kaktus - kritisch anders konsequent tolerant unbequem sozial
  • Erweiterte Suche
  • Impressum & Kontakt
  • Links
  • Kalender
  • Home
  • KAKTUS - Online / KPÖ-Donaustadt    

    Willkommen bei Kaktus
    Monday, 1. May 2017 @ 00:26

    Plattform ZUKUNFT STATT AUTOBAHN fordert AUS FÜR DAS MILLIARDENLOCH LOBAUAUTOBAHN

    Keine neuen Autobahnen!Lobau-Autobahn durch Rot/Grün aufgeschoben, aber (leider!!!) nicht aufgehoben!

    „Der geplante Bau der Lobauautobahn bleibt bis 2016 ausgesetzt. Vor einer Entscheidung, ob an dem umstrittenen Projekt festgehalten werden solle oder nicht, werde es eine Volksbefragung geben." So kurz zusammengefasst lautet das Ergebnis der rot-grünen Koalitionsgespräche zum Thema Lobauautobahn in Wien vor einem Jahr.

    Während sich Rüdiger Maresch für die Wiener Grünen „die Lobauautobahn aus wirtschaftlichen, verkehrstechnischen und ökologischen Gründen weiterhin strikt“ ablehnt, hält die ASFINAG an diesem umstrittenen Autobahnprojekt weiter fest.

    Der Baustart 2018 und eine Verkehrsfreigabe am 2025 für den untertunnelten Abschnitt von Groß Enzersdorf bis Schwechat scheint für sie und die hinter ihr stehende Autolobby aus SPÖ; ÖVP und FPÖ - rot grüne Koalition in Wien und versprochene Volksbefragung hin oder her – weiter festzustehen.

    Anders sehen das viele BürgerInneninitiativen und Umweltorganisationen Bei uns in der Donaustadt gehört es seit den letzten Wahlen in Wien, in der Zwischenzeit ja schon zur Gewohnheit, dass bei jeder Sitzung unseres Bezirksparlaments immer wiederkehrend Resolutionsanträge selben Inhalts, die sich für den raschen Bau der Nordostumfahrung ausssprechen, beschlossen werden. Jedesmal mit den Stimmen von SPÖ; ÖVP und FPÖ und gegen die Stimmen der Grünen. Das erste Mal vor einem halben Jahr fungierte die SPÖ als AntragstellerIn, bei der letzten Sitzung stellte die FPÖ neuerlich einen solchen Antrag selben Inhalts … (Es fehlt jetzt noch die ÖVP – Aber im Dezember gibt’s ja wieder eine Bezirksvertretungssitzung…)

    Die Öffentliche Auflage der UVP hat begonnen

    Mit dem heutigen Tag begann die sechswöchige öffentliche Auflage der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Die Unterlagen dazu liegen in den Gemeindeämtern der Anrainergemeinden und den Bezirksämtern des 11. und 22. Bezirkes zur öffentlichen Einsicht auf.

    Obwohl viele AutobahngegnerInnen in der Art der Abwicklung von Umweltverträglichkeitsprüfungen, insbesondere bei öffentlichen Bauaufträgen, eine „Absegnungsmaschinerie, in der der Auftraggeber des Projekts sich selber prüft,“ sehen, wollen sich die „Bürgerinitiative Marchfeld-Groß Enzersdorf" (BIM) und die BI „Natur statt Beton – Rettet die Lobau“ in diesem Verfahren um eine Parteienstellung bemühen.

    Die Plattform „Zukunft statt Autobahn“ erblickt das Licht der Welt

    Vielfältig wollen die zahlreichen AutobahngegnerInnen in den kommenden Wochen darüber hinaus in der Öffentlichkeit zu Wort melden.

    Über 30 Bürgerinitiativen und Organisationen aus verschiedenen Bereichen fordern das "Aus für das Milliardenloch Lobau-Autobahn" und zeigen auf, wo diese drei Milliarden sinnvoll angelegt wären, nämlich in zukunftsweisenden Bereichen wie Bildung, Soziales, öffentlicher Verkehr, erneuerbare Energien usw. Da alle österreichischen SteuerzahlerInnen die durch den Bau der Lobau-Autobahn erzwungene Neuverschuldung mitzutragen hätten, startet die Plattform „Zukunft statt Autobahn“ eine Petition zur Lobau-Autobahn: Unterstützungserklärungen können unter www.zukunft-statt-autobahn.at“ abgegeben werden.

    „Aus der Sicht der SteuerzahlerInnen“

  • Angesichts der weltweiten Finanzkrise ist der geplante Bau der Lobauautobahn noch viel unsinniger als bisher". Gestern in einer Pressekonferenz der Asfinag wurde bekannt, dass die Asfinag nun schon von Baukosten von über 1,8 Mrd. Euro ausgeht, bisher war von weniger als 1,7 Mrd. Euro die Rede. Abgesehen vom ökologischen Schaden, den der Bau der Lobau-Autobahn verursachen würde, ist die Kosteneinschätzung der Asfinag höchst unseriös. Alleine der Lobau-Tunnel, das Herzstück dieses Projektes, sei mit mindestens 300.000 Euro pro Meter anzuberaumen, meinen Kenner der Materie.

  • Die Asfinag hat bereits jetzt elf Milliarden Euro Schulden, für die der Staat voll haftet. „Derzeit sind die Asfinag-Schulden aus dem Budget ausgegliedert. Im Falle, dass zukünftig ausgelagerte Schulden dem Staat angerechnet werden müssen, gefährden die ausufernden Infrastrukturkosten die Bonität von Österreich massiv. Die österreichische Kreditwürdigkeit würde dann jener gleichen, die Italien derzeit hat... Wir haben bereits eine der höchsten Autobahndichten weltweit. Das Geld würde in anderen Bereichen wesentlich besser aufgehoben sein", meint dazu Greenpeace in einer Aussendung.

  • Neben diesem finanziellen Aspekt wirken sich die geplanten Autobahnprojekte S1-Lobauautobahn,S8-Marchfeldschnellstraße und die S1-Spange zum Flugfeld Aspern für den Wirtschaftsstandort Wien negativ aus."Das Beispiel der A 5 zeigt, dass neue Autobahnen noch mehr Verkehr in die Stadt schaufeln und der öffentliche Verkehr darunter massiv leidet Entlang dieser Schnellstraßen werden in Niederösterreich Einkaufszentren und Fachmärkte aus dem Boden schießen und weitere Kaufkraft aus Wien abziehen - wie man bei SCS eindrucksvoll sieht. In einer seit 2003 vorliegenden Studie wird in diesem Zusammenhang von einem weiteren Speckgürtel an der Wiener Landesgrenze gewarnt