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    Donnerstag, 24. Januar 2019 @ 10:38

    Lobau-Autobahn – Wie geht es weiter?

    Am 30. Jänner 2019 ab 19 Uhr veranstaltet die KPÖ Donaustadt in ihrem Bezirkslokal in der Wurmbrandgasse 17, 1220 Wien, einen Diskussionsabend zur geplanten Lobau-Autobahn, welche gerade in den letzten Monaten für viele Diskussionen gesorgt hat. Als Referentin zu Gast ist Jutta Matysek von der BürgerInitiative „Rettet die Lobau - Natur statt Beton“.

    Worum geht es genau? Schwarz-Blau 1 hat es beschlossen, Schwarz-Blau 2 will es durchpressen: Mit einer Lobau-Autobahn soll zwischen Süßenbrunn und Schwechat ein 19 Kilometer langer Teil der TEN Nr.25 (Trans European Network, sind transkontinentale Schwerverkehrsachsen), nach Wien gebaut werden. 8,2 Kilometer davon soll in zwei parallelen Lobau-Tunneln Donauuntergrund und Nationalpark durchstoßen.

    Weder blumige Namen wie Nordostumfahrung (S1), noch diffuse Versprechungen wie Verkehrsentlastung für Wien, Verkehrsberuhigung der Ortskerne speziell für die Donaustadt können die Fakten wegdiskutieren, dass langfristig der Verkehr durch Autobahnbau immer nicht weniger, sondern mehr wird. Mit allen negativen Folgen wie Zunahme von Luftverschmutzung, Lärm, Treibhausgasen, Zersiedelung,... Die Lobautunnel sind jedoch nicht das einzige Verkehrsprojekt welches im und um den 22. Bezirk umgesetzt werden soll, dessen Nutzen und Umweltverträglichkeit höchst zweifelhaft ist. Mit einer Marchfeldschnellstraße S8, einer S1 Spange Seestadt und einer autobahngleich geplanten "Staatsstraße Aspern" soll eine Ost-West Autobahn gebaut werden, Teil der sog. Europa-Spange zwischen Süddeutschland und Bratislava.

    Aller medial kolportieren Behauptungen von politisch Verantwortlichen, Möchtegernverantwortlichen und Asfinag zum Trotz, dass nun „endlich“ mit dem Bau begonnen werden würde, sind die UVP Verfahren dieser Projekte immer noch anhängig. Lobau-Autobahn beim Verwaltungsgerichtshof in der 3. Instanz, S1 Spange und Stadtstraße beim Bundesverwaltungsgericht (2.Instanz) und Marchfeldschnellstrasse in der 1. Instanz. Hinzu kommt, dass ohne abgeschlossene Materienverfahren (Wasserrecht, Naturschutz) sowieso kein Bau legal wäre. Auch hier sind Umweltschutzorganisationen, BürgerInneninitiativen und betroffene AnrainerInnen Verfahrensparteien.

    Gerade vor dem Hintergrund der schwarz-blauen Regierung, welche versucht den Einfluss von BürgerInneninitiativen und Umweltorganisationen bei Großbauprojekten mit dem Argument der „wirtschaftlichen Standortswettbewerbsfähigkeit“ einzuschränken ist das Thema brandaktuell! Diese und andere Aspekte rund um eine Lobau-Autobahn und ihre Metastasen möchten wir gemeinsam mit Jutta Matysek von der Initiative „Rettet die Lobau - Natur statt Beton“ diskutieren. Interessierte sind herzlich eingeladen - Eintritt frei!

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