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    Dienstag, 25. Juni 2019 @ 22:36

    „Stadtstraße“. Teuer und ungesund

    Pressekonferenz der Bürgerinitiative Hirschstetten-retten über die zu erwartenden negativen Auswirkungen - Ein Kaktusbericht von Walther Leeb

    So sehr die Stadt Wien und die ASFINAG über die Betroffenen „drüberfahren“ wollen, die Menschen, deren Lebensqualität durch die sogenannte Stadtstraße beeinträchtigt werden würde, lassen nicht locker.

    In einer Pressekonferenz am 19. September 2013 im Pfarrsaal der Pfarre Hirschstetten wurde den erschienen Medienvertretern vor Augen geführt, wie verfehlt das Festhalten an dem verkehrspolitisch verfehlten Projekt ist.

    DI Dr. Harald Frey vom Institut für Verkehrswissenschaften, Forschungsbereich Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der TU-Wien wies unter anderem darauf hin, daß die Stadtstraße den verkehrspolitischen Zielsetzungen der Stadt Wien, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren, widerspreche. Das Gebiet würde nur durch zusätzlichen Verkehr belastet werden.

    Frau ÖÄ Dr. Regina Roth-Wacenosky vom Landesklinikum Mödling berichtete vom Ansteigen von Asthma und Allergien und darüber, daß hiefür in nicht unbedeutendem Ausmaß Feinstaub und Abgase verantwortlich seien. Da ist dann wohl eine stark befahrene Straße durch dicht bewohntes Gebiet unmittelbar an Erholungsräumen (Blumengärten Hirschstetten) oder Schulen (Contiweg) genau das Richtige!

    Unbestritten ist, daß die Ortskerne von Hirschstetten, Aspern und Breitenlee entlastet werden müssen. Entgegen der Behauptung von ASFINAG und Stadt Wien würde die Stadtstraße jedoch nur zu weiteren Belastungen führen; der Rückstau von der heute schon an die Kapazitätsgrenze gelangten A23 würde bei vermehrtem Zubringerverkehr nur noch verstärkt werden.

    Die Donaustädter Kommunisten stimmen mit der Bürgerinitiative auch dahingehen überein, daß Umfahrungen nicht nur billiger kämen, sondern im Gegensatz zur geplanten Stadtstraße zu einer tatsächlichen Verringerung des Verkehrsaufkommens und zu einer Belebung der Ortskerne führen würden. Pläne für solche Umfahrungen gibt es durchaus, doch von Seiten der Stadt Wien wird zwar Bürgerbeteiligung gepredigt, aber Machtausübung gelebt. Alternativen werden nicht ins Auge gefaßt – auch nicht im Rahmen von Umweltverträglichkeitsprüfungen. Und bei von der Stadt Wien organisierten Veranstaltungen gewinnt man den Eindruck, daß das Publikum zwar reden darf, aber sich letztlich von den Vorhaben der Stadtregierung überzeugen lassen soll.

    Die Bürgerinitiative veranstaltet diesen Samstag eine Demonstration gegen die autobahn-ähnliche „Stadtstraße“ und für eine vernünftige Umfahrung der Wohngebiete. Treffpunkt ist um 15 Uhr 30 Ecke Hausfelderstraße / Quadenstraße. Im Anschluß gibt es eine Informationsveranstaltung im Pfarrhof in Hirschstetten – mit Kinderspielen und musikalischer Unterhaltung.

    Kaktusgespräch mit Werner Schandl: „Die „Stadtstraße“ – es ist eine Illusion, damit Ortskerne zu entlasten! - Hier klicken!