Die Bezirksvertretung trifft sich kurz im Neuen Jahr

Sonntag, 19. Mńrz 2017 @ 20:13

Am Mittwoch, dem 08.03.2017 fand in der Donaustadt die erste Bezirksvertretungssitzung des Jah-res statt. Ein neuer Rekord wurde aufgestellt, denn so eine kurze Sitzung d├╝rfte es bisher noch nicht gegeben haben. Was besprochen wurde:

Es gab zun├Ąchst einige Berichte der verschiedenen Aussch├╝sse:

Die Errichtung einer dritten Landebahn f├╝r den Flughafen Wien-Schwechat wurde durch ei-nen Entscheid des Wiener Bundesverwaltungsgerichts aus Klimaschutzgr├╝nden vorerst ge-stoppt. Da es au├čerdem keine Einigung mit dem Land Nieder├Âsterreich bez├╝glich der Einflug-schneise ├╝ber Gro├č Enzersdorf und das umliegende, unbebaute Gebiet gibt, ist eine Verrin-gerung der Flugl├Ąrmbelastung f├╝r die Donaustadt in weite Ferne ger├╝ckt.

Die Ostbahn wird derzeit elektrifiziert und zweigleisig ausgebaut. Der Bahn├╝bergang Brei-tenleer Stra├če wird ab Mai f├╝r ein Jahr gesperrt ÔÇô der Verkehr ├╝ber den Contiweg gef├╝hrt, was Probleme mit Staubildungen mit sich bringen wird.

Vom 23.03. bis 25.03.2017 finden die Seniorentage, mit verschiedenen Programmen am Schr├Âdingerplatz statt.

Im Kaiserm├╝hlentunnel werden elektrotechnische Sanierungsarbeiten der Beleuchtung, Be-l├╝ftung, Ampelanlagen, Fluchtwege und Section Control durchgef├╝hrt. Die Termine f├╝r die n├Ąchtlichen Aus- und Auffahrtssperren sind noch nicht bekannt.

Die von den Neos vorgeschlagene Fahrradverbindung (Untertunnelung) zwischen Gewerbe-park Stadlau und Kagraner Platz, ist bereits von der MA 18 in Planung gewesen, jedoch momentan zu teuer. Das Projekt wird f├╝r mindestens zwei Jahre auf Eis gelegt.

Der Antrag der Gr├╝nen zur Schaffung von Freizeit- und Unterhaltungszonen in der N├Ąhe von Aspernstra├če und Donauspital bleibt vorerst noch offen.

Ein Antrag der Gr├╝nen, zwecks der Errichtung eines Gehweges im Bereich Oleanderweg / Rautenweg seitens der Stadt, anstelle der AnwohnerInnen, wurde an den Verkehrsausschuss weitergeleitet.

Die FP├ľ setzt sich f├╝r W├╝hlm├Ąuse ein und ist in Wohnungsfragen mehr als widerspr├╝chlich

Die einzige Debatte gab es zum geplanten Siedlungserweiterungsprojekt an der Niklas-Eslarn-Stra├če / Gundackergasse. Dort soll eine neue Wohnsiedlung inklusive eines Kindergartens errichtet werden. Seitens FP├ľVP gab es Widerstand gegen dieses Vorhaben. So kam von den Freiheitlichen der Vor-wurf, dass durch das Bauvorhaben Tieren der Lebensraum genommen werden w├╝rde. Des Weiteren behaupteten sie, ein heranwachsendes W├Ąldchen w├╝rde vernichtet werden.

Laut den Gr├╝nen, trifft dies jedoch nicht zu - gebaut soll nur auf der landwirtschaftlich genutzten Fl├Ąche werden und sowohl die W├╝hlm├Ąuse als auch andere Kleintiere haben gen├╝gend R├╝ckzugs-gebiete in der N├Ąhe. Es soll n├Ąmlich nur etwa ein F├╝nftel der freien Fl├Ąche verbaut werden, der Wald- und Wiesenbereich und der Himmelteich bleiben unber├╝hrt.

Au├čerdem wurde von der FP├ľ die Schaffung von neuem Wohnraum als unn├Âtig befunden, da es in Wien ohnehin einen gro├čen Wohnungsleerstand g├Ąbe und daher ein zus├Ątzlicher Bau nicht sinnvoll sei. Dass man in Wien nur schwer eine leistbare Wohnung findet, leerstehende Wohnungen sich vor allem in Privatbesitz befinden und oft zur Spekulation und als Wertanlage gen├╝tzt werden, dass die Stadt viel schneller w├Ąchst als g├╝nstiger Wohnraum geschaffen wird und dass es viel mehr Antr├Ąge auf Wohnungen gibt als vorhandene, das alles wurde von der FP├ľ jedoch nicht angesprochen.

Am Ende der l├Ąnger dauernden Diskussion wurde mit einer Mehrheit durch Rot-Gr├╝n f├╝r das Bau-projekt gestimmt. Aus Sicht von Wien Anders und der KP├ľ ist klar, dass leistbarer Wohnraum (mit R├╝cksicht auf das Umland und die vorhandene Infrastruktur) dringend geschaffen werden muss. Offen bleibt jedoch die Frage welcher Art die Siedlung sein wird und ob hierbei auch tats├Ąchlich leistbares Wohnen geschaffen wird. Das war aber nicht der Gegenstand der Diskussion.


Kaktus
http://kaktus.kpoe.at/article.php/20170319201354670