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    Friday, 23. June 2017 @ 08:53

    Nahversorgung Kagraner Platz - KPÖ lädt die Bezirksvorstehung zu einem Praxistest ein

    Nahversorgung statt ShoppingwahnEin augenfälliges Beispiel, eines von allen Rathausparteien „links liegen gelassenen“ Bezirksproblems!

    Wieder hat ein neues Jahr begonnen – das Problem der fehlenden Nahversorgung am Kagraner Platz besteht weiter.

    „Die Bezirksvorstehung versteckt sich hinter der Stadtverfassung, und bleibt weiter untätig“ resümiert Johann Höllisch, Bezirkssprecher der KPÖ-Donaustadt, der sich darüber wundert, dass sich nicht längst eine der zur absoluten Mehrheit der SPÖ in der Bezirksvertretung in Opposition stehenden Partei, des Problems angenommen hat.

    Mehr als 1 Jahr ist auch vergangen, seit die Donaustädter SPÖ (noch knapp vor den Nationalratswahlen) ein multifunktionales Zentrum am Grundstück Ecke Wagramerstraße/ Kagraner Platz (neben der Pizzeria Fantastica) versprach, welches auch für einen Einkaufssupermarkt (als Nahversorgungseinrichtung) Platz bieten sollte. Seit spätestens Mai 2009 weiß die Bezirksöffentlichkeit Dank eines Kaktusberichtes, dass dieses Projekt gescheitert ist. Über die Gründe des Scheiterns hüllt sich der Herr Bezirksvorsteher Scheed in Schweigen.

    Bezirksvorsteher schiebt jede Verantwortung von sich!

    Weder in der Bezirksvertretung, noch in der Öffentlichkeit wurde seither über Alternativlösungen diskutiert und nachgedacht Gegenüber Donaustädterinnen und Donaustädtern, die im Büro der Bezirksvorstehung nachfragen, erklärt man sich für nicht zuständig. Möglich sei „dem Bezirk eine Mitwirkung bei der Errichtung,“ wobei dem Bezirk jedoch keine Verantwortung für die Errichtung zukommt“ stellte der Herr Bezirksvorsteher in Beantwortung einer Stellungnahme der KPÖ bereits im Vorjahr fest.

    Gleichzeitig wurde, um die Gemüter etwas zu beruhigen, unter AnrainerInnen ein neues Gerücht ausgestreut, nämlich, dass an Stelle des ursprünglich geplanten multifunktionalen Zentrums nun ein Hotelneubau, der ebenerdig einen Billa-Markt beinhaltet, kommen soll. In der Zwischenzeit machte sich aber auch hier immer mehr Zweifel breit. Mit Einbruch der kalten Jahreszeit werde mit den Bauarbeiten begonnen, hatte man versichert, was, wie man sich selbst jederzeit vergewissern kann (Von der Parallelstraße des Kagraner Platzes „Am langen Feld“ aus kann man das Grundstück ohne Hindernis einsehen), nicht zutrifft. Von einem Beginn der Bauarbeiten ist weit und breit nichts zu sehen. Ob es sich damals um ein realistisches Projekt oder einen simplen Schmäh gehandelt hat, lässt sich nur als "Insider" beurteilen. In den nächsten vier bis fünf Jahren werde dieses Grundstück unbebaut bleiben, erfährt man jetzt ein neuerliches halbes Jahr später hinter vorgehaltener Hand.

    Warum kein Wochenmarkt?

    „Es wäre nun mehr als an der Zeit, der Bezirksöffentlichkeit seitens der Bezirksvorstehung reinen Wein einzuschenken!“ meint die KPÖ-Donaustadt, die auf ihren Vorschlag, einen Wochenmarkt (zumindest als Übergangslösung) einzurichten, einmal mehr erinnern mag. „Das derzeit unbebaute Grundstück könnte zumindest, ebenso wie derzeit als "geduldeder Parkplatz" dazu benützt werden, zumindest solange bis es zu einem Baubeginn und einer wirklich dauerhaften Lösung des Nahversorgungsproblems auf diesem Grundstück kommt, für einen Wochenmarkt genützt werden“ schlagen die in der Sache engagierten Donaustädter KommunistInnen vor. Die Lage eines solchen Wochenmarktes könnte die Nahversorgung für die umliegenden BewohnerInnen aber auch BenutzerInnen der U1 die am Kagranerplatz in ein Anschlussverkehrsmittel umsteigen, Interesse finden. Unser Herr Bezirksvorsteher meinte im Vorjahr "dass ein Wochenmarkt kein geeignetes Instrumentarium zur Gewährleistung einer Nahversorgung ist…"

    Wie wärs diese kühne Behauptung einem Praxistest zu unterziehen?

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    Nahversorgung Kagraner Platz - KPÖ lädt die Bezirksvorstehung zu einem Praxistest ein
    Autor: kaktus am Friday, 29. January 2010 @ 23:36
    . . . mein Problem wird jeden Tag größer:

    Meine 85 Jahre alte Mutter wohnt seit 10 Jahren am St.-Wendelin-Platz. Diese Adresse hatten wir damals nach den Kriterien "nahe Öffis und nahe Einkaufsmöglichkeit" ausgesucht. Es war auch eine große Freude, als endlich die U1 dort Station bekam. Nun ist meine Mutter aber leider aufgrund ihrer Demenz gar nicht mehr imstande, die U-Bahn zu benützen. Eine Station mit dem 26er geht aber noch, also haben wir auch heuer wieder ihre Jahreskarte gekauft. Damit fährt sie zum Spar ins Donauzentrum und wieder heim. Mehr geht nicht mehr.

    Warum muss so vieles, was einmal gut funktioniert hat, heutzutage schlechter statt besser werden? Wozu haben wir eine Bezirkspolitik? Warum werden die Kagraner nicht gefragt, ob sie diese Nahversorgung brauchen? Ist mir z.B. wichtiger als die Frage, ob ich nächtens lieber mit der NightLine oder mit der U-Bahn nach Hause gelangen kann u. s. w.

    C.B. (Name und e-mail-Adresse ist der Redaktion bekannt,