Unsere liebe Stadtstra├če

Mittwoch, 2. Mńrz 2016 @ 16:28

von Margarete Lazar

Viel Zeit ist ins Land gegangen, seit sich die B├╝rgerinitiative ÔÇ×Hirschstetten rettenÔÇť mit dem Monsterbau Stadtstra├če auseinandersetzt.

Inzwischen wurde in Paris ein gro├čer Klimagipfel veranstaltet, in dem festgehalten wurde, dass die Treibhausgase unbedingt verringert werden m├╝ssen. Die ├Âsterreichische Hagelversicherung wird nicht m├╝de aufzuzeigen, dass hierzulande viel zu viel Boden zubetoniert wird und auf lange Sicht die Versorgungssicherheit bei Nahrungsmitteln gef├Ąhrdet sein k├Ânnte.

Immer wieder wird berichtet, wie die Feinstaubbelastung unsere Gesundheit und insbesondere die der Kleinkinder belastet. Anl├Ąsslich der Schengen-Debatte wird auch klar, dass die gro├čen Durchzugstra├čen mit den Abertausenden an LKWs deshalb so wichtig sind, weil sie ein Ersatz f├╝r Lagerh├Ąuser geworden sind und Zulieferer genau zu dem Zeitpunkt, an dem etwas gebraucht wird, zur Stelle sein m├╝ssen.

Inzwischen wei├č auch jedermann, dass die Stadt hoch verschuldet ist und zus├Ątzlich viel Geld in die Fl├╝chtlingsversorgung flie├čen m├╝ssen wird, wo es sicher besser angelegt ist als in weiteren Stra├čen.

Bild: Sommer 2015: Margarete Lazar (im Bild rechts) - aktiv gegen die Stadtstra├če

Wie wirken sich diese Erkenntnisse aus?

Der Herr Bezirksvorsteher ist noch immer ein gl├╝hender Verehrer des motorisierten Individualverkehrs, vor allem dann, wenn die Stadtstra├če nicht bei seinen Fenstern vorbeizieht.

Bei den Bezirksgr├╝nen d├╝rfte ein gewisses Umdenken eingesetzt haben und schau, schau, auch im rot-gr├╝nen Regierungs├╝bereinkommen von 2015 wird auf den Seiten 96/97 festgehalten, dass f├╝r die ÔÇ×Stadtstra├če eine Abw├Ągung ├╝ber eine ressourcenschonende, umweltgerechte Ausf├╝hrung und Gestaltung, unter Heranziehung der derzeitigen und auch von neuen Planungsvarianten gef├╝hrt werden wird.ÔÇť

Wir durften uns kurzfristig freuen, dass die Verkehrsstadtr├Ątin, die ja bei der letzten Veranstaltung im Haus der Begegnung in der Donaustadt dem Herrn Bezirksvorsteher noch die Mauer f├╝r die Stadtstra├če gemacht hatte, doch ein Einsehen hat, dass dieses Projekt in der derzeitigen Form v├Âllig inakzeptabel ist.

Doch wurde nun im Oktober 2015 das komplette Projekt ÔÇ×Stadtstra├čeÔÇť in der geplanten alten Form bereits vermessen und ausgepflockt, obwohl es keinen Genehmigungsbescheid hat. Das oben beschriebene Abw├Ągen und Ber├╝cksichtigen neuer Planungsvarianten m├╝sste da mit Lichtgeschwindigkeit vor sich gegangen sein!

Als Dank und Anerkennung, dass er bei der letzten Wahl doch nicht so untergegangen ist wie von den Medien herbei geschrieben, versprach der Wiener B├╝rgermeister ebenfalls einen neuen Stil und auch in den Bezirken neue Ansprechpartner f├╝r Probleme und Beschwerden von B├╝rgerInnen. Davon haben wir bisher nichts weiter geh├Ârt. Sollte sich auch dieses Versprechen in Rauch aufgel├Âst haben?

Wie schade, denn wir w├╝rden uns gerne beschweren.


Kaktus
http://kaktus.kpoe.at/article.php/20160206162806778