssen, richten wir als Männer und Frauen verschiedener Weltanschauung, als ChristInnen, MenschenrechtsverteidigerInnen, AktivistInnen, FreidenkerInnen und Menschen die Drogen konsumieren oder auch nicht, diese Aufforderung an:

    • die Vereinten Nationen,
    • das Büro der UNO für Drogen- und Verbrechensbekämpfung,
    • an die UNO Suchtstoffkommission,
    • die Europäische Union,
    • die Organisation der Amerikanischen Staaten und ihre Interamerikanische Drogenmissbrauchskommission,
    • die Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten CELAC,
    • an die nationale Politik,
    • an Kirchen, Gemeinschaften, religiöse Organisationen und Hilfsverbände:

    Bitte sehen Sie ein, dass es höchste Zeit ist, den Drogenkrieg zu beenden!

    Wir stehen hinter dem konziliaren Prozess für “Frieden – Gerechtigkeit – Bewahrung der Schöpfung”. Wir fordern religiöse Organisationen, christliche Gruppen, Kirchengemeinden, Glaubensgemeinschaften, Hilfsverbände und Privatpersonen auf, sich aktiv für ein Ende des Drogenkrieges einzusetzen.

    Wir rufen dazu auf:

    • die notwendige Zusammenarbeit bei der tatsächlichen Bekämpfung der organisierten Kriminalität und Geldwäsche zu vertiefen.
    • Alternativen zu Prohibition und Repression zu entwickeln und zu fördern.
    • eine lebensnahe Prävention zu etablieren.
    • Hilfe bei der Entwicklung von Schadensminderungsstrategien für drogengebrauchende Menschen bereitzustellen.
    • der Zivilgesellschaft mehr Bedeutung bei der Besetzung von Plätzen im Post-UNGASS-Prozess einzuräumen.
    • internationale Kampagnen zu finanzieren, die Informationen über die lokale und internationale Drogenpolitik vermitteln und zur Vorbeugung von Drogenmissbrauch beitragen. Diese Kampagnen müssen wissenschaftlich fundiert und frei von Vorurteilen gegenüber psychotropen Substanzen und drogengebrauchenden Menschen sein.
    • die Privatsphäre und Selbstbestimmung der Menschen, die Drogen benutzen, zu respektieren.

    Die unterzeichnenden Organisationen, Gruppen und Personen unterstützen eine Reform der aktuellen Drogenpolitik. Ihr Ziel ist ein Weg, der sich auf soziale und gesundheitliche Aspekte stützt. Als Grundlage der Drogenpolitik müssen die Normen der Menschenrechte gelten. Diese Reform muss sich darauf konzentrieren, die negativen Konsequenzen der aktuellen Drogenpolitik zu mindern. Der Schwerpunkt muss sein, den Missbrauch des Konsums jeglicher psychoaktiver Stoffe vorzubeugen und den kriminellen, globalen Drogengroßhandel zu bekämpfen.

    In Vielfalt geeint, im Einklang mit der Gerechtigkeit und der Liebe, die uns bewegt, bekräftigen wir:

    “Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein.” (Gründungsversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen 1948 in Amsterdam)

    Wir fügen hinzu:
    Auch Drogenkrieg soll nach Gottes Willen nicht sein!

    Wir fordern:
    Beendet den weltweiten Drogenkrieg!