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    Friday, 17. November 2017 @ 18:37

    Stoppt die Zerstörung!

    VermischtesHunderte Menschen folgten dem Aufruf der Initiative Kulturerbe Wien

    Es ist in allen Teilen Wien dasselbe: Wertvolles Kulturgut wird zerstört oder verunstaltet, damit Bau-träger und ihre Aktionäre schöne Profite erzielen können. Und die rot-grüne Stadtregierung fördert das auch noch.

    Historische Bauten und Ensembles verschwinden – wie z. B. das Hopf-Haus in der Donaufelder Straße -, Kulturlandschaften wie Weingärten oder Teile des Augartens werden verbaut, Heurigendörfer verschandelt, ganze Straßenzüge durch häßliche Dachausbauten verunstaltet, auf den Steinhofgründen Wohnbauten, an der Alten Donau unförmige Häuser errichtet und das Stadtbild vielerorts ge- und zerstört.

    Das alles erfolgt ohne entsprechende Einbindung der Betroffenen und zumeist gegen deren erklärten Willen. Kein Wunder, daß sich immer mehr Menschen zu Bürgerinitiativen zusammenschließen und sich gegen die Machenschaften der Spekulanten zur Wehr setzen.

    Am 25. September haben sich über Aufruf der Initiative Kulturerbe Wien unter Ehrenschutz von Prof. Ernst Fuchs, Univ. Prof. Dr. Lötsch und Prof. Bruno Thost hunderte Menschen aus insgesamt 37(!) Initiativen gegenüber dem Wiener Eislaufverein zusammengefunden, um gegen die Zerstörungen und Verschandelungen zu protestieren.

    Der Treffpunkt ist nicht zufällig gewählt gewesen. Auf dem durch den Bau des „Intercontinental“ ohnedies schon stark verkleinerten Eislaufplatz des WEV soll bekanntlich ein Hochhauskomplex entstehen. Damit würde nicht nur neben dem Konzerthaus ein „Monster“ entstehen, das jenes und das Akademische Gymnasium gegenüber im wahrsten Sinne des Wortes in den Schatten stellen, sondern auch den Blick vom Belvedere auf die Innenstadt schwer beeinträchtigen würde.

    Beim Zug – hinter einem Fiaker – über die Ringstraße und durch die Innenstadt haben sich viele Menschen den Demonstranten angeschlossen, um deren Anliegen zu unterstützen; nämlich eine großzügige Ausweitung von Schutzzonen und deren bessere Erhaltung, eine Erhöhung des Kulturförderungsbeitrages für die Altstadterhaltung, bestandsgenauere Widmungen in Schutzzonen (um keine Anreize zur Zerstörung von historischem Bestand und unpassende Dachausbauten zu geben), die Erhaltung von Kulturlandschaft (wie z.B. den Heurigenorten und deren Weingärten), einen besseren Schutz vor Verbauung historischer Gärten, die Schaffung von Hochhausausschlußzonen und Achtung vor dem Weltkulturerbe, die Verschärfung von Strafen bei rechtswidrigem Abriß oder nicht genehmigte Veränderungen an historisch bedeutsamen Gebäuden und einen wirksamen Denkmalsschutz.

    Die rot-grüne Stadtregierung hat gesehen und soll es spüren: Verantwortungsvoll denkende Men-schen lassen es sich nicht länger bieten, daß in unserer Stadt Profit vor Kultur geht.

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