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    Willkommen bei Kaktus
    Montag, 16. September 2019 @ 19:09

    Malen mit Bakterien - Bacteriographie von Erich Schopf

    Eine Symbiose aus Kunst und Wissenschaft

    Der Donaustädter Künstler präsentiert auf Einladung des Vereins „Kunst in der Wurmbrandgasse” beim Kaktusfest am 15.Juni 2019 um 15.30 seine einzigartigen Werke und stellt die von ihm entwickelte Kunstform vor.

    Ort: 1220 Wien, Wurmbrandgasse 17

    Schon 1872 hatte der Mikrobiologe Ferdinand Julius Cohn die Buntheit der Bakterien in den Farben Rot, Blau, Violett, Grün und Gelb beschrieben. 1999 hatte der Forscher Erich Schopf die plötzliche Eingebung, diese Farbenvielfalt, mit der er beruflich zu tun hatte, auch künstlerisch zu nutzen. Er sieht in seiner Bacteriographie eine Symbiose aus Kunst und Wissenschaft. Unsichtbares kann durch kundige Anordnung sichtbar gemacht werden und gezielt gestalterisch eingesetzt werden.

    Alle Phänomene, die Erich Schopf während seiner bacteriographischen Forschungsarbeiten entdeckte, waren unter den Gegebenheiten der klassischen Bakteriologie verborgen geblieben. Bei der von ihm entwickelten Kunstrichtung hingegen haben Bakterien wie auf einer Bühne die Möglichkeit, ihre besonderen Fähigkeiten zu entwickeln. Der Künstler möchte mit den von ihm gesammelten und vorbehandelten „Bakterien-Ensembles” nicht nur nach seinen Vorstellungen malen. Vielmehr ist es sein Anliegen, die vielen „künstlerischen Talente” seiner auserkorenen Bakterien, die er im Laufe von vielen Jahren entdeckt und studiert hat, in die Gestaltung seiner Motive einfließen zu lassen. Das Gemälde wird regelrecht inszeniert und mit den richtigen Darstellern besetzt.

    Der Malvorgang wird erst nach und nach sichtbar...

    Die Entwicklung eines bacteriographischen Gemäldes auf einem speziell präparierten Untergrund funktioniert, wenn mit der aufgemalten Bakterienmasse ganz sparsam umgegangen wird. Anders gesagt: Nach dem Malvorgang darf man nicht mehr sehen als vorher. Die Bakterien vermehren sich nun Stunde für Stunde. Das Bild nimmt schrittweise Gestalt und Farbe an. Die Entwicklung ist im Regelfall nach zwei bis vier Tagen abgeschlossen. Anschließend wird das Bild konserviert. Dabei stirbt das Ensemble, die Farben bleiben in ihrer vollen Pracht erhalten. Das bacteriographische Werk kann dadurch wie ein klassisches Gemälde gehandhabt werden. Ein Bild mit quasi „unsichtbaren Farben“ zu malen erfordert umfangreiche Erfahrung. Die Dynamik der bacteriographischen Bildentwicklung schafft eine Verbindung zwischen bildender und darstellender Kunst.

    Bakteriographien von Erich Schopf befinden sich sowohl im Museums- als auch im Privatbesitz.

    Erich Schopf - Biographisches

    Geboren und wohnhaft in Wien 22, Besuch der Fachhochschule für Chemie.

    Entwicklung von Anstrichmitteln für die Industrie (Firma Reichhold Chemie AG in Wien 22), Entwicklung und Umsetzung von Maltechniken auf rotierendem Untergrund. Entwicklung und Umsetzung einer speziellen patentierten Mosaiktechnik. Ab 1977 Arbeit am Institut für Fleischhygiene der Veterinärmedizinischen Universität Wien im Bereich Mikrobiologie.

    Seit 1985 Aufbau der Sammlung Schopf, einer Sammlung historischer und aktueller Leuchtmittel, die ständig weiter ausgebaut wird. Das älteste Exponat stammt aus dem Jahr 1887.

    Seit 1999 arbeitet Erich Schopf an der von ihm entwickelten Kunstform der Bacteriographie.

    Der Verein "Kunst in der Wurmbrandgasse" existiert bereits mehr als 10 Jahre

    Am Beginn standen zwei Ausstellungen des als Widerstandskämpfer gegen den Nazifaschismus in der Donaustadt bekannten Malers Othmar Wundsam im Jahr 2008.

    Bericht über eine Ausstellung von Othmar Wundsam anläßlich seines 90. Geburtstags – Hier klicken!

    Seither folgten bereits 20 Kunstausstellungen, wofür die KPÖ-Donaustadt ihr Bezirkslokal in Stadlau dem überparteilichen Verein "Kunst in der Wurmbrandgasse" zur Verfügung stellt. Die aktuelle Ausstellung mit eingeschlossen, haben bereits 13 Künstlerinnen und 8 Künstler bei „Kunst in der Wurmbrandgasse“ ausgestellt.

    Mehr Infos über "Kunst in der Wurmbrandgasse" - Hier klicken!

    Mehr Infos über das Kaktusfest, welches in unmittelbaren Anschluss an die Kunstpräsentation von Erich Schopf (Programmbeginn 17:00) im Hinterhof (im Garten) stattfindet - Hier klicken!