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    Tuesday, 28. March 2017 @ 15:43

    Rund 4000 Unterschriften für Erhalt des Arbeiterstrandbades

    Erholungsgebiet Alte DonauMit dem geplanten Abriss würde historisches für immer ausradiert!

    Am 27.10.2014 wurde eine Petition zur Erhaltung eines der ältesten Bäder Wiens mit rund 4000 Unterstützungserklärungen eingebracht. Gefordert wird die Erhaltung des Traditionsbades als Denkmal und Wahrzeichen des Beginns der Wiener Arbeiterbewegung in den 1920er Jahren.

    Auch aus finanzieller Sicht stimmt die Absicht der Stadt Wien, das Bad dessen Bausubstanz welches erst vor 10 Jahren generalsaniert wurde, zu schleifen bedenklich. Mit seinen teilweise historischen Kabinen ist bis auf groben Schmutz und ein paar kaputten Türen – durch mangelhafte Wartung – die Bausubstanz des Bades. Bei Probebohrungen festgestellte Betondicken von mehr als 40cm lassen befürchten dass ein Abriss finanziell bedeutend höher ausfallen würde als bisher angenommen. Weitere Bohrungen in der Wiese- weit weg von jeglicher Bausubstanz weisen außerdem auf die Möglichkeit einer bisher vor der Öffentlichkeit verborgene andere geplante Baumaßnahme hin.

    Von der Initiative Denkmalschutz wurde das Arbeiterstrandbad Ende September 2014 in die Liste der schützenswerten Bauwerke aufgenommen. Die Bürgerinitiative „Rettet das Arbeiterstrandbad“ fordert, dieses Traditionsbad zu erhalten, in seiner Ursprünglichkeit zu revitalisieren und mit einem neuen Pächter oder unter der Leitung der Stadt Wien zu revitalisieren und der Bevölkerung wieder zugänglich zu machen!

    Die Wiener Rathauskoalition verspricht, es werde anstatt dem früheren Arbeiterstrandbad eine öffentliche Liegewiese entstehen. Dem entgegen wird aber befürchtet, dass hinter der Schließung des Bades die Absicht einer späteren gewinnträchtigen Vermarktung des Grundstücks steht. Was vielen unbekannt ist: Im Gegensatz zum Prater und der Lobau ist die gesamte Obere und Untere Alte Donau weder als Landschaftsschutzgebiet, Pflanzenschutzgebiet noch Naturschutzgebiet gewidmet und vor spekulativen Zugriff daher nicht geschützt