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    Willkommen bei Kaktus
    Friday, 24. November 2017 @ 21:26

    FPÖ lehnt Straßenbenennung nach Anni Haider ab!

    Lange schon fordert die KPÖ Donaustadt eine Straßenbenennung nach der Antifaschistin und Widerstandskämpferin Anni Haider. In der Donaustädter Kulturkommission stellt sich die FPÖ nun gegen diese symbolträchtige Straßenbenennung.

    Zur Person: Sie kämpfte bereits im Jahr 1934 im Goethehof mit der Waffe in der Hand für die Demokratie und leistete auch während der Nazizeit Widerstand. Schließlich kam sie in Haft, wo sie Schwester Restituta (am 30. März 1943 hingerichtet) kennen lernte, mit der sie eine tiefe Freundschaft verband. Anni Haider ist somit eine symbolträchtige Person für überparteilichen Widerstand gegen Faschismus und für Demokratie.

    Bereits seit 2014 fordert die KPÖ eine Straßenbenennung nach der Antifaschistin und nahm in dieser Frage auch mehrmals Kontakt zur SPÖ auf. Unterstützt wurde diese Forderung auch von den Grünen und der „Überparteiliche Gedenkplattform Transdanubien“, welche in diesem Zusammenhang eine Gedenkveranstaltung im Goethehof organisierte.

    FPÖ – konsequent gegen Gedenken an Antifaschisten

    Nun wurde die Forderung in der Donaustädter Kulturkommission abgestimmt. Der Antrag wurde von allen Parteien, außer der FPÖ unterstützt! Das ist bezeichnend für die FPÖ, aber nicht unbedingt etwas Neues. Schließlich haben die Blauen schon in der Vergangenheit konsequent gegen Straßenbenennungen nach Antifaschisten und Widerstandskämpfern gestimmt, vor allem auch, wenn es sich um Frauen handelte. Zur Erinnerung: Bereits 2011 stimmte die FPÖ Donaustadt als einzige Partei gegen die Benennung einer Straße nach der von den Nazis ermordeten Anne Frank!

    Anbei sei ebenfalls bemerkt, dass die FPÖ in eben jener Kulturkommissionssitzung mit Unterstützung der SPÖ rund 1900 Euro Förderung für ein von ihrem Verein Kulturring 22 veranstaltete Wintersonnenwendfeier bekommen hat. Bei der Veranstaltung im letzten Jahr sprach auch Martin Graf, Donaustädter FPÖ Chef, Mitglied der schlagenden Burschenschaft Olympia und seit der Nationalratswahl 2017 wieder im Parlament.

    Das zeigt wieder einmal nur allzu deutlich für welches „vorgestrige“ Geschichtsbild die FPÖ eintritt und was für Positionen sie im Bereich Antifaschismus vertritt… Umso erschreckender die Tatsache, dass die ÖVP mit dieser Partei Koalitionsgespräche führt und zurzeit alles danach aussieht, dass die FPÖ eine der nächsten Regierungsparteien wird!