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    Thursday, 24. August 2017 @ 05:07

    Bezirksvertretung: Öffentlichkeit unerwünscht?

    BezirksvertretungAusgeschlossen war es nicht, das Publikum, bei der letzten Sitzung der Bezirksvertretung. Des Eindruckes, daß es nicht unbedingt erwünscht ist, kann sich der Schreiber dieses Berichtes nicht erwehren:

    Obwohl die VHS-Donaustadt, wo die Bezirksräte fast immer tagen, (auch noch nach dem Termin!) im Internet als Veranstaltungsort angegeben gewesen ist, hat die Sitzung in der Berufsschule der Gärtner am Donizettiweg stattgefunden.

    Zu erfahren ist dies gewesen, wenn man durch das verwaiste Amtshaus marschiert ist, genau geschaut hat und das Glück gehabt hat, in einem Schaukasten einen Zettel in Größe einer Postkarte zu finden, der auf den tatsächlichen Versammlungsort verwiesen hat.

    Wer bei der Sitzung nicht dabei gewesen ist, hat allerdings nicht wirklich viel versäumt, zumindest nicht viel Erfreuliches. Unter anderem hat man erfahren, daß nahe der Station Stadlau, bei der Busgarage ein 32 Meter hoher Bau geplant ist. Und man fragt sich, wie sehr die Donaustadt noch mit Hochbauten verschandelt werden soll. An der Wagramer Straße, im Bereich Gemarchhaufen und Lettenhaufen, an der Alten Donau, beim Kaiserwasser usw. ist, kann man sich schon ein ungefähres Bild machen.

    Natürlich hat sich auch diesmal die FPÖ mit seltsamen Anträgen und „starken Auftritten“ bemerkbar gemacht.

    Kann man über den Antrag, die Wagenburg bei der Seestadt möge umgehend geräumt werden, inhaltlich geteilter Meinung sein, ist die Wortwahl des Proredners, der von „anarchistischem Gesindel“ sprach, mehr als bedenklich. Und was man sich von einem Antrag erwartet, der da lautet „Die Bezirksvertretung möge die Wiener Stadtregierung zum sofortigen Rücktritt auffordern“ (Begründung: „Wunsch der Bevölkerung“), wissen wohl nur die Antragsteller selbst. Und natürlich hat ein FPÖ-Antrag, wonach keine weiteren Asylheime in der Donaustadt errichten werden dürfen, nicht gefehlt.

    Und etwas Kurioses: Ein Antrag ist einstimmig abgelehnt worden. Da hat also die Fraktion, die ihn gestellt hat, einstimmig gegen ihren eigenen Antrag gestimmt! Ein Lapsus, der wohl noch nicht oft vorgekommen ist!

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