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    Monday, 20. November 2017 @ 01:19

    Arbeitnehmer – Sklaven ?

    Keine halben SachenGedanken einer Kaktusleserin zum Frauenalltag

    Unlängst konnte ich vernehmen, dass sich Arbeitnehmer öfter untersuchen lassen sollten, um eventuell schlummernden Krankheiten beizukommen.

    Das Pensionsalter wurde hinaufgesetzt, und Arbeitnehmer sollten doch bis zur Pensionierung voll einsatzfähig sein. Fortbildung ist wichtig und nicht zu vergessen: die Gesundheit.

    Da kam mir in den Sinn: Arbeitnehmer sind eigentlich Sklaven. Sie haben körperlich und geistig zu funktionieren. Auch einen Satz wie „Du sollst dich so teuer verkaufen, wie es dir zusteht“ gibt es schon seit Jahrhunderten. Mir war er immer zuwider, obwohl er viel Wahrheit in sich trägt. Sind wir nur intelligente Ware, die alsbald sowieso von einem intelligenten Computer ersetzt werden kann? Noch gibt es zu Wenige, die diese Roboter entwickeln und bauen. Wenn diese vielleicht technische Gebrechen haben, mangelt es ihnen an Gesundheit oder Perfektion? Gegeneinander könnten sie auch nicht ausgespielt werden. PCs haben kein Geschlecht. Da kann der einfache Arbeitnehmer nicht noch auf jemanden herunterblicken - auf eine Mutter, Ehefrau ohne „außer Haus Arbeit“ – die eben „nur“ Hausarbeit macht. Wenn sie dann noch ihre Mutterrolle ernst nimmt und sich von Beginn an (von Geburt an) mit ihren Kindern geistig auseinandersetzt und sie in ihrer Entwicklung fördert, hat sie überhaupt keine Zeit für sich mehr. Manuelle Fertigkeiten werden bald gesehen, geistige und soziale Fähigkeiten zu erkennen dauert etwas länger, wobei alle darauf achten sollten, dass diese nicht schon vorzeitig unterdrückt werden.

    Mit dem Besuch im Kindergarten kann dies leider schon beginnen. „Mädchen spielen lieber mit Puppen, Buben sind technisch begabter“, diese Phrase bringt keiner so schnell aus den Köpfen. Obwohl sie seit Generationen von intelligenten Menschen immer wieder widerlegt wurde, wird sie hingenommen.

    So wird eine Mutter am Arbeitsplatz immer benachteiligt, es könnte ja eines der Kinder krank werden. Warum einen höher dotierten Posten einer Mutter geben? Eine Frau ohne Kinder ist schon ein emotionelles Wagnis. Sie könnte Gefühl zeigen; wenn sie intelligent ist, könnte sie auch noch fortschrittlich sein. Dies ist ein nicht zu „einschätzendes“ Risiko. Wenn eine Mutter, dann eine, die keinen Widerspruch leistet oder leisten kann, weil sie das Geld für die Familie braucht.

    Da Beihilfen mit „Rennereien“ verbunden sind, und sie doch nicht vom Arbeitsplatz fern bleiben darf, wird sie sie nur selten in Anspruch nehmen. Wenn sie nach insgesamt sieben Krankheitstagen im Jahr „gebeten“ wird, sie solle doch ihre Kinder in den Griff kriegen, damit sie nicht zu gestresst zur Ar-beitsleistung kommt, wo doch dies ihre Gesundheit gefährde, muss sie schon um ihren Arbeitsplatz bangen.

    Dies zieht sich durch alle Intellekt-Schichten. Ist die Frau zu intelligent, kann sich durch-setzen, obwohl sie verheiratet ist, muss sie sich anhören: „Die hat auch zuhause die Hosen an!“ Da ist es nicht verwunderlich, wenn in vielen Köpfen noch immer frauenspezifische Arbeiten und männerdominierte Arbeitsplätze vorhanden sind. Bei Beschreibungen von Tätigkeiten, die verlangt werden (sogenannte Arbeitsplatzbeschreibungen), wird auf das /innen nicht vergessen. Aber die Mädchen und Frauen brauchen mehr als das Anhängsel „Innen“, sie brauchen endlich die Verwirk-lichung der Gleichberechtigung, Respekt, Rücksichtnahme und aufrichtige Anerkennung.

    B.S.
    Name und Adresse ist der Redaktion bekannt

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